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Angst vor Veränderung: Das sind Auslöser und Auswege

Welche Zukunft?

Angst vor Veränderung: Das sind Auslöser und Auswege

Der Forscher Charles Darwin sagte mal: „Nichts in der Geschichte des Lebens ist beständiger als der Wandel.“ Schön gesagt, dennoch leiden sehr viele Menschen unter enormer Angst vor Veränderungen, Wandel und einer ungewissen Zukunft. Doch anstatt dich zu ergeben, zeigen wir dir, wo die Auslöser auf dich lauern und wie du deine Angst bewältigst.

Auslöser für Angst vor Veränderung

Die Angst vor Veränderungen findet ihren Ursprung darin, dass man sich selbst nichts zutraut. Eine Aufgabe, die vielleicht schwer ist, die wir aber gut kennen, erscheint uns oft leichter zu bewältigen, als eine neue, die wir noch nicht kennen, auch wenn sie möglicherweise leichter ist. Neue Dinge sind unberechenbar und je unsicherer wir uns in unseren Fähigkeiten fühlen, desto unlösbarer scheinen diese zu sein. Diese Angst kann uns in allen Bereichen unseres Lebens begegnen.

#1 In einer Beziehung

Ob in einer festen Partnerschaft, Freundschaft oder in einer Familie: Die Angst vor Veränderungen trifft uns wohl besonders hart, wenn sie sich im privaten Bereich abspielt. Deshalb bleiben zum Beispiel auch viele Menschen mit ihrem Partner zusammen, auch wenn sie mit ihm eigentlich nicht mehr glücklich sind. Diese Angst hat mehrere Ursachen: Zum einen glauben die Betroffenen, dass sie nicht alleine zurechtkommen. Aus Verlustangst klammern sie sich an einen Menschen, der sie vielleicht sogar unglücklich macht. Zum anderen haben sie Angst davor, nie wieder einen Partner zu finden, weil sie sich selbst nicht als liebenswert empfinden.

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Es gibt natürlich auch das Gegenteil: Die Umstellung von „alleinstehend“ auf „vergeben“ ist für viele Menschen unvorstellbar. Ihnen steht ihre Bindungsangst im Weg. Auch dies ist eine Form von Angst vor Veränderung.

#2 Während der Schwangerschaft

Kaum eine Veränderung ist wohl so extrem wie diese: Wenn du schwanger bist, bereitest du dich mental darauf vor, Mutter zu werden. Du wirst nicht nur für dich, sondern auch für dein Baby verantwortlich sein. Diese Vorstellung, für ein anderes, zerbrechliches Leben sorgen zu müssen, macht auch vielen Menschen Angst, die sich immer Kinder gewünscht haben. Die Tatsache, dass aus der Vorstellung nun unumkehrbare Realität wird, kann ein richtiger Schock sein. Schwangerschaftsängste sind deshalb nicht zu unterschätzen.

#3 Im Job

Entlassung, neue Position, neuer Chef, Vorstellungsgespräch: Im Berufsleben gibt es viele Momente, in denen du dich von Veränderungen überrollt fühlen und Angst bekommen kannst. Absolut verständlich: Der Job soll uns einerseits unseren Lebensunterhalt sichern und ist deshalb für viele Menschen ein wichtiger Teil des Lebens. Auf der anderen Seite gibt er uns aber auch einen sozialen Status und Selbstwertgefühl. Ein unerwarteter Zwischenfall kann unsere gesamte Lebensplanung durcheinanderbringen.

Angst vor beruflichen Verhältnissen
Angst im Job ist oft mit Veränderungen verbunden.

#4 Durch einen Umzug

Dieser Aspekt steht vielleicht nicht ganz oben auf der Liste, vor denen wir glauben, Angst zu haben. Doch wenn ein Umzug ansteht, fühlen sich viele Menschen auf einmal mit Angst vor Veränderung konfrontiert. Vielleicht hängen wir noch an dem Ort, an dem wir aufgewachsen sind, und wollen ihn nicht verlassen, vielleicht ziehen wir mit unserem Partner zusammen und geben unsere Unabhängigkeit auf. Wir begeben uns in eine Situation, die uns von nun an jeden Tag prägen wird. Vielleicht sind wir uns nicht sicher, ob es wirklich die richtige Entscheidung ist.

Wege aus der Angst

Um dich von der Angst vor Veränderung zu befreien, ist es wichtig zu verstehen, dass dies kein plötzlich auftretendes Phänomen ist, sondern ein schleichender Prozess. Je gefestigter dein Selbstwertgefühl ist, desto stärker bist du mental, wenn sich deine Lebensumstände ändern. Um dein Selbstbewusstsein aktiv aufzubauen, kannst du folgende Dinge machen:

  • für deine Unabhängigkeit sorgen,
  • aktiv Neues ausprobieren (Hobbys, Essen, Bücher zu unbekannten Themen lesen),
  • dich auf deine Stärken fokussieren und vorhandene Skills ausbauen,
  • Yoga/anderen Sport machen, um dich zu entspannen,
  • dich mit einer Vertrauensperson (Eltern, Freundinnen) über deine Ängste unterhalten,
  • aktiv Entscheidungen zu kleineren Veränderungen treffen (neuer Haarschnitt, Wohnung streichen), um große Veränderung als angenehmer zu empfinden,
  • bei Entscheidungen Pro-Contra-Listen erstellen, um deiner Meinung zu Dingen ein Fundament zu geben,
  • meditieren, um dich zu entspannen und sicherer zu fühlen.

Veränderungen sind natürlich und ein Teil des Lebens. Wenn du sie aktiv beschließt, kannst du besser damit umgehen, als wenn andere Entschlüsse für dich treffen. Es ist immer leichter mit einer Welle zu schwimmen, als gegen sie anzuhalten. Mit ein bisschen mehr Selbstbewusstsein kannst du diese Angst meistern. In welchen Situationen hattest du Angst vor Veränderung? Lass es uns in den Kommentaren wissen.

Bildquelle:

iStock/kitzcorner, iStock/HbrH

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