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Pandemie beenden ohne Impfstoff? Berliner Forscher hat einen Plan

Corona-Tests

Pandemie beenden ohne Impfstoff? Berliner Forscher hat einen Plan

Immer wieder hört man: Die Corona-Pandemie lässt sich erst dann beenden, wenn 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung gegen die Krankheit immun sind. Weil eine natürliche Herdenimmunität jedoch Jahre brauchen würde, setzt man auf einen Impfstoff. Doch auch hier dauert die Entwicklung lange. Ein Berliner Genforscher hat gemeinsam mit einem amerikanischen Kollegen eine andere Strategie entwickelt. Flächendeckende Corona-Tests sollen die Lösung sein.

In einem FAZ-Artikel erklären die Forscher Hans Lehrach, Direktor des Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik in Berlin, und George Church, Experte für synthetische Biologie an der Harvard Medical School, wie flächendeckende Corona-Tests schnell Realität werden könnten. Dabei setzen sie auf ein modernes Verfahren der Gen-Sequenzierung. „Wir haben bereits jetzt die Werkzeuge zur Hand, um diese unerträgliche Situation zu beenden, ermöglicht durch die Fortschritte bei den ‚Next Generation Sequencing‘-Techniken (NGS) in Kombination mit intelligenten Kontaktverfolgungsansätzen“, heißt es in dem Artikel. Doch wie soll es ermöglicht werden, die Bevölkerungen ganzer Länder vollständig zu testen? Davon haben die beiden bereits eine genaue Vorstellung.

Corona-Tests für zu Hause

Im Idealfall würde jeder Bürger fünf Corona-Tests bekommen, die er selbst zuhause anwenden kann. Dazu reicht eine Speichelprobe. Diese müsste dann in ein regionales Labor geschickt und ausgewertet werden. Wichtig ist, dass die gesamte Bevölkerung eines Landes die Tests gleichzeitig macht – und das nicht nur einmalig, sondern mehrere Wochen hintereinander. Bekommt jeder Bürger fünf Tests, kann also fünf Wochen lang getestet werden. So soll verhindert werden, dass jemand den Test an einem Tag macht, sich dann am nächsten Tag infiziert und somit als negativ in die Statistik eingeht.

Wer ein positives Ergebnis erhält, muss sich dann wie gehabt in Quarantäne begeben. Die Nachverfolgung von Kontakten wird nun wesentlich leichter – werden sie doch eine Woche später ohnehin wieder getestet. Lehrach und Church sind sich sicher: Mit diesem Ansatz ließe sich die Pandemie innerhalb weniger Wochen beenden – oder zumindest soweit eindämmen, dass die Anzahl infizierter Personen durch die Kontaktverfolgung gehandhabt werden kann.

Nur wenige Euro pro Test

Die neue Test-Methode wäre sogar wesentlich günstiger als die bisher angewandte PCR-Methode. Hier kostet die Analyse eines Tests rund 60 Euro. Bei der Gen-Sequenzierung wären es nur wenige Cent. Die Hauptkosten würden durch die Bereitstellung der entsprechenden Infrastruktur entstehen. Schließlich müssen alle Tests einwandfrei einer Person zugeordnet werden können und entsprechend gekennzeichnet verschickt werden. „Wir erwarten, eine solche Gesamtanalyse zu einem Preis von wenigen Euro pro Test (hauptsächlich Logistikkosten) durchführen zu können“, heißt es im FAZ-Artikel.

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