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Trotz Aerosol-Gefahr

Warum stecken sich manche nicht an, obwohl jemand im Haushalt Corona-positiv ist?

Es ist ein Phänomen, das mittlerweile einige von uns beobachtet oder sogar direkt selbst erlebt haben dürften: Jemand im selben Haushalt ist positiv auf eine Corona-Infektion getestet worden, dennoch stecken sich nicht alle anderen Mitbewohner an. Wie kann das sein?

Denn wie bereits bekannt ist, steckt man sich vor allem durch engen Kontakt und Aerosole infizierter Personen mit dem Virus an. Im selben Haushalt scheint es daher eine absolute Hiobsbotschaft zu sein, wenn sich jemand infiziert hat, denn beim Zusammenleben ist es durchaus schwierig, sich aus dem Weg zu gehen und nicht dieselbe Luft zu atmen. Das Risiko ist also hoch, sich im Haushalt zu infizieren. Warum schaffen es also trotzdem manche Personen, sich trotz Exposition nicht anzustecken? Wissenschaftler liefern nun mögliche Erklärungen.

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Ein Haushalt, nicht alle Corona-positiv: Wie kann das sein?

Gründe hierfür kann es verschiedene geben, wie Professor Paul Griffin, Chef für Infektionskrankheiten bei Mater Health Services im australischen Brisbane, gegenüber The Sidney Morning Herald erklärt. Das kann sowohl die infizierte Person selbst, als auch die ihr nahestehende, noch Corona-freie Person sowie das gemeinsame Zusammenleben betreffen. Einige Faktoren können sich hier dabei gegen eine Infektion auswirken:

  • Die Viruslast der erkrankten Person ist nicht hoch genug, um andere zu infizieren.
  • Die infizierte Person muss wenig niesen und husten, wodurch sich das Risiko durch eine Tröpfcheninfektion verringert.
  • Die Wohnung wird gut durchlüftet und der Kontakt weitestgehend reduziert.

Zudem kann es sein, dass eine Person, die sich trotz hohem Infektionsrisiko im eigenen Haushalt nicht anstecken, eine größere Menge T-Zellen im Körper hat. Diese Helferzellen entstehen durch eine Immunreaktion, zum Beispiel durch eine bereits überstandene Corona-Infektion, aber auch durch frühere Erkältungskrankheiten aufgrund anderer Corona-Viren und können ggf. vor einer Infektion mit dem neuartigen Corona-Virus schützen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Imperial College London. Dazu muss jedoch gesagt sein, dass es bei dieser Studie nur 52 Teilnehmer gab, anhand derer die Forscher zu ihrem Ergebnis und einer möglichen Erklärung kamen, warum sich manche Menschen trotz großem Expositionsrisiko nicht mit Corona infizieren.

Wie gut hilft die Impfung gegen eine Infektion im Haushalt?

Bleibt nun noch die Frage, was eigentlich mit der Impfung ist, die aktuell unsere größte Hoffnung im Kampf gegen Corona ist. Hilft diese, sich im eigenen Haushalt nicht zu infizieren? Wie eine weitere britische Studie herausfand, können sich Geimpfte mit einem Ansteckungsrisiko von 25 Prozent im Haushalt infizieren, bei Ungeimpften liegt das Risiko bei 38 Prozent. Die Viruslast kann bei beiden Gruppen zudem gleich hoch sein. Große Zahlenunterschiede gibt es hier also nicht. Dennoch ist eine Impfung nicht nutzlos, ganz im Gegenteil: Selbst wer sich als Geimpfter infiziert, hat oft einen wesentlich milderen Krankheitsverlauf, da die Impfungen wirksam gegen schwere Verläufe und Todesfälle schützen.

Wer bis heute mit einer Impfung gegen Corona hadert, der hat sich oft von Mythen rund um mögliche Nebenwirkungen verängstigen lassen. Wir erklären wir, darum an drei besonders verbreiteten Mythen nichts dran ist:

Bildquelle:

iStock/Daria Nipot

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