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Neid & Missgunst: Warum dir andere den Erfolg nicht gönnen

Psychologie

Neid & Missgunst: Warum dir andere den Erfolg nicht gönnen

Wir haben es schon geahnt: Der Grund für Neid ist häufig mangelndes Selbstbewusstsein. Neidische Menschen können es nicht ertragen, wenn andere erfolgreicher, schlauer oder beliebter sind als sie selbst. Um damit umgehen zu können, legen sie häufig bestimmte Verhaltensweisen an den Tag. Wir verraten dir, woran du erkennst, dass jemand neidisch auf dich ist!

Wir alle kennen sicherlich das Gefühl von Neid. Auch wenn wir es wahrscheinlich eher unterdrücken wollen, kommt es immer mal wieder durch. Das ist allerdings völlig normal — solange man weiß, wie man damit umgehen kann bzw. sollte. Wie fühlt es sich aber an, wenn man selbst beneidet wird? Und voran kannst du das erkennen? Das und die Antwort auf die Frage, wie Neid überhaupt entsteht, erfährst du hier.

An diesen Signalen erkennst du Neid

#1 Der Erfolg wird heruntergespielt

Wenn sich die Möglichkeit bietet, wird jemand, der neidisch auf dich ist, deinen Erfolg herunterspielen. Dabei ist es egal, ob es sich um beruflichen oder privaten Erfolg handelt. Es wird so getan, als sei es keine große Sache. Nur, um sich selbst besser zu fühlen. Wenn neidischen Menschen nämlich vor Augen geführt wird, was sie selbst (noch) nicht erreicht haben, wollen sie sich selbst pushen, indem sie andere kleinmachen.

#2 Du wirst nachgeahmt

Neidische Menschen vergleichen sich eben oft mit anderen. Deshalb werden sie sich mit dir messen und versuchen, deine Position einzunehmen, indem sie dich nachahmen. So wollen sie dir so ähnlich wie möglich sein.

#3 Der Wettbewerb

Wenn jemand neidisch ist, versucht sich diese Person über andere zu stellen und diese Überlegenheit auch deutlich zu machen. Du wirst also von deinem/r Beneider*in immer wieder zum Wettbewerb herausgefordert. Tipp: Lass dich darauf nicht ein! „Das Sich-Ver­glei­chen kann in diesem Zusam­men­hang ein gesun­des Maß über­schrei­ten. Denn wird das Ideal nicht erreicht, stel­len sich Unzu­frie­den­heit oder sogar Trauer und Wut ein“, erklärt Sozi­al­psy­cho­lo­gin Vera King.

#4 Misserfolge hervorheben

Neidische Menschen werden nicht müde, deine Misserfolge zu betonen. So fühlen sie sich selbst besser. Wenn sie andere niedermachen können, bereitet es ihnen Freude. Außerdem kannst du davon ausgehen, dass sie alles daran legen, dass auch jeder von deinem Misserfolg hört.

#5 Schadenfreude

Eng verwandt mit dem Neid ist ebenfalls die Schadenfreude. Gelingt einer beneideten Person etwas nicht, verspüren Neider*innen innerliche Freude. „Das Unglück anderer kann uns genauso erfreuen wie ein Geschenk“, sagt der Psychologe Manfred Holodynski von der Universität Münster gegenüber Welt. Schadenfreude wirkt somit psychisch entlastend. Vor allem gemischt mit persönlicher Antipathie kann Neid und somit Schadenfreude entstehen. Mögen wir jemanden nicht, gönnen wir ihnen das Unglück mehr.

Warum sind wir neidisch?

„Neid ist die aufrichtigste Form der Anerkennung“, sagte einmal der deutsche Dichter Wilhelm Busch. Man fand heraus, dass Neid eben ein natürlicher Teil der Menschen ist und es enormer Anstrengung bedarf, sich dagegen zu wehren. „Neid ist eine natürliche und spontane Reaktion bei Unterlegenheit“, erklären die beiden Sozialpsychologen Jan Crusius und Thomas Mussweiler in einer Ausgabe des Fachmagazins „Emotion“. Es ist dennoch kein schönes Gefühl und viele wissen, dass Missgunst nicht gerade zu deiner feinen Art gehört. Deswegen versuchen wir uns gegen dieses Gefühl zu wehren bzw. es im besten Fall sogar loszuwerden. Sind unsere mentalen Ressourcen allerdings erschöpft und kommen nicht dagegen an, bahnt sich der Neid seinen Weg.

Dennoch kann Neid auch seine positiven Seiten haben und zur Produktivität beitragen. Laut Psy­cho­lo­gen spornt uns guter Neid sogar an und moti­viert uns zu bes­se­ren Leis­tun­gen! Er kann also aktivierend wirken — besonders im Berufsleben.

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Getty Images / Johnce

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