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Wie die Pandemie die Liebe zu meinem Bett zerstört hat!

Rückzugsort?

Wie die Pandemie die Liebe zu meinem Bett zerstört hat!

Als Kind wollte man nicht früh ins Bett, nicht lange schlafen und vor allem nicht in den Federn dösen — all das war langweilig. Je älter man wurde, desto größer wurde dann doch die Liebe zum Bett und zum Schlaf, oder? Was würde man heute dafür geben, einfach mal einen Tag im Bett verbringen zu können und vor allem: Ausschlafen zu können! Das ist auch bei mir so, bzw. war es. Doch Corona hat so einiges verändert ...

Ich liebe mein Bett zwar irgendwie immer noch, aber es ist schon lange nicht mehr dasselbe wie früher. Als wir noch nicht durchgehend alleine in unseren eigenen vier Wänden hocken sollten und der Spaziergang nach dem Feierabend nicht das Highlight des Tages war, fühlte ich mich anders. Ich habe es geliebt, am Ende des Tages in mein heiß geliebtes Bett zu fallen. Heute ist es anders ...

Mein Bett ist kein Sehnsuchtsort mehr ...

Die Zeiten, zu denen ich mich so richtig auf mein Bett gefreut habe, sind eindeutig vorbei. Corona hat mir diese Sehnsucht irgendwie genommen. Aber vielleicht sollte ich erst einmal zwei Punkte klarstellen. Also erstens: Ich liebe mein Bett eigentlich, weil es so unglaublich gemütlich und kuschelig ist. Meine gefühlt hundert Kissen, zwischen denen ich versinke, sind einfach ein Traum. Außerdem ist es für mich einfach immer ein Rückzugsort gewesen. Zweitens, und das ist eigentlich das Kernproblem des Ganzen, wohne ich in einer kleinen 1-Zimmer Wohnung. Ich liebe meine feine, kleine Wohnung, das ist es nicht – aber eben nicht während einer weltweiten Pandemie. Weil meine Wohnung gefühlt nur aus Bett besteht, ist es einfach so präsent und irgendwie immer da. Und wenn ich wollte, könnte ich nun endlich den ganzen Tag dort verbringen: Ich könnte in meinem Bett arbeiten, essen, Filme schauen, telefonieren und und und. Aber das ist dann eben ZU viel des Guten.

Mein Bett ist kein Sehnsuchtsort mehr und kein Ort mehr, um sich körperlich auszuruhen. Denn was kann man in Lockdown-Zeiten schon großartig machen, wovon man so erschöpft wäre (die Home-Workouts zählen nicht)? Ich fahre nicht mehr jeden Tag mit dem Fahrrad zur Arbeit oder laufe durchs Bürogebäude. Wenn ich mal keinen Spaziergang mache, ist der weiteste Weg von meinem Schreib-/Esstisch bis zum Badezimmer — und das sind ganze acht Schritte. Oh Mann! Ich sitze in meinem Zimmer, arbeite mit einem Abstand von 100 Zentimetern neben meinem Bett und das einzige, was ich sehe, ist das 1,40 x 2 Meter Gestell. Die ganze Zeit!

Wie sehr hat Corona dein Leben verändert?
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Das Bett ist einfach immer da...

Wie schon gesagt, ich könnte, wenn ich wollte, jetzt alles aus meinem Bett machen. Es gibt keinen Alltag mehr, in dem es nicht möglich wäre, gefühlt den ganzen Tag im Bett zu verbringen. Manchmal braucht es sogar echt Überwindung, sich an den Schreibtisch zu setzen, wenn es einen Meter neben mir doch so viel gemütlicher ist. Aber je länger dieser Zustand anhält und je mehr Zeit ich alleine zu Hause verbringe, desto weniger verspüre ich den Drang danach, mich ins Bett kuscheln zu wollen. Das Problem ist, dass Privat- und Berufsleben miteinander verschwimmen — es gibt keine Grenzen mehr. Liege ich abends in meinem Bett, sehe ich den Schreibtisch, der mich an die Arbeit erinnert. Sitze ich tagsüber am Tisch, sehe ich es: das Bett. Und da beginnt dann mein Privatleben?! Wie soll man mit einem Ortswechsel von nur ungefähr einem Meter abschalten können?

Corona beeinflusst jede Beziehung

Am Ende des Tages weiß ich, das es hier „nur“ um mein Bett geht, aber ich habe festgestellt, dass Corona diese Beziehung genau so beeinflusst wie jene zu Freunden und der Familie. Und dass sich eben auch das Arbeits- sowie Privatleben drastisch verändert. Trotzdem habe ich noch die Hoffnung, dass sich alles wieder einpendeln wird und wir irgendwann wieder zur Normalität zurückkehren werden. Und, dass meine Vorfreude aufs Bett wieder zurückkommen wird!

Bildquelle:

Stocksy/Lumina

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