Kleine Duftkunde

Parfumflakons

In verschiedenen Parfums werden ganz
unterschiedliche Duftstoffe verwendet.

Ein schönes Parfüm gehört fast so sehr zum Ausdruck unserer Persönlichkeit wie unsere Kleidung. Wir hüllen uns in verschiedene Düfte, um zu zeigen, wer wir sind. Aber was ist eigentlich ein Parfum? Und wie bewahrt man es am Besten auf? Wir haben für Euch das Ein-Mal-Eins rund um Düfte und Parfums zusammengestellt.

Kurze Duftgeschichte
Duftende Kosmetik wurde bereits vor mehr als 5000 Jahren verwendet. Schon Kleopatra war es wichtig, gut zu duften, denn vor allem in Ägypten nutzten die Frauen wohlriechende Öle. Nur kurze Zeit später verwendeten auch arabische und römische gut situierte Frauen Duftstoffe. Seit dem 14. Jahrhundert wird das Parfum auch in Europa hergestellt. Als europäisches Gründerzentrum des Parfums gilt die französische Stadt Grasse, die viele auch aus dem Roman „Das Parfum“ kennen.

Was riechen wir eigentlich?
Parfums bestehen in der Regel zu etwa 80 Prozent aus Alkohol. Dazu werden die duftenden Essenzen gemischt. Hier wird zwischen synthetisch hergestellten Duftstoffen und natürlichen Essenzen unterschieden. Oft werden ätherische pflanzliche oder tierische Öle benutzt, um die aufwändigen Parfums zu kreieren.

Aktuell stehen den Parfumeuren etwa 200 natürliche Essenzen und 2000 synthetische Öle zur Verfügung. In einem Duft werden 30 bis 80 verschiedene Stoffe miteinander vermischt, was die Herstellung sehr aufwändig macht.

Die Duftfamilien
Die florale Duftfamilie riecht, wie der Name schon sagt, sehr blumig. Jasmin, Rose und Veilchen sind die beliebtesten Duftcharaktere dieser Klasse. Orientalische Düfte gelten als sehr sinnlich. Hier stehen meist pudrige Duftnoten oder Vanille im Vordergrund. Zu den Zitrusdüften zählen frische sommerliche Kreationen. Die Cypre-Familie bezeichnet die harmonische Vereinigung von kontrastierenden Duftstoffen, wie zum Beispiel blumig-moosig. Der Name dieser Gruppe stammt von einem Duft aus dem Jahr 1917, den Francois Coty hergestellt hatte. „Coty“ ist bis heute einer der größten Parfumhersteller. Fougère-Düfte sind oft besonders maskulin und aromatisch. Dazu gehören Charaktere wie Rosmarin und Lavendel. Diese werden allerdings meistens für Herren-Düfte verwendet.

Parfumflakon aus Glas

Ein ungeöffnetes Parfum hält etwa
sechs Monate.

Die Duftnoten
Die Art, wie sich ein Parfum entfaltet, ist in verschiedene Kategorien eingeteilt. Hier spricht man von den verschiedenen Duftnoten. Die Kopfnote bezeichnet den ersten Eindruck eines Duftes. In der Regel ist dieser Geruch nur wenige Minuten wahrnehmbar. Als Kopfnoten werden oft Zitrusdüfte verwendet. Diese verfliegen besonders schnell. Die Herznote ist die „Seele“ eines Parfums. Sie riecht länger und milder. Nach circa anderthalb Stunden ist der oft blumige Duft verflogen. Erst zuletzt kommt die Basisnote zum Vorschein. Sie gilt als Fundament eines Duftes und hält besonders lange. Erst nach mehreren Stunden ist ihr Geruch verflogen.

Aufgrund der verschiedenen Duftnoten ist es wichtig, sich Zeit für den Parfumkauf zu nehmen. Der Duft muss sich in Ruhe entfalten, bevor man den entgültigen Geruch wahrnehmen kann. Außerdem ist es wichtig, ein Parfum immer auf der eigenen Haut zu testen. Hautbeschaffenheit, Ernährungs- und Lebensgewohnheiten sowie der Hormonhaushalt beeinflussen den Duft eines Parfums.

Aufbewahrungs-Tipps
Ein Parfum ist in der Regel verschlossen mindestens 24 Monate haltbar. Es sollte dabei immer dunkel und bei Zimmertemperatur gelagert werden. Wenn es angebrochen ist, kann man das Parfum für mehr als sechs Monate verwenden. Farbe, Konsistenz und Geruch verraten Euch, ob Ihr das Parfum noch benutzen könnt. Wenn sich die Farbe verändert oder das Parfum dickflüssiger wird, solltet Ihr es nicht mehr benutzen.

Kleine Anwendungskunde
Das A und O bei der Verwendung von Parfum ist die Konzentration. Es gibt nur einen schmalen Grat zwischen dezent und aufdringlich. Man will gut riechen, darf aber andere nicht mit dem Geruch belästigen. Ein Parfum sollte nur sparsam an den Pulspunkten (am Handgelenk, hinter den Ohren oder am Hals) aufgetragen werden. Mit einem Eau de Toilette könnt Ihr ruhig ein bisschen mutiger sein. Für den Sommerduft eignen sich besonders blumig-frische Düfte, zu Abendanlässen oder im Winter sind pudrige Düfte erlaubt.

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