Entspannung

Massage: Anleitung für Anfänger

Massage: Anleitung für Anfänger

Was ist nach einem harten Arbeitstag entspannender als eine lange, ausgedehnte Massage? Um dem Alltagsstress zu entkommen, gönnen wir uns gerne diesen kleinen Luxus, schalten ab und lassen die Seele baumeln. Wenn es aber darum geht, selbst aktiv zu werden und jemand anderem zu diesem Moment der Ruhe und Entspannung zu verhelfen, schrecken viele erst mal zurück. Aus Angst, die Leiden mit linkischen Handgriffen noch zu verschlimmern, lassen sie lieber die Finger von der verspannten Nackenmuskulatur. Aber jemanden mit einer genussvollen Massage zu verwöhnen, ist leichter, als man denkt.

Frau massiert Mann
Eine Massage bringt Entspannung

Der Partner sollte auf einem Untergrund liegen, der bequem, aber nicht zu weich ist. Zum Einreiben empfiehlt sich Jasmin- oder Mandelöl, je nachdem, was dem anderen gefällt. Allgemein gilt: Der Liegende soll die Massage als angenehm empfinden. Fragt also ab und zu nach, ob Ihr fester, schneller, langsamer oder eine andere Stelle massieren sollt. Grundsätzlich gilt: Bei Entzündungen oder Hautausschlägen sollte unbedingt auf eine Massage verzichtet werden. Man sollte auch darauf achten, dass die Hände und das Öl warm sind, denn das ist angenehmer und regt die Durchblutung besser an.

Rückenmassage: Verschiedene Griffe

Anfang und Ende der Rückenassage macht normalerweise die sogenannte "Effleurage". Dazu streicht man den Rücken entlang, von unten nach oben zum Halsansatz oder über die Oberarme, und dann wieder nach unten. Sie ist übrigens auch eine gute Übergangslösung, wenn man grade mal nicht weiter weiß. Ansonsten kann die Haut mit den Fingern, den Fingerspitzen, Daumen oder Handballen geknetet, gewalkt und gerieben werden. Das „Klopfen“ ist nicht jedermanns Sache.

Rückenmassage: Fünf goldene Regeln für den vollendeten Genuss

1. Die Wirbelsäule ist tabu!
Druck darf weder auf Knochen noch auf die Nieren ausgeübt werden, denn das kann für den Liegenden sehr schmerzhaft sein.

2. Ein guter Trick ist, sich in den Partner hineinzuversetzen. Man kann sich überlegen, was einem jetzt selbst guttun würde oder wo die Massage jetzt am angenehmsten wäre – das kann auch beim Anderen nicht falsch sein.

3. Nur keine Hektik!
Für den Liegenden ist es kein besonderer Genuss, wenn die Bewegungen zu schnell und flüchtig ausgeführt werden. Eine gute Massage lebt von langsamen, tiefen und festen Bewegungen in einem gleichmäßigen Rhythmus. Am besten wiederholt man jeden Griff drei bis fünf Mal und versucht, es selbst zu genießen, die andere Person zu verwöhnen.

4. Symmetrie ist alles
Wichtig ist auch, symmetrisch zu arbeiten, d.h. an der rechten Schulter werden dieselben Griffe in der gleichen Reihenfolge angewendet wie an der linken.

5. Die Massage ist nicht nur auf den Rücken beschränkt
Die Schultern sollte man unbedingt miteinbeziehen, genauso den Nacken und die Kopfhaut. Hier ist man oft besonders verspannt, ohne es zu merken. Je nach Lust, Laune und Zeitlimit kann man die Griffe auf Ober-, Unterarme und Hände ausdehnen. Dabei darf man den einzelnen Fingern, den Handflächen und -Gelenken besondere Aufmerksamkeit schenken.

Wer es besonders gut meint…

…gibt als kleines Extra noch eine Gesichtsmassage dazu. Sie ist besonders entspannend und hilft gegen kleine Fältchen auf der Stirn. Man streicht mit den Handflächen von der Nase über die Wangen in Richtung der Ohren. Dann wird mit den Fingern die Stirn von der Nasenwurzel bis hin zum Haaransatz glattgezogen, und die Augenbrauen werden von innen nach außen geknetet. Zum Abschluss kann man sanft mit den Fingern über das ganze Gesicht trommeln. Ein kleiner Geheimtipp ist übrigens noch die Ohrmuschel, die zum Ohrläppchen hin durchgeknetet wird.

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