Atembeschwerden nach Wunschkaiserschnitt

Lungenspezialisten berichten

Atembeschwerden nach Wunschkaiserschnitt

Der Trend hin zu Wunschkaiserschnitten wird immer verbreiteter. Lungenspezialisten gaben jetzt bekannt, dass Babys nach einem Wunschkaiserschnitt mit Atemproblemen kämpfen können.

Viele werdende Eltern entscheiden sich heute für einen Wunschkaiserschnitt. So können sie die Geburt besser planen und gegebenenfalls einen Wunschtermin wählen. Ungefähr jedes dritte Kind kommt inzwischen per Kaiserschnitt zur Welt. Findet der Eingriff auf Wunsch der Eltern und ohne medizinische Indikation statt, spricht man in der Medizin von einer ‚Geburt ohne Not’. Auch Krankenhäuser sehen durchaus positive Aspekte in dieser Entwicklung. Durch einen Wunschkaiserschnitt lässt sich der Eingriff besser planen und vorbereiten. Die Auslastung der Krankenhauskapazitäten wird dadurch vorhersagbarer und die Gegebenheiten vor Ort können optimal auf die Geburt des Kindes und eine gegebenenfalls notwendige Nachsorge vorbereitet werden. Es gibt allerdings auch kritische Stimmen. So komme es nach Angaben von Ärzten bei einem Kaiserschnitt fünfmal öfter zu Komplikationen. Häufig ist es dabei notwendig, das Kind unmittelbar nach der Geburt mit Sauerstoff zu versorgen oder sogar künstlich zu beatmen.

Ein Kaiserschnitt muss nicht mehr medizinisch indiziert sein.

Der Trend zum Wunschkaiserschnitt ist immer verbreiteter.


Wunschkaiserschnitt: Babys fällt das Atmen schwer

Lungenärzte der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) weisen darauf hin, dass sich Babys, die per Wunschkaiserschnitt zur Welt kommen, häufig mit den ersten Atemzügen schwerer tun. Außerdem können Atemprobleme länger anhalten als bei Babys, die auf natürlichem Wege oder durch eine Notgeburt geboren werden. Nach Angaben der Spezialisten treten diese Phänomene auch auf, wenn der Wunschkaiserschnitt zeitlich sehr nah am errechneten Geburtstermin durchgeführt wird. Eine Erklärung sehen die Lungenärzte im hormonellen Bereich. Bei einer Geburt durch Einsetzen der Wehen werde bei der Mutter das Stresshormon Katecholamin freigesetzt. Dies gelte sowohl für eine vaginale Geburt als auch für einen Notkaiserschnitt. Die Ausschüttung des Hormons wird durch die Wehenschmerzen ausgelöst. Das Katecholamin ist nach Meinung der Lungenärzte förderlich für die Entfaltung der kindlichen Lunge, wodurch die Aufnahme der selbständigen Atmung nach der Geburt erleichtert wird.

Babys, die per Wunschkaiserschnitt geboren werden, neigen unmittelbar nach der Geburt zu Atemproblemen. Dies gaben Lungenärzte der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) bekannt. Einen Zusammenhang sehen die Mediziner dabei mit dem Stresshormon Katecholamin, das die Mutter schmerzbedingt bei einer Geburt nach dem Einsetzen der Wehen ausschüttet.

Bildquelle: dreamstime.com


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