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Stillpositionen

Stillpositionen ausprobieren

Stillpositionen

Stillen ist die natürlichste Sache der Welt, doch nur weil etwas natürlich ist, heißt das noch lange nicht, dass es auch einfach sein muss. Schließlich gibt es vom richtigen Anlegen bis hin zu den geeigneten Stillpositionen viel zu beachten.

Auch wenn viele Frauen während Deiner Schwangerschaft behaupten werden, dass Stillen sehr einfach sei – schließlich weiß das Baby, was es machen muss und Mamis wissen sowieso auf Anhieb immer, was das Beste für ihr Baby ist – kann es selbstverständlich zu vielen Problemen kommen, an die Du vorher vielleicht gar nicht gedacht hast. Wichtig ist, dass Du weißt, dass Du mit diesen Problemen nicht alleine dastehst und dass sie sich in der Regel mit ein wenig Geduld lösen lassen. Der Besuch einer Stillberaterin ist natürlich immer angeraten. Diese kann Dir verschiedene Stillpositionen und Tipps für das Anlegen geben, wenn es einfach gar nicht klappen möchte. Doch für den Anfang kannst Du auch versuchen, die Probleme kurzzeitig selbst anzugehen. Oftmals liegt der Grund, weshalb es mit dem Stillen einfach nicht klappen will, nämlich einfach an der falschen Position. Dabei gibt es viele Stillpositionen, die Du mit Deinem Baby ausprobieren kannst. In einigen Fällen hilft dies bereits, um die Milch wieder zum Fließen zu bringen.

Mother breast feeding her baby girl at home
Unterschiedliche Stillpositionen können bei Stillproblemen Abhilfe schaffen.

Der Klassiker unter den Stillpositionen: die Wiegehaltung

Wenn Du unter den vielen Stillpositionen nach einer geeigneten suchst, wird Dir wohl als erstes die Wiegehaltung auffallen. Diese ist der absolute Klassiker und wird von dem Großteil der Mamis praktiziert. Hierbei liegt Dein Baby, wie wenn Du es in Deinen Armen wiegst. Sein Kopf liegt leicht in Deiner Armbeuge auf der Seite, auf der Du auch stillst. Dein Arm unterstützt hierbei Nacken, Rücken und Po Deines Babys, Gesicht und Bauch zeigen zu Dir. Da Dein Arm das meiste Gewicht Deines Kleinen hält, ist es gut, nur dort in dieser Position zu stillen, wo Du genug Unterstützung in Form von Kissen oder einer Couchlehne hast. Beachten musst Du beim Klassiker unter den Stillpositionen nur, dass Du Dich nicht nach vorne lehnen solltest, um Rückenschmerzen möglichst zu vermeiden. Am besten legst Du Deine Beine hoch, sodass Du nicht in Versuchung gerätst, Dich doch nach vorne zu beugen. Solltest Du einen Kaiserschnitt gehabt haben, ist es ratsam, eher auf eine andere Position auszuweichen. In dieser klassischen Position wird Dein Bauch sonst zu stark belastet.

Stillpositionen nach einem Kaiserschnitt

Stillpositionen gibt es viele, doch nicht in jeder Situation ist auch jede geeignet. Gerade wenn Du einen Kaiserschnitt hattest, sind die klassischen Positionen, bei denen Du Dein Baby vor dem Bauch hälst, nicht unbedingt ideal, weil sie Deine noch frische Narbe zu stark belasten. Da Du bei einem Kaiserschnitt in der Anfangszeit vermutlich auch ans Bett gebunden sein wirst und Dich viel ausruhen musst, ist es gut auf eine liegende Position auszuweichen. Hierfür legst Du Dich und Dein Baby auf die Seite, sodass ihr einander anguckt und führst es sanft an Deine Brust heran. Wichtig ist wie bei allen Stillpositionen, dass Du Dich nicht nach vorne beugst, sondern bequem auf der Seite liegst. Auch Dein Baby sollte sich nicht nach Deiner Brust strecken müssen. Ideal ist es deswegen, wenn Du für Euch beide ein kleines Fort aus Kissen baust, dass Euch umschließt. So liegst Du mit Deinem Baby bequem und das Stillen wird sehr viel leichter fallen. Gut geeignet ist diese Position im Übrigen auch für das nächtliche Stillen. Sofern Dein Baby mit Dir in einem Bett schläft oder in einem Beistellbettchen musst Du hierfür nicht einmal aufstehen. Es reicht wenn Du Dein Kleines zu Dir ziehst und es kurz anlegst. So müssen beide Seiten nicht einmal richtig aufwachen, um nachts zu stillen.

Geeignete Stillpositionen für Zwillinge

Doch nicht nur der Kaiserschnitt kann bei den meisten Stillpositionen für Schwierigkeiten sorgen, auch Zwillinge stellen Mamis in dieser Hinsicht vor Probleme. Die klassische Wiegehaltung ist bei zwei Kindern gleichzeitig oft schwer zu realisieren. Am besten geeignet ist hierfür der Rückengriff. Hierbei klemmst Du Dir beide Babys jeweils unter einen Arm, sodass die Füße in Richtung Deines Rückens unter den Armen her verlaufen. Zwei Kissen sollten bei dieser Position auf jeden Fall bereit liegen, auf die Du die Babys sowie Deine Arme bequem abstützen kannst. Die Rückenhaltung ist im Gegensatz zu anderen Stillpositionen allerdings auch besser, wenn Du sehr große Brüste hast. So fällt Dir das Anlegen oft leichter als in den klassischen Haltungen.

Das solltest Du bei allen Stillpositionen beachten

Trotz der vielen verschiedenen Stillpositionen gibt es einige Dinge, die Du bei allen gleichermaßen beachten solltest. So ist es wichtig, dass Du immer gut sitzt. Ein Stuhl mit Lehnen oder ein paar Kissen unter Deinen Armen können Dich gut beim Stillen unterstützen und schaffen eine entspannte Atmosphäre. Darüber hinaus solltest Du gerade am Anfang darauf achten, dass Deine Beine hoch liegen. Dies ist vor allem wichtig, damit Du Dich beim Stillen nicht nach vorne beugst und Deinem Baby immer weiter entgegen kommst. Diese Haltung kann nämlich zu schweren Rückenschmerzen führen. Für das Anlegen an sich ist es wichtig, dass Du das Baby stets zur Brustwarze führst und nie umgekehrt. Gut ist, wenn Du Deine Brust immer mit einer Hand stabilisierst, da Du Dein Baby so besser führen kannst. Sollte es trotzdem nicht so richtig klappen, kann es helfen, die Stillpositionen immer mal wieder zu wechseln, bis Du eine findest, die Dir und Deinem Baby gleichermaßen zusagt.

Wenn Du Dich dazu entschließt, Dein Baby zu stillen, gibt es viele verschiedene Stillpositionen, die Du ausprobieren kannst. Einige sind für jeden geeignet, auf andere kannst Du hingegen speziell dann zurückgreifen, wenn Du eine Mehrlingsgeburt hattest oder Dein Kind per Kaiserschnitt geholt wurde. Wichtig ist nur, dass die Stillposition Dir und Deinem Baby zusagt.

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