Baby wird von Mutter gestillt
Jessica Kühneam 15.10.2018

Es ist eins der ersten und wichtigsten Themen, mit dem sich jede Frau während ihrer Schwangerschaft beschäftigen muss: Das Stillen. Laut einer neuen Studie der Cass Business School hat Muttermilch einen ganz Besonderen Einfluss auf Babys. Denn Menschen, die früher gestillt wurden, profitieren ihr Leben lang davon.

Stillen ist Liebe heißt es immer. Und in der Tat stärkt Stillen nicht nur die Mutter-Kind-Bindung, sondern fördert auch die Rückbildung der Gebärmutter nach der Geburt. Babys, die Muttermilch bekommen erhalten alle wertvollen Nährstoffe sowie wichtige Immunstoffe gegen eine Vielzahl an Krankheiten. Laut einer Studie der Queen’s University Belfast in Zusammenarbeit mit dem University College Dublin, dem University College London und der Cass Business School überwiegen aber nicht nur die gesundheitlichen Faktoren. Stillkinder haben auch wirtschaftliche und kognitive Vorteile. Und zwar: Das ganze Leben lang!

Gestillte Babys verdienen mehr

Bei der Studie wurden mehr als 9000 Babys aus England, Wales und Schottland von ihrer Geburt an bis ins Erwachsenenalter begleitet. Die Forscher fanden nicht nur heraus, dass Erwachsene, die früher gestillt wurden, im Alter von 50 Jahren ein 10 Prozent höheres Haushaltseinkommen hatten, sondern auch bei Gedächtnistests bessere Ergebnisse erzielten.

Ziel der Studie ist es vor allen Dingen, die Anzahl gestillter Babys im Vereinigten Königreich zu erhöhen. Im internationalen Vergleich, besonders mit Deutschland, stillen nur wenige britische Mütter. Das liegt zum einen daran, dass dort das Stillen in der Öffentlichkeit absolut tabu ist. Ein weiterer Punkt ist, dass es kaum Stillberaterinnen und damit auch keine Hilfe für frischegebackene Mütter gibt. In der Regel müssen Mütter in England auch nach sechs Monaten wieder zur Arbeit zurück und wählen daher von Anfang an die künstliche Muttermilch.

Diese Studie könnte auch Anlass geben, mehr öffentliche Gesundheitskampagnen für eine Erhöhung der Stillraten ins Leben zu rufen. Bislang waren solche Kampagnen für Staat und Land zu teuer, aber mit dem Anstieg der stillenden Frauen würde potential auch das Einkommen der Bevölkerung und damit auch der Steuerzahlungen steigen. Dr. Mark McGovern, Forscher der Queen’s Management School erklärt: „Unsere bisherigen Ergebnisse der Studie zeigen, dass, wenn mehr Babys gestillt werden, sich die für Gesundheitskampagnen investierten Mittel mit hoher Wahrscheinlichkeit deutlich rentieren.“

Das hätten Mütter gerne vor dem ersten Kind gewusst

Was sagst du zu der Studie? Hast du dein Kind gestillt oder bist du vielleicht gerade schwanger und überlegst, was das Richtige für dich und dein Baby ist? Oder hat das Stillen bei dir vielleicht einfach nicht geklappt? Erzähle uns gerne von deinen Erfahrungen hier in den Kommentaren oder bei Facebook.

Bildquelle:

istock/golubovy


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