Familienpolitik hat wenig Einfluss

Kinderwunsch

Familienpolitik hat wenig Einfluss

Junge Paare machen ihr Kinderglück nicht von der Familienpolitik abhängig. Das zeigt eine Stellungnahme zum demografischen Wandel.

Wissenschaftler fanden heraus, dass die Familienpolitik die Entscheidung für ein Kind nicht beeinflusst. Katharina Spieß vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) erklärte, dass es ein Mythos sei, dass einzelne familienpolitische Entscheidungen Einfluss auf die Geburtenrate hätten. Die Arbeitsgruppe „Zukunft mit Kindern – Fertilität und gesellschaftliche Entwicklung“ hatte eine Stellungnahme zum demografischen Wandel vorgelegt. Bei der Studie wurde die Situation in Deutschland, Österreich und der Schweiz untersucht.

Ergebnisse zur Familienpolitik-Studie

Laut der Studie gibt es keinen kausalen Zusammenhang zwischen Familienpolitik und der Entscheidung junger Paare für Nachwuchs. Die Familienpolitik könne lediglich einen Beitrag zur Entscheidung leisten. Konkrete Wirkungen der Familienpolitik hängen stark von regionalen und wirtschaftlichen Faktoren ab. Die Wirkungen seien außerdem eher langfristig als kurzfristig. Eltern werden bei ihrer Entscheidung für ein Kind vor allem von den Wahlmöglichkeiten zwischen Geld, Infrastruktur und Zeit beeinflusst.

Familienpolitik in Deutschland

Bei der Familienplanung junger Paare spielt die Familienpolitik keine große Rolle


Die Wissenschaftler empfehlen, Frauen auf die Entscheidung für ein Kind mit gezielter Aufklärung vorzubereiten, denn viele Jugendliche seien nicht hinreichend über den Zusammenhang von Sexualität und Fruchtbarkeit informiert. Damit sich Eltern und Kinder in der Gesellschaft wohl fühlen, solle die gemeinsame Familienzeit wie ein Familienzeitkredit über den ganzen Lebenslauf hinweg abgesichert sein. Die Autoren fordern außerdem eine transparente, unbürokratische und verlässliche Kindergrundsicherung vom Staat.

Familienministerin Kristina Schröder (CDU) äußerte sich ebenfalls zu den Ergebnissen: Es sei für sie schon immer klar gewesen, dass staatliche Leistungen wie das Elterngeld nicht automatisch zu mehr Geburten führten. Die Politik müsse auch über direkte Geldleistungen hinaus ein breites Angebot machen, um die Entscheidung der Eltern für ein Kind zu beeinflussen.

Einzelne Entscheidungen in der Familienpolitik, wie das Elterngeld, bringen nicht unbedingt mehr junge Paare dazu, sich für ein Kind zu entscheiden. Dabei spielen viele verschiedene Faktoren eine Rolle.

Bildquelle: grublee/dreamstime.com


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