Jugendlichen geht es schlechter

Die Bilanz der 45. Sitzung der UN-Kommission zur Bevölkerungsentwicklung ist erschreckend: Der Jugend geht es immer schlechter. Drogen, Geschlechtskrankheiten und psychische Störungen stellen eine immer größere Gefahr für Jugendliche dar.

Insgesamt gibt es rund 18 Milliarden Jugendliche zwischen zehn und 24 Jahren auf der Welt. Deren Belange sind bisher bei den Sitzungen der UN-Kommission zur Bevölkerungsentwicklung hinter Problemen der Trinkwasserversorgung und einer ungleich verteilten Schulbildung zurückgeblieben. Wie die Berliner Morgenpost berichtet, stand bisher die Verbesserung der Lebenssituation von Kindern im Vordergrund dieser Treffen. Dabei sind die Probleme, mit denen Jugendliche zu kämpfen haben, oft viel schwieriger zu lösen. Junge Leute entwickeln oft durch äußere Einflüsse wie Armut und Diskriminierung ein Verhalten, das ihrer eigenen Gesundheit schadet. Immermehr Jugendliche sind anfällig für Suchtkrankheiten oder stecken sich mit Geschlechtskrankheiten wie HIV, Tripper und Syphilis an. Dies liegt häufig auch an einer mangelnden sexuellen Aufklärung.

Medien haben einen schlechten Einfluss auf Jugendliche

Es gibt kaum jemanden, der heutzutage keinen Zugang zu Medien hat. Besonders das Internet ermöglicht es der Industrie, die Menschen, und damit natürlich auch Jugendliche, zu erreichen. Diese kommen durch das World Wide Web zum Beispiel viel einfacher und früher mit Sexualität in Kontakt, als zu Zeiten in denen sie noch „Doktor Sommer“ befragen mussten. Welche Auswirkungen das auf Jugendliche hat, ist leider noch nicht genau abschätzbar. Was jedoch bereits deutlich wird, ist der Einfluss der Zigarettenindustrie. Zwar nimmt der Absatz von Zigaretten in Industrienationen auch bei Jugendlichen stark ab, doch weltweit betrachtet, werden mehr Zigaretten verkauft als jemals zuvor. Das bedeutet, dass gerade in der zweiten und dritten Welt immer mehr geraucht wird. Laut der Berliner Morgenpost sind besonders weibliche Jugendliche von diesem Trend betroffen, da die Zigarettenindustrie mittlerweile mit jungen Mädchen, anstatt wie früher mit Cowboys, wirbt.

Viele Jugendliche leiden an Übergewicht

Immer mehr Jugendliche sind stark übergewichtig. Dem kann auch eine auf gute Ernährung ausgerichtete Gesundheitspolitik kaum entgegenwirken. Der Grund hierfür liegt darin, dass die Jugendlichen häufig bereits von Zuhause aus schlechte Ernährung, wie Fastfood und Süßigkeiten, gewöhnt sind. Eine Möglichkeit, das Übergewicht einzudämmen, wäre laut Kurt Ullrich, Leiter der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin in Hamburg, weniger fernzusehen. “Die Reduktion der Fernsehzeit führt zu einem ähnlichen Gewichtsverlust wie eine strenge Diät”, so der Experte.

Jugendlicher mit traurigem Blick

Viele Jugendliche können mit Stress, Armut und Gewalt nicht umgehen und verfallen in Depressionen.


Immer mehr Jugendliche begehen Selbstmord

Einflüsse wie Stress, Armut und Gewalt, denen Jugendliche heute oft ausgesetzt sind, führen bei den jungen Leuten immer häufiger zu Suchterkrankungen und anderen psychischen Störungen. Natürlich endet nicht jede Depression in einem Suizidversuch, doch gerade in ärmeren Ländern, in denen es für solche Erkrankungen kaum Behandlungsmöglichkeiten gibt, ist die Selbstmordrate bei Jugendlichen erschreckend hoch.

Kranke Jugendliche werden keine vollwertigen Mitglieder der Gesellschaft

Auch für die Zukunft der Gesellschaft verheißt die schlechte Lage der Jugendlichen nichts Gutes. Es ist unwahrscheinlich, dass kranke Jugendliche ohne Unterstützung zu gesunden Erwachsenen heranreifen und zu vollwertigen Mitgliedern der Gesellschaft werden, die ihren Teil zum gemeinschaftlichen Leben beitragen können. Deshalb ist es wichtig, dass Jugendliche nicht mit ihren Problemen alleingelassen, sondern von der Gesellschaft unterstützt werden.

Jugendliche sind in der heutigen Zeit durch Medien- und Drogeneinfluss, sowie körperliche und geistige Krankheiten gefährdet. Damit sie trotzdem zu vollwertigen Erwachsenen heranreifen können, brauchen sie die Unterstützung der Gesellschaft.

Bildquelle: Andrey Shadrin/Dreamstime


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Was denkst du?

  • evafreud am 06.09.2012 um 12:55 Uhr

    Das ist wirklich richtig schlimm, dass die Probleme bereits bei Jugendlichen so schlimm sind. Man wird noch früh genug erwachsen. Die Jugendlichen stehen einfach zu sehr von der Gesellschaft unter Druck.

    Antworten
  • oemellie am 08.06.2012 um 18:30 Uhr

    Ja, wenn man schon im Jugendalter nicht so richtig gut zurecht kommt, ändert sich das selten später. Traurig.

    Antworten