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Paukenerguss behandeln

Folgeinfektion

Paukenerguss behandeln

Kinder werden im Schnitt wesentlich häufiger krank als Erwachsene. Dies liegt unter anderem daran, dass einige Infekte weitere auslösen können, die dann ebenfalls für Probleme sorgen. Eine dieser Folgeinfektionen ist der sogenannte Paukenerguss.

Als Paukenerguss wird eine Flüssigkeitsansammlung im Mittelohr (Paukenhöhle) bezeichnet, die meist nach einer vorherigen Erkrankung auftritt. Durch eine Infektion des Rachenraums können Keime insbesondere bei Kindern sehr schnell ins Ohr gelangen und dort Probleme verursachen. Die häufigste Ursache von einem Paukenerguss bei Kindern ist die Mittelohrentzündung. Diese tritt bei Kindern häufiger auf als bei Erwachsenen, da die Eustachi-Röhre bei den Kleinen noch sehr kurz und weit ist. Die Röhre verbindet den Rachenraum mit dem Mittelohr. Durch sie können daher Keime bei Kindern besonders gut ins Ohr gelangen und für Infektionen sorgen.

Paukenerguss: Mädchen beim Ohrenarzt
Ein Paukenerguss verschwindet in der Regel von selbst. Nach zwei Wochen solltest Du jedoch einen Ohrenarzt aufsuchen.

Paukenerguss: So macht er sich bemerkbar!

Den Paukenerguss wirst Du bei Kindern, die bereits sprechen können, schnell bemerken. Dein Liebling wird nämlich über einen deutlichen Hörverlust klagen. Das betroffene Ohr fühlt sich dabei an, als wäre es mit Watte vollgestopft, so ähnlich wie bei einem Druckgefühl beim Fliegen zum Beispiel. Hierdurch kann Deinem Kind auch schwindelig werden. Schwieriger wird es, einen Paukenerguss festzustellen, wenn das Kind noch sehr klein ist, denn obwohl die Schwellung Schmerzen mit sich bringen kann, ist dies nicht unbedingt immer der Fall. Auch Babys können allerdings bereits an einer Mittelohrentzündung erkranken und daher auch einen Paukenerguss entwickeln. Du solltest also gerade nach einer Erkrankung Deines Babys besonders darauf achten, ob es auch normal auf Deine Stimme reagiert. Wenn nicht, gilt es, dringend einen Arzt aufzusuchen.

Komplikationen bei einem Paukenerguss

Auch wenn ein Paukenerguss nicht unbedingt dramatisch klingt, ist mit ihm dennoch nicht zu spaßen. In der Regel verschwindet er zwar von selbst wieder, doch in den Fällen, in denen dies nicht geschieht, ist eine Therapie dringend nötig, denn die möglichen Folgen können dramatisch sein. Vor allem bei kleinen Kindern kann ein länger anhaltender Paukenerguss zu einer deutlichen Verzögerung in der Sprachentwicklung führen, verursacht durch die deutliche Hörminderung. Auch bei älteren Kindern ist hiermit nicht zu spaßen, denn ein kurzzeitiger Verlust des Hörvermögens kann in der Schule zu Problemen führen. Darüber hinaus zieht ein unbehandelter Paukenerguss auch einige medizinische Probleme nach sich. So kann die Infektion im Laufe der Zeit auf weitere Teile des Ohr übergreifen und dort schwere Schäden verursachen, die zu einem weiteren Verlust des Gehörs führen. Im schlimmsten Fall ist es sogar möglich, dass die Infektion auf angrenzende Bereiche übergreift und somit sogar eine Hirnhautentzündung auslöst. Sollte der Paukenerguss also nicht nach wenigen Wochen von selbst abklingen, ist eine ärztliche Behandlung unbedingt erforderlich.

Paukenerguss: So sieht die Therapie aus!

In der Regel klingt ein Paukenerguss nach ein bis zwei Wochen ganz ohne Behandlung von selbst ab. In einigen Fällen, wenn die Flüssigkeit besonders zäh ist und nicht von alleine ablaufen kann, ist jedoch eine Therapie notwendig, da sonst die Hörminderung chronisch werden kann. Sollte die Flüssigkeitsansammlung also nach zwei Wochen nicht verschwunden sein, ist es ratsam, mit Deinem Kind einen HNO-Arzt aufzusuchen. Dieser verschreibt Euch vermutlich Nasentropfen und einen Schleimlöser, damit die Infektion langsam abklingt. Hat Dein Kind noch weitere Infektionen, kann auch die Gabe von Antibiotika helfen. In den seltensten Fällen schafft jedoch auch dies keine Milderung der Symptome. Wenn das geschieht, solltest Du nach spätestens zwei Monaten eine Operation in Betracht ziehen. Hierbei wird in der betroffenen Stelle im Ohr ein kleiner Schnitt gemacht, durch den dann die Flüssigkeit abgesaugt wird. So kann Dein Schatz schon bald wieder ohne Einschränkungen hören.

Einem Paukenerguss vorbeugen

Obwohl es vielleicht zuerst komisch klingt, doch einem Paukenerguss kannst Du tatsächlich vorbeugen. Da dieser nämlich als Reaktion auf andere Krankheiten entsteht, wird er auch nicht auftreten, wenn Dein Kleines weniger erkrankt. Eine Vorbeugung lohnt sich dementsprechend auch nur, wenn Dein Kind tatsächlich sehr häufig krank wird und im Anschluss daran immer einen Paukenerguss erleidet. Doch warum werden Kinder so häufig krank? Grundsätzlich muss der Körper Deines Lieblings härter arbeiten als der von Erwachsenen, um Krankheiten fernzuhalten, da sein Immunsystem noch nicht völlig ausgereift ist. Dieses entwickelt sich erst im Laufe der Zeit und bildet sich weiter aus. Die Rachenmandeln helfen hierbei besonders mit, da sie, am oberen Ende des Rachens gelegen, dafür sorgen, dass die Keime nicht weiter in den Körper vordringen können. Je mehr die Mandeln jedoch arbeiten, desto größer werden sie, in etwa so wie dies bei Muskeln der Fall ist. Werden sie zu groß, verkehrt sich ihre eigentliche Aufgabe ins Gegenteil. Die vergrößerten Rachenmandeln werden zu einem Herd für Keime, die sich von hier aus weiter ausbreiten können. Vor allem Nase und Ohren sind betroffen, weshalb Dein Kind häufiger an Schnupfen, Husten und auch Mittelohrentzündungen, die zu Paukenergüssen führen, leidet. Trifft dies auf Dein Kind zu, spricht vieles dafür, die Rachenmandeln – auch Polypen genannt – entfernen zu lassen, um den Keimen keine Angriffsfläche mehr zu bieten.

Ein Paukenerguss ist eine Ansammlung von Flüssigkeit im Mittelohr, die bei Kindern häufig durch eine Mittelohrentzündung entsteht. In der Regel verschwindet er von alleine, doch kann er in einigen Fällen auch Probleme bereiten, die eine Behandlung nötig machen. Sollte er nach zwei Wochen nicht verschwunden sein, solltet Ihr einen HNO-Arzt aufsuchen.

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