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Kinergartenkonzept

Heilpädagogischer Kindergarten

Wenn Dein Kind alt genug ist, um in den Kindergarten zu gehen, stellt sich oft die Frage nach dem richtigen pädagogischen Konzept. Soll es ein Regelkindergarten werden, ein Waldorfkindergarten oder ein Montessori Kindergarten? Sollte Dein Kind bestimmte Verhaltensauffälligkeiten zeigen oder in seiner geistigen oder körperlichen Entwicklung beeinträchtigt sein, ist ein heilpädagogischer Kindergarten oft die beste Wahl.

Heilpädagogischer Kindergarten – fördern und integrieren

Ein heilpädagogischer Kindergarten ist in erster Linie dann sinnvoll, wenn Dein Kind an bestimmten Verhaltensauffälligkeiten oder Verhaltensstörungen leidet. Doch auch wenn Dein Kleines einige geistige oder körperliche Beeinträchtigungen hat, solltest Du Dich nicht scheuen, eine spezielle Einrichtung aufzusuchen. Ein heilpädagogischer Kindergarten zeichnet sich nämlich durch eine besonders intensive Betreuung aus, durch die Dein Kind seine Defizite so weit es geht aufholen kann und anschließend lernt, mit ihnen zu leben. So wird an den Schwächen Deines Kindes gearbeitet, während gleichzeitig seine Stärken betont werden, mit dem Ziel, dass Dein Kind am Ende der Kindergartenzeit in der Lage ist, ohne großartige Probleme eine Regelschule zu besuchen.

Heilpädagogischer Kindergarten; Kinder beim Spielen
Ein heilpädagogischer Kindergarten fördert die Stärken Deines Kindes.

Was ist ein heilpädagogischer Kindergarten?

Ein heilpädagogischer Kindergarten beschäftigt sich in erster Linie mit der Erziehung und der Betreuung von körperlich behinderten Kindern sowie von Kindern, die emotional und geistig beeinträchtigt sind. Entgegen dem Namen soll ein heilpädagogischer Kindergarten jedoch nicht heilen. Dies ist bei einigen Beeinträchtigungen nicht einmal möglich. Vielmehr soll Dein Kind hier mit Hilfe der Betreuer an seinen Schwächen arbeiten sowie seine bereits vorhandenen Fähigkeiten weiter ausbauen und fördern. Am Ende des Kindergartens steht schließlich die Eingliederung in die Gesellschaft. Aus diesem Grund wird den Kindern hier auch geholfen, sich in alltäglichen Situationen zurechtzufinden, sodass ihnen ihre Behinderung oder Schwäche am Ende keine großartigen Probleme mehr bereitet.

Heilpädagogischer Kindergarten: Voraussetzungen der Betreuung

Wenn Dein Kind bestimmte Auffälligkeiten zeigt, ist ein heilpädagogischer Kindergarten möglicherweise die richtige Form der Betreuung. Doch nicht jede kleine Auffälligkeit braucht direkt eine besondere Art der Erziehung. Wenn Dir auffällt, dass Dein Kind sich grundlegend anders verhält als Kinder in seinem Alter oder wenn Dein Kind zum Beispiel an Sprach- oder Bewegungsstörungen leidet, solltest Du selbstverständlich als erstes einen Kinderarzt aufsuchen. Dieser wird Dich in der Regel an ein Sozialpädiatrisches Zentrum (SPZ) in Deiner Nähe weiterleiten. Sollte Dein Kind wirklich eine spezielle Förderung benötigen, wird diese in der Regel bereits vor dem Kindergartenalter im SPZ beginnen. Ein heilpädagogischer Kindergarten ist jedoch nicht nur für Kinder mit besonderen Schwächen gedacht, auch Kinder, die sich komplett normal entwickeln, finden hier in der Regel einen Platz. Ein Heilpädagogischer Kindergärten ist nämlich meistens auch ein integrativer Kindergarten. Dies bedeutet, dass dort gesunde und beeinträchtigte Kinder früh zusammengeführt werden. Auf diese Weise werden die Kinder, die spezielle Hilfe benötigen, von Beginn an in die Gesellschaft integriert. Bei den restlichen Kindern sorgt die Integration dafür, dass Vorurteile gegenüber Menschen, die anders sind, gar nicht erst aufkommen. So wird der Horizont beider Seiten vermischt, sodass alle davon profitieren.

Heilpädagogischer Kindergarten: Was ist anders?

Da ein heilpädagogischer Kindergarten den Kindern eine besonders intensive Betreuung ermöglichen muss, sind die Gruppen hier wesentlich kleiner als in einem Regelkindergarten. Während normale Gruppen in der Regel 20 bis 25 Kinder umfassen und eine Erzieherin somit für die Betreuung von über zehn Kindern zuständig ist, sind die Gruppen in einem heilpädagogischen Kindergarten auf 10 bis 15 Kinder bei zwei Erzieherinnen beschränkt. Darüber hinaus sind die Erzieherinnen hier nicht auf sich alleine gestellt. Aufgrund der besonderen Bedürfnisse der Kinder stehen hier auch noch Logopäden, Ergotherapeuten, Sozialpädagogen und Motopäden zur Verfügung, die entweder vom Kindergarten selbst angestellt sind oder ihre Praxen in der Nähe haben. Außerdem zeichnet sich ein heilpädagogischer Kindergarten dadurch aus, dass seine Räume so groß wie möglich sind, um den Kindern maximalen Bewegungsfreiraum zu bieten. Meist befindet sich im Kindergarten auch noch ein abgegrenzter Raum, der nur für den Mittagsschlaf reserviert ist, da in dieser Form des Kindergartens die Betreuung über Mittag in der Regel gang und gäbe ist.

Heilpädagogischer Kindergarten: Die Ziele

Ein heilpädagogischer Kindergarten hat das Ziel, an den Schwächen der Kinder zu arbeiten und gleichzeitig die bereits vorhandenen Stärken zu betonen. Dabei wird jedoch das Kind als Ganzes betrachtet. Auf die Motorik, Sprache sowie emotionale Erlebnisse wird bei jedem Kind individuell eingegangen. Die Förderung findet je nach Bedarf in der Gruppe, in kleineren Gruppen oder einzeln statt. Hierbei können sich die Erzieherinnen ganz nach Deinem Kind richten. Als Ziel steht am Ende der Kindergartenzeit die Integration in die Gesellschaft und in eine Regelschule. Ein heilpädagogischer Kindergarten dient jedoch auch dazu, allgemeine Vorurteile der Gesellschaft aus dem Weg zu räumen. Aus diesem Grund besuchen auch normal entwickelte Kinder diese Form des Kindergartens. Es soll bereits von Anfang an sichergestellt werden, dass in den Köpfen der Kinder keine künstliche Barriere entsteht, nur weil einige von ihnen eine besondere Betreuung benötigen. Außerdem sollen die eingeschränkten Kinder selbst auch die Interaktion mit völlig normal entwickelten Kindern als etwas Selbstverständliches ansehen, sodass sie bereits früh integriert werden und sich nicht ausgeschlossen fühlen.

Ein heilpädagogischer Kindergarten soll Deinem Kind eine Integration in die Gesellschaft ermöglichen, indem dort mögliche geistige, körperliche oder emotionale Schwächen behandelt und vorhandene Stärken gefördert werden. So soll Dein Kind letztlich lernen mit seinen besonderen Bedürfnissen besser umzugehen und im Idealfall den Wechsel auf eine Regelschule schaffen. Sollte Dir also etwas Ungewöhnliches an der Entwicklung Deines Kindes auffallen, scheue Dich nicht, einen Spezialisten aufzusuchen. Je früher mit der Förderung begonnen werden kann, desto besser sind die Aussichten auf Erfolg.

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