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Sprachprobleme

Sprachstörungen beim Kind

Sobald Dein Baby die ersten Wörter gesprochen hat, können sich auch Sprachstörungen bemerkbar machen. Diese haben in der Regel psychische Ursachen und können je nach Art sehr gut behandelt werden.

Charakteristisch für Sprachstörungen ist es, wenn Dein Kind die Laute nicht fließend und fehlerfrei artikulieren kann. Das kann passieren, wenn die hundert Muskeln, die für das Sprechen benötigt werden, nicht kooperieren können. Einerseits kann die Motorik des Sprachapparats Deines Schatzes gestört sein. In diesem Fall handelt es sich um eine Sprechstörung. Andererseits kann aber auch der Teil des Gehirns gestört sein, der für die Sprache zuständig ist, sodass die gedankliche Erzeugung von Sprache gestört ist. Diese Defizite werden dann als Sprachstörungen bezeichnet. Entwicklungsstörungen oder Krankheiten können hierfür verantwortlich sein.

Sprachstörungen: Mädchen beim Logopäden.
Sprachstörungen können Dein Kind seelisch stark belasten.

Welche Sprachstörungen gibt es?

Man unterscheidet zwischen verschiedenen Sprachstörungen. Es gibt die Sprachentwicklungsstörung, bei der die Fähigkeiten zu sprechen, nicht ausreichend ausgebildet sind. Zudem gibt es die Sprachabbau und -verlustsyndrome. Störungen der Schriftsprache und des Sprachverständnisses gehören ebenfalls zu den Sprachstörungen. Es kann sogar vorkommen, dass bei Deinem Kind die Sprachentwicklung völlig ausbleibt. Dies wird dann als Taubstummheit bezeichnet. Die Stummheit kann ebenfalls psychische oder physische Ursachen haben. In diesem Fall kann sich Dein Kind über die Lautsprache oder Gebärdensprache ausdrücken. Jedes Familienmitglied kann die Gebärdensprache erlernen, sodass das Kommunizieren für alle Beteiligten kein Problem mehr darstellt.

Sprachstörungen: Die Sprachentwicklungsstörung

Als Sprachentwicklungsstörung werden die Sprachstörungen bezeichnet, bei denen keine altersgemäße Sprachentwicklung stattfindet. Wenn bis zum 36. Lebensmonat eine zeitliche Abweichung von bis zu sechs Monaten oder mehr gegenüber der normalen Entwicklung besteht, spricht man von einer Sprachentwicklungsverzögerung. Die Gründe hierfür können medizinisch, genetisch oder auch psychisch sein. Obwohl bei Sprachstörungen in der Regel ein Logopäde die Therapie übernimmt, ist es in diesem Fall wichtig, dass körperliche Ursachen ausgeschlossen werden. So kann ein Hörtest ausschließen, dass Dein Kleines die Sprache einfach nicht gut genug versteht, um sie nachahmen und richtig aufnehmen zu können. Außerdem kann der Arzt die kognitive Entwicklung Deines Kindes abklären, um zu gucken, ob auch hier alles nach Plan verläuft.

Sprachstörungen: Sprachabbau und -verlustsyndrome

Eine besondere Form der Sprachstörungen sind die Sprachabbau und -verlustsyndrome. Diese stellen eine Besonderheit dar, da sie erst auftreten können, wenn die Sprachentwicklung bereits zu einem gewissen Grad abgeschlossen ist. Eine Aphasie kann zum Beispiel durch Verletzungen am Kopf zustande kommen, die eine Laision der linken Gehirnhälfte verursachen. Die davongetragenen Defizite können sich dann in allen Bereichen, wie Sprechen, Schreiben, Lesen und Verstehen, bemerkbar machen. Auch die Dysphasie gehört zu dieser Art der Sprachstörungen. Diese kommt auch durch eine Verletzung beziehungsweise bestimmte Tumore am Gehirn zustande. In diesem Fall ist jedoch nicht das Sprachsystem als solches gestört, sondern die Werkzeuge, die die Sprache bilden, also etwa das Gedächtnis oder die Aufmerksamkeitsspanne.

Sprachstörungen: Ausbleiben der Sprachentwicklung

Eine der gravierendsten Sprachstörungen überhaupt ist die Stummheit, also das komplette Ausbleiben der Sprachentwicklung. Die Stummheit kann bereits angeboren sein, sie kann jedoch auch die Ursache psychischer Erkrankungen wie Autismus sein oder aufgrund von körperlichen Defiziten entstehen. Eine spezielle Form der Stummheit ist der selektive Mutismus. So wird in der Kinder- und Jugendpsychologie das Sprechen mit nur bestimmten Personen bezeichnet. Dies hat in der Regel nicht nur psychische Ursachen, sondern geht meist mit bestimmten Auffälligkeiten und einem schwierigen Familienalltag einher. Das Schweigen gegenüber bestimmten Personen ist hier auch keinesfalls freiwillig. Vielmehr ist es tatsächlich so, dass betroffene Kinder schlicht nicht in der Lage sind, mit bestimmten Personen zu reden. Es handelt sich hierbei also tatsächlich um eine ernstzunehmende Krankheit, die mit Nicht-wollen in dem Sinne nichts zu tun hat. So kann der selektive Mutismus auch durchaus zu den Sprachstörungen gezählt werden, auch wenn er keine herkömmliche Form der Störung ist.

Die Behandlung von Sprachstörungen

Die erste Anlaufstelle für Dich und Dein sprachgestörtes Kind ist natürlich ein Logopäde. Dieser ist auf Sprachstörungen spezialisiert und weiß bestens Bescheid, wie Deinem Schatz geholfen werden kann. Ein Logopäde wird Dir sagen können, ob die Störung von ihm behandelt werden kann oder ob sie möglicherweise körperliche Ursachen hat, die über die Fähigkeiten des Sprachtherapeuten hinausgehen. Bei neurologischen und psychischen Auffälligkeiten kannst Du auch direkt Deinen Hausarzt aufsuchen, damit dieser sich die Lage einmal genauer anschaut. Auch der Besuch eines HNO-Arztes ist sinnvoll, bevor Du einen Logopäden aufsuchst. Viele Sprachstörungen sind nämlich auf ein schlechtes Gehör zurückzuführen. Solltest Du beim Logopäden bereits an der richtigen Adresse gewesen sein, wird dieser Dir empfehlen, mindestens einmal in der Woche zu ihm in eine Therapie zu gehen. Hierbei wird er zahlreiche Übungen mit Deinem Kind durchführen. Atmung und Sprechmotorik werden in einer 45-minütigen Sitzung trainiert. Unterstützend solltest Du mit Deinem Kind aber auch regelmäßig zu Hause üben. Außerdem musst Du darauf achten, dass Du selbst eine korrekte Aussprache hast und grammatisch richtiges Deutsch verwendest. Du musst Deinem Kind unbedingt als Vorbild dienen. Wichtig ist, dass Dein Kleines keine Ablehnung erfährt. Das hemmt Deinen Schatz nämlich in seiner Motivation, die Sprachstörung zu bekämpfen.

Sprachstörungen bezeichnet die Störungen, bei der der Teil des Gehirns betroffen ist, der für die Bildung der Sprache zuständig ist. Sie können diverse Ursachen haben, die es zu klären gilt, bevor Dein Kleines – in der Regel von einem Logopäden – therapiert werden kann.

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