Fruchtbarkeitsbehandlung mit Clomifen

Wenn die erhoffte Schwangerschaft ausbleibt, liegt dies bei einem großen Teil der Frauen oft an einer hormonellen Störung. Ein Medikament, welches in diesem Fall häufig zur Therapie verschrieben wird ist Clomifen. Es wird in erster Linie im Bereich der Fruchtbarkeitsbehandlungen eingesetzt und ist aufgrund seiner einfachen Einnahmeform und den hohen Erfolgsaussichten eines der am häufigsten eingesetzten Medikamente.

Unterstützung durch Clomifen

Clomifen ist ein Medikament, das in der Fruchtbarkeitsbehandlung oftmals zum Einsatz kommt. Es ist aufgrund seiner Einnahme in Tablettenform äußerst beliebt und bewirkt vielfach einen Eisprung. Der Wirkmechanismus selbst ist bis heute noch nicht vollständig geklärt, man geht jedoch davon aus, dass Clomifen den Östrogenwert im Blut senkt und so der Hirnanhangsdrüse mitteilt, dass etwas nicht stimmt, sodass diese mehr follikelstimulierende Hormone (FSH) und luteinisierende Hormone (LH) produziert. Diese regen die Funktion der Eierstöcke an und helfen dabei, einen Eisprung zu verursachen.

Für wen ist Clomifen sinnvoll?

Clomifen ist vor allem bei Frauen sinnvoll, die an einer Anovulation leiden, also keinen oder nur einen sehr unregelmäßigen Eisprung haben. In 85 Prozent der Fälle ist dies mit Medikamenten sehr gut behandelbar. Ein fehlender Eisprung ist in der Regel die Folge eines gestörten Hormonhaushalts. So wird bei einer Gelbkörperschwäche in etwa wenig Progesteron ausgeschüttet, doch auch zu viele männliche Hormone sind eine denkbare Ursache oder eine generelle Störung durch zu viel Stress. Da diverse Organe für die Produktion von Hormonen verantwortlich sind, müssen diese allesamt untersucht werden. Dies schließt sowohl den Hypothalamus, die Hirnanhängdrüse als auch Eierstöcke, Schilddrüse, Bauchspeicheldrüse und Nebenniere mit ein. Bei den meisten Fällen einer Anovulation kann eine Verabreichung von Clomifen helfen den Hormonhaushalt zu stabilisieren und einen Eisprung auszulösen.

Therapie mit Clomifen

Die Einnahme von Clomifen ist denkbar einfach. Das Medikament wird als Tablette im Normalfall vom fünften bis zum neunten oder vom dritten bis zum siebten Zyklustag verabreicht. Dieses Schema kann jedoch entsprechend dem Zyklus der Patientin angepasst werden. Bei einem eher kurzen Zyklus wird früher mit der Einnahme von Clomifen begonnen. Die Einnahme beginnt mit einer Dosierung von 25 bis 50 mg, die jedoch schrittweise bis 150 mg erhöht werden kann, sollte eine Reaktion der Eierstöcke ausbleiben. Mittlerweile ist bekannt, dass die Schwangerschaftsrate nach sechs Monaten deutlich abfällt, deshalb empfehlen die Gynäkologen selten mehr als sechs Therapiezyklen. Während der Therapie mit Clomifen wird die Folikelreifung in der Regel alle zwei Tage vom Frauenarzt kontrolliert, um zu überprüfen, ob sich bereits Eibläschen bilden. Auch vor und nach der Therapie finden Ultraschall-Untersuchungen statt, um den Verlauf und den potenziellen Erfolg der Behandlung im Vergleich zeigen. Bei dem abschließenden Ultraschall wird neben der Eizellreifung ebenfalls die Zahl der Eibläschen kontrolliert. So soll das Risiko von Mehrlingsschwangerschaften eingedämmt werden, das insbesondere bei Clomifen-Therapien mit einer Dosierung von über 50 mg vermehrt auftritt. Eine zusätzliche Blutabnahme ist ebenfalls sinnvoll, da so der Hormonhaushalt am besten überprüft werden kann.

Ein Arzt verabreicht Clomifen.

Clomifen kann helfen, einen Eisprung auszulösen.


Clomifen – ein Wundermittel?

Clomifen hört sich zunächst nach einem wahren Wundermittel in der Fruchtbarkeitsbehandlung an. Ist die Behandlung doch einfacher und unkomplzierter, als bei allen anderen Therapien. Doch auch hierbei darf nicht vergessen werden, dass es sich um eine hormonelle Behandlung handelt, die Nebenwirkungen hervorrufen kann. Da Clomifen eine antiöstrogene Wirkung besitzt, können typischen Wechseljahrs-Symptome als Nebenwirkungen auftreten. Hitzwallungen, Kopfschmerzen, depressive Verstimmungen. Sehstörungen bis hin zu Augenflimmern können selten vorkommen, sind aber ein Grund zur sofortigen Beendigung der Therapie. Ein weiterer Nebeneffekt ist, dass sich bei der Behandlung mit Clomifen häufiger Zysten bilden können als bei vergleichbaren Gonadotropinen-Therapien. Ein weiterer häufiger nicht zu unterschätzender Nebeneffekt ist auch die erhöhte Wahrscheinlichkeit auf Mehrlingsgeburten. Paare, die sich für eine Behandlung mit Clomifen entscheiden, sollten bedenken, dass bei dieser Methode in etwa jede fünfte Frau, bei der die Therapie anschlägt, am Ende mit Mehrlingen schwanger ist.

Erfolgsrate von Clomifen

Wie bei den meisten hormonellen Behandlungen, lassen sich auch bei der Clomifen-Therapie keine genauen Angaben über die Erfolgsrate machen. Denn es gibt zahlreiche Aspekte, die die Entstehung einer Schwangerschaft beeinflussen. Vor allem das Alter der Frau und das Spermiogramm des Mannes sind entscheidende Parameter, die den Verlauf einer Hormonbehandlung maßgeblich beeinflussen. Dennoch ist erwiesen, dass Clomifen einen Eisprung auslösen kann. Diese Tatsache und die relativ harmlosen Nebenwirkungen sind der Grund, dass das Medikament in der Fruchtbarkeitsbehandlung häufig als erstes Mittel gegen hormonelle Störungen verschrieben wird. Obwohl Clomifen demnach kein Wundermittel ohne Nebenwirkungen ist und auch nicht mit absoluter Sicherheit zu einer Schwangerschaft führt, ist es dennoch eine sehr gute Chance für Frauen mit hormonellen Störungen, sich ihren Kinderwunsch doch noch zu erfüllen.

Clomifen ist oft das erste Medikament, welches Ärzte verabreichen, wenn Frauen aufgrund hormoneller Ursachen keinen oder nur einen unregelmäßigen Eisprung haben. Es hilft dabei einen Eisprung zu verursachen und fördert die Follikelreifung. Dennoch solltest Du bedenken, dass Clomifen kein Wundermittel ist und nicht bei jeder Frau gleich wirkt. Möglicherweise braucht es einige Zeit, bis die Behandlung bei Dir anschlägt oder ein anderes Medikament ist für Dich eher geeignet.

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