Zyklusoptimierung

Wenn Du bislang erfolglos versucht hast, schwanger zu werden, können Zyklusstörungen die Ursache dafür sein. Mithilfe einer Zyklusoptimierung auf medikamentöser oder pflanzlicher Basis kannst Du die Entwicklung der Eibläschen fördern und den Eisprung anregen, sodass Deine Chancen auf eine Empfängnis deutlich steigen.

Mit einer Zyklusoptimierung die Fruchtbarkeit fördern

Der weibliche Zyklus spielt bei der Empfängnis eine entscheidende Rolle. Schließlich umfasst er die Eireifung im Eierstock, das Wachstum der Eibläschen und den Eisprung – entscheidende Faktoren für die weibliche Fruchtbarkeit. Wenn Du und Dein Partner Euch Kinder wünscht, und es bislang aber nicht mit der Schwangerschaft geklappt hat, ist die Zyklusoptimierung daher eine Methode, Eure Chancen auf eine Empfängnis wesentlich zu erhöhen. Zyklusprobleme sind meist durch Störungen im Eireifungsprozess und im Hormonhaushalt bedingt. Durch die Zyklusoptimierung, bei der entweder Tabletten, Spritzen oder pflanzliche Mittel zum Einsatz kommen, kannst Du diese Störungen beheben.

Zyklusoptimierung: Paar auf Sofa

Durch eine Zyklusoptimierung erhöhst Du Deine Chancen auf eine Schwangerschaft.


Zyklusoptimierung: Anregen der Eireifung

Ein sehr gängiges Medikament zur Zyklusoptimierung ist Clomifen. Es handelt sich hierbei um Tabletten, die die Eibläschenentwicklung unterstützen. Du kannst sie während der ersten Zyklushälfte für fünf bis zehn Tage einnehmen. Clomifen regt die Hirnanhangdrüse an, vermehrt das follikelstimulierende Hormon (FSH) zu produzieren und somit gleichzeitig die Produktion des eisprungauslösenden luteinisierenden Hormons (LH) zu verstärken. Zudem ist eine Zyklusoptimierung mit natürlichen Mitteln möglich. So fördert etwa die Pflanze Frauenmantel ebenfalls die Reifung der Eibläschen und die Östrogenbildung, wenn Du sie – zum Beispiel in Form eines Tees – in der ersten Zyklushälfte einnimmst. Auch in der zweiten Zyklushälfte hat Frauenmantel einen positiven Einfluss auf Deine Fruchtbarkeit, da das Kraut die Produktion des Gelbkörperhormons FSH anregt und somit die Einnistung des Eis in der Gebärmutter begünstigt. Welche Methode zur Förderung der Eireifung für Dich besser geeignet ist, solltest Du mit Deinem Arzt absprechen.

Zyklusoptimierung: Stimulieren der Eierstöcke

Wenn die Eierstöcke auf die im Rahmen der Zyklusoptimierung eingesetzten Medikamente zur Entwicklung der Eibläschen nicht reagieren, können Dir über eine Spritze die Gonadotropine LH und FSH zugeführt werden. LH und FSH sind Hormone der Hirnanhangdrüse, die direkt auf die Eierstöcke wirken und die Entwicklung der Follikel, also der Eibläschen, anregen. Die Gonadotropine werden nicht in Tablettenform eingenommen, sondern täglich in den Gesäßmuskel oder das Fettgewebe des Bauches injiziert. Du solltest bei dieser Form der Zyklusoptimierung jedoch beachten, dass die Gonadotropine zu einer Überstimulierung der Eierstöcke führen können, in deren Folge die Eierstöcke in größere Zysten umgewandelt werden. Daher ist es wichtig, dass Du die zu spritzende Dosis von Deinem Arzt festlegen lässt.

Zyklusoptimierung: Auslösen des Eisprungs

Wenn Deine Eierstöcke hormonell stimuliert werden, sind die gewünschte Anzahl an Eibläschen sowie die entsprechenden Hormonwerte nach einigen Tagen erreicht. Um im Zuge der Zyklusoptimierung den genauen Zeitpunkt Deines Eisprungs festzulegen, kann Dir Dein Arzt humanes Choriongonadotropin (hCG) spritzen, welches große Ähnlichkeit mit dem Schwangerschaftshormon und mit LH hat. Da die Hirnhangdrüse den erhöhten Östrogenspiegel erkennt, würde auch ohne die Zugabe von hCG der Eisprung stattfinden. Weil der Zeitpunkt des natürlichen Eisprungs jedoch nicht eng genug eingegrenzt werden kann, empfiehlt sich die Zyklusoptimierung mit der hCG-Spritze, denn der Eisprung findet in diesem Fall circa 36-42 Stunden nach der Gabe des Medikaments statt.

Zyklusoptimierung: Unterstützung der Gelbkörperphase

Das Hormon hCG kann bei der Zyklusoptimierung außerdem zur Unterstützung der Gelbkörperphase eingesetzt werden. Dies kann sowohl im Falle einer Gelbkörperschwäche als auch prophylaktisch geschehen. Im natürlichen Zyklus wird die Produktion des Gelbkörperhormons vom LH angeregt. Das Gelbkörperhormon wird vom Gelbkörper der Eizelle produziert und ist wichtig für die Einnistung des Embryos. Die Gabe von hCG unterstützt die Produktion dieses Hormons. Bei dieser Art der Zyklusoptimierung solltest Du jedoch beachten, dass die Zufuhr von hCG einen Schwangerschaftstest verfälschen kann, denn weil dieses Hormon nahezu identisch mit den Schwangerschaftshormon ist, ist es möglich, dass ein nach der Gabe von hCG zu früh durchgeführter Test Dir ein positives Ergebnis anzeigt, obwohl Du nicht schwanger bist. Daher solltest Du mindestens eine Woche warten, bevor Du zu einem Schwangerschaftstest greifst. Wenn Du Deinen Zyklus in der zweiten Hälfte mit einem natürlichen Mittel stabilisieren möchtest, empfiehlt sich die Einnahme von Mönchspfeffer, denn das Kraut fördert ebenfalls die Einnistung des Eis, indem es das Gelbkörperhormon unterstützt. Bevor Du den Mönchspfeffer einnimmst, solltest Du jedoch Rücksprache mit Deinem Arzt halten, da das Kraut sich nicht mit allen Medikamenten verträgt und bei bestimmten Krankheiten wie zum Beispiel Endometriose nicht eingenommen werden sollte. Zudem kann es in einigen Fällen zu Nebenwirkungen wie Durchfall, Ausschlägen und Übelkeit führen. Des Weiteren solltest Du beachten, dass Du den Mönchspfeffer mindestens sechs bis acht Wochen einnehmen musst, damit er seine Wirkung entfalten kann.

Falls Dein Kinderwunsch bisher unerfüllt geblieben ist, können Zyklusstörungen dafür verantwortlich sein. In diesem Fall kann eine Zyklusoptimierung Deine Chancen auf eine Schwangerschaft deutlich erhöhen. Die Stabilisierung Deines Zyklus kann sowohl auf medikamentöser als auch auf pflanzlicher Basis stattfinden. Dein Frauenarzt wird Dir sagen können, welche Form der Zyklusoptimierung am besten für Dich geeignet ist.


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