Kita: Mangel an Erziehern

Den Kitas fehlen die Erzieher. Mit verschiedensten Kampagnen versuchen sich daher die Bundesländer gegenseitig die wenigen Erzieher abzuwerben.

Ein akuter Mangel an Erziehern lässt momentan die Kitas verzweifeln. Norbert Hocke, Kita-Experte der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), bemängelt, dass die Politik auf diese heikle Situation nicht richtig reagieren würde. Trotz Werbemaßnahmen, die den Beruf des Erziehers insbesondere für Männer attraktiver machen sollten, fehlen allein in Hessen weiterhin rund 4000 Erzieher.

Bundesländer betreiben Wettbewerb um Kita-Erzieher

Besonders wenige Erzieher für Kitas gibt es in Großstädten, insbesondere München, sodass Bayern nicht nur in dem Freistaat wirbt, sondern auch versucht, in den neuen Bundesländern Erzieher für sich zu gewinnen. Auch Hessen möchte Erzieher aus den neuen Bundesländern, im konkreten Fall Thüringen, für hessische Kitas abwerben. Doch Thüringen selbst hat keinen Überschuss an Erziehern und benötigt den Nachwuchs selbst, da in den nächsten Jahren viele Erzieher in Rente gehen werden. Zusätzlich hat schon seit 2010 in Thüringen jedes Kind ab einem Jahr einen Rechtsanspruch auf einen Kita Platz, deutschlandweit gilt ein Rechtanspruch ab 2013 erst ab dem zweiten Lebensjahr.

Erziehermangel

Erzieher werden dringend gebraucht


Kita: Zukunft in Migranten

Norbert Hocke sieht das Problem eindeutig in der Politik. Diese habe dem Mangel nicht vorgebeugt, sondern versuche nun, „die gemachten Fehler zu kompensieren“. Er sieht besonderes Potenzial für Kitas in jungen Leuten mit Migrationshintergrund für den Beruf des Erziehers. Nach Nocke solle die Politik die Rahmenbedingungen für Studiengänge, die für den Erzieherberuf in Kitas qualifizieren, ändern, so dass diese nicht auf Englisch und Deutsch seien, sondern kombinierbar mit Türkisch, Polnisch und Russisch.

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