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Warnung für Babynahrung!

Mineralöl in Milchpulver nachgewiesen: Auch Rossmann-Marke betroffen

Mineralöl in Milchpulver nachgewiesen: Auch Rossmann-Marke betroffen

Diese Nachricht dürfte Eltern in große Sorge versetzen: Wie zwei staatliche Untersuchungslabore melden, wurde gleich in Milchpulvern mehrerer Marken gesundheitsgefährdendes Mineralöl nachgewiesen. 

Nestlé, Rossmann, Humana und Novalac sind demnach laut Ökotest betroffen. In meist mehreren Produkten der Hersteller konnten die Chemischen und Veterinäruntersuchungsämter (CVUA) Münster und Stuttgart bei Untersuchungen Spuren von Mineralöl feststellen.

Mineralöl in Babynahrung kein Einzelfall

Der Skandal ist nicht der erste seiner Art. Bereits im Herbst vergangenen Jahres wurde im Milchpulver von Nestlé eine mutmaßliche Mineralölbelastung festgestellt. Damals reagierte der Konzert mit einer Rückrufaktion. Um Eltern und ihre Kinder zu schützen, fordert der Verein jetzt ein klares Statement von Bundesernährungsministerin Julia Klöckner. Es lege in ihrer Verantwortung, die betroffenen Produkte sofort aus dem Handel zu nehmen.

Mineralöl in Milchpulver: Diese Produkte sind betroffen

50 Proben wurden vom CVUA Münster bei dem Test untersucht. In allen 50 konnten gesättigte Mineralölkohlenwasserstoffe (englisch: MOSH) nachgewiesen werden. Bisher weiß man nur, dass sich die chemischen Verbindungen, die überwiegend als Lösungsmittel eingesetzt werden, im menschlichen Fettgewebe und in der Leber anreichern. Welche genauen gesundheitlichen Risiken sie bedeuten, ist jedoch noch nicht ausreichend erforscht. Gleichzeitig wurden in 14 der 50 Proben zusätzlich aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe (englisch: MOAH) nachgewiesen. Zu diesen chemischen Verbindungen zählen auch solche, die unter Verdacht stehen, Krebs zu erzeugen.

Parallel konnte das CVUA Stuttgart in zwölf getesteten Proben MOSH finden. In Summe konnten beide Labore laut Foodwatch so in 92 Prozent der Proben eine MOSH- und in 21 Prozent eine MOAH-Belastung nachweisen.

In diesen Milchpulver-Produkten wurde aromatisches Mineralöl nachgewiesen:

  • Nestlé-Produkte: "BEBA Pro HA 2", "BEBA Supreme Pre, von Geburt an", "BEBA Optipro 2", "BEBA Optipro 1", "BEBA Pro HA 1, von Geburt an" und "BEBA Pro HA Pre"
  • Novalac-Produkte: "Säuglingsmilchnahrung PRE 400g" und "BK, Blähungen und Koliken"
  • Humana-Produkte: "SL Spezialnahrung bei Kuhmilchunverträglichkeit" und "Anfangsmilch 1 von Geburt an"
  • Rossmann-Eigenmarke: Babydream "Kinderdrink ab 1 Jahr"

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Unklar, ob Produkte noch im Handel sind

Während Foodwatch einen Rückruf der Hersteller und ein Handeln der Politik fordert, ist unklar, ob sich die entsprechenden Produkte überhaupt noch im Handel befinden. Auf Nachfrage bei der deutschen Milchkontor GmbH, hieß es von dem Molkeunternehmen laut Spiegel, man habe keine belasteten Produkte auf den Markt gebracht. Dies schließe demnach auch die Milchpulver von Humana ein. Nestlé hingegen beteuert, dass die Testergebnisse veraltet seien und sich auf Rezepturen bezogen, die nicht mehr hergestellt werden. Rossmann und Novolac hingegen waren zu keiner Stellungnahme bereit.

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iStock/stevanovicigor

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