Studie bestätigt:

Mutter zu sein ist so anstrengend wie 2,5 Vollzeit-Jobs

Mutter zu sein ist so anstrengend wie 2,5 Vollzeit-Jobs

Windeln wechseln, Schulbrote schmieren, den Haushalt schmeißen und alle Termine organisieren – nur ein paar der Aufgaben, die eine Mutter jeden Tag macht. Kinder sind eine Vollzeitbeschäftigung, eine Auszeit von ihnen gibt es nur selten. Wie anstrengend das wirklich ist, zeigt eine aktuelle Berechnung. Denn Mutter zu sein ist laut Studie so anstrengend wie zweieinhalb Fulltime–Jobs.

Ich glaube, dass alle Mütter mir Recht geben, wenn ich behaupte, dass Mama zu sein das Schönste auf der Welt ist. Gleichzeitig ist es aber auch die anstrengendste Aufgabe überhaupt. Das bestätigt auch die US-Studie der amerikanischen Saftmarke Welch’s, die jüngst 2.000 Mütter von Kindern zwischen fünf und zwölf Jahren nach ihrem Alltag und ihren Aufgaben befragte.

Mütter haben oft eine 98-Stunden-Woche

Ergebnis: Im Schnitt steht jede Mutter um 6:32 Uhr morgens auf und ist mit ihrer Arbeit um 20:31 Uhr fertig. Pausen während dieser 14-Stunden-Schicht? Fehlanzeige. Im Durchschnitt haben Mütter gerade einmal 1 Stunde und 7 Minuten pro Tag Zeit für sich selbst. Bedenkt man dann noch, dass es sich beim Mama-Dasein nicht um einen „Montag bis Freitag“-Job handelt, sondern man sieben Tage die Woche im Einsatz ist, beläuft sich die Arbeitszeit jeder Mutter am Ende auf 98 Stunden die Woche. Das entspricht so viel wie zweieinhalb Vollzeit-Jobs. Bei einem Einsatz von 365 Tagen im Jahr macht das insgesamt über 5000 Arbeitsstunden. „Die Ergebnisse zeigen gut, wie anspruchsvoll die Rolle der Mutter und die unendlich vielen Aufgaben, die sie mit sich bringt, sein können“, so Casey Lewis, Gesundheitsleiterin bei Welch’s.

Die Bezahlung ist allerdings deutlich schlechter…

Entlohnt werden Mütter jedoch nicht für ihre Tätigkeiten. Sie haben den Vollzeitjob einer Mutter mal genau aufgeschlüsselt und ihn mit den durchschnittlichen Löhnen für die jeweiligen Dienstleistungen verglichen. Das Ergebnis: Mütter decken mindestens 13 Dienstleistungen aus fünf verschiedenen Branchen ab, wie der Online-Marktplatz für Dienstleistungen „StarOfService“ herausfand.

So berechnet das Portal pro Woche etwa 12 Stunden Putzarbeiten, durchschnittlich eine Stunde Kochen und ein Bügelservice von zwei Wochenstunden, sowie bei einer Mutter von Babys und Kleinkindern die Stunden einer Vollzeit-Nanny. Dazu kommen die Dienstleitungen eines Beraters, einer Führungskraft und eines Finanzplaners sowie einer Psychologin. Zusammengerechnet ergibt das einen monatlichen Lohn in Höhe von knapp 6.000 Euro, also einem Jahresgehalt von 71.000 Euro und das noch ohne Sonderzahlungen, Weihnachtsgeld und Urlaubsanspruch. Wahnsinn, oder?

Es gibt aber auch noch andere Dinge im Leben einer Mutter, die ein Baby ordentlich durcheinanderbringt:

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Die Moral von der Geschicht: Mütter geben alles, 365 Tage im Jahr, und das meist noch zusätzlich zu ihrem eigentlichen Job. Höchste Zeit also, umzudenken, Working-Moms mehr zu unterstützen und vor allen Mamis da draußen einfach mal den Hut zu ziehen! Ihr macht das toll!

Bildquelle:

Unsplash/Sai De Silva

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