Schwangerschaft und Medikament

Schwangerschaft: Medikamente erhöhen Risiko für Fehlgeburt

Schwangerschaft: Medikamente erhöhen Risiko für Fehlgeburt

Eine Studie belegt jetzt, dass die Einnahme von bestimmten Medikamenten in der Schwangerschaft das Risiko einer Fehlgeburt erhöhen kann.

Medikamente in der Schwangerschaft
Bestimmte Medikamente werden in der Schwangerschaft vom Arzt nicht verschrieben.

Bei Erkältungen oder anderen Erkrankungen in der Schwangerschaft sollte man vorsichtig sein, welche Medikamente man zur Bekämpfung der Symptome nimmt. Kanadische Forscher fanden jetzt in einer Studie heraus, dass gewisse Medikamente das Risiko einer Fehlgeburt erhöhen können. Die Forscher verglichen in der Studie 4700 Schwangere mit Fehlgeburten mit 47.000 Frauen mit normal und problemlos verlaufenden Schwangerschaften.

Riskante Wirkstoffe in der Schwangerschaft vermeiden

Die Forscher fanden auch heraus, dass es dabei keinen Unterschied macht, ob die Schwangeren die riskanten Medikamente vor oder nach der 20. Schwangerschaftswoche einnehmen. Am riskantesten erschienen bei den Untersuchungen die Wirkstoffe Naproxen, Ibuprofen und Diclofenac. Auch die Wirkstoffe Rofecoxib und Celecoxib wurden untersucht. Von diesen beiden Wirkstoffen wird Frauen in der Schwangerschaft in Deutschland aber generell abgeraten.

„Schwangere sollten Schmerzmittel nur nehmen, wenn es wirklich nötig ist", sagt Wolfgang Paulus, der das Institut für Reproduktionstoxikologie der Universität Ulm leitet. „Bei moderaten Schmerzen empfehle ich zunächst Paracetamol."

Die Wirkstoffe Diclofenac, Ibuprofen oder Naproxen können laut Hersteller bei stärken Schmerzen dennoch genommen werden und seinen die beste Wahl. Die Hersteller meinen, dass diese Mittel nur bei strenger Indikationsstellung angebracht seien. Das bedeutet allerdings nichts anderes, als das die Hersteller keine Verantwortung übernehmen, sondern das diese bei Arzt und Patienten liegen.

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