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Mütter sind gute Mitarbeiter

Virale Entschuldigung an berufstätige Mütter

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Im Laufe ihrer Karriere im Medienbereich hat Katharine Zaleski einige Fehler gemacht. Ihr größter war es, berufstätige Mütter zu verurteilen und zu unterschätzen. Dafür entschuldigt sie sich nun in einem offenen Brief im Internet. Seit sie selbst Mutter ist, weiß sie, dass es in der Berufswelt ein Umdenken geben sollte, das es Müttern leichter macht, Familie und Beruf zu vereinen.

Businessfrau schreibt Entschuldigung an berufstätige Mütter

Frauen haben es nicht immer leicht in der Berufswelt. Selbst diejenigen, die (noch) keine Kinder haben, werden häufig benachteiligt, weil davon ausgegangen wird, dass sie früher oder später eine Familie gründen wollen. Nicht nur männliche Kollegen und Vorgesetzte entwickeln daher Vorurteile gegenüber Mitarbeiterinnen mit Kindern, sondern oftmals verurteilen gerade kinderlose Frauen berufstätige Mütter. Die Präsidentin eines Internet-Startups hat durch die Geburt ihrer eigenen Tochter eingesehen, dass sie in ihrer Tätigkeit als Managerin Mütter oft ungerecht behandelt hat und entschuldigt sich dafür nun in einem offenen Brief im Internet. „Mir war nicht klar, wie furchtbar ich gewesen bin“, schreibt Katharine Zaleski in ihrem Kommentar auf „Fortune.com“, „bis ich selbst ein Kind bekommen habe“. In ihrem Essay führt sie auf, in welchen Situationen sie berufstätige Mütter übergangen hat und entschuldigt sich für ihr Verhalten. Doch nicht nur das. Mittlerweile hat Katharine Zaleski gemeinsam mit Milena Berry die Plattform „PowerToFly“ ins Leben gerufen, die Frauen und Müttern Jobs vermittelt, die von zu Hause aus durchgeführt werden können.

Berufstätgie Mütter müssen viele Bälle jonglieren.
Berufstätige Mütter sollten vermehrt von zu Hause aus arbeiten können.

Berufstätige Mütter arbeiten anders – aber keineswegs schlechter!

Katharine Zaleski war bereits in ihren Zwanzigern der Inbegriff der Karrierefrau. Als Managerin bei der „Huffington Post“ und der „Washington Post“ trug sie viel Verantwortung und traf auch Personalentscheidungen. In ihrem Essay gibt sie nun zu, dass sie „eine lange Liste von Verstößen gegenüber Müttern beging oder nichts sagte, während andere dasselbe taten“. In der Folge beschreibt sie genauer, in welchen Situationen sie berufstätige Mütter ungerecht behandelt habe. Sie habe beispielsweise ein Projekt mit einer Kollegin nicht durchgeführt, als sie sah, dass „endlose Bilder von kleinen Kindern“ das Büro von Cathy Sharick schmückten oder „verdrehte heimlich die Augen“, wenn eine Mutter nach Feierabend nicht noch auf ein paar Drinks unter Kollegen mitkam. Sie legte wichtige Treffen auf den späten Nachmittag, ohne zu bedenken, dass berufstätige Mütter ihre Kinder aus der Betreuungseinrichtung abholen müssen und setzte es mit Motivation und Engagement gleich, wenn Angestellte um 19 Uhr noch am Schreibtisch saßen. In ihrem Essay gibt sie nun jedoch zu bedenken, dass berufstätige Mütter vielleicht nicht bis in die Abendstunden hinein am Arbeitsplatz anzutreffen sind, aber dafür immer zwei Stunden früher auftauchen, als die Kollegen, die sich noch in einer Bar getroffen haben. Mit ihrem Startup-Unternehmen möchte Katharine Zaleski nun einen Anstoß zum Umdenken geben. Statt eine Mutter beispielsweise zu After-Work-Drinks festzunageln, könne man soziale Meetings auf die Mittagspause verschieben. Und statt zu erwarten, dass sie um 19 Uhr noch an ihrem Schreibtisch im Büro sitzen, könne man vereinbaren, dass sie im Notfall zu Hause per Skype erreichbar seien.

Das Internet bietet neue Möglichkeiten für berufstätige Mütter

Die Geburt ihres eigenen Kindes hat Katharine Zaleski dazu gezwungen, sich mit ihrem eigenen weiteren Karriereweg auseinanderzusetzen. Durch ihre vorherigen Erfahrungen sah sie sich mit zwei Möglichkeiten konfrontiert: „zur Arbeit zurückzugehen wie bisher und mein Baby nie zu sehen oder meine Stunden drastisch zu reduzieren und die Karriere aufzugeben, die ich die letzten zehn Jahre aufgebaut hatte“. Stattdessen entschied sich Katharine Zaleski jedoch für einen dritten Weg. Sie gründete eine Firma, mit der sie helfen kann, dass berufstätige Mütter so arbeiten können, wie es in ihren Alltag passt. Das Internet bietet mit Diensten wie Skype und Google Docs die Werkzeuge, die es Arbeitnehmern erlauben, von zu Hause aus zu arbeiten und nicht mit bloßer Anwesenheit am Arbeitsplatz, sondern mit Produktivität punkten zu können. Durch ihre Plattform „PowerToFly“ hat Katharine Zaleski erkannt, dass berufstätige Mütter zu den produktivsten Mitarbeitern gehören – schließlich haben sie gelernt, viele Bälle gleichzeitig zu jonglieren und auch unter Stress funktionieren zu müssen. „Es gibt eine Redewendung, die besagt, ,wenn Du etwas erledigt haben möchtest, bitte eine sehr beschäftigte Person, es zu tun`“, schreibt die Präsidentin der Internetplattform, „Das ist der Grund, weshalb ich es jetzt so gerne mag, mit Müttern zusammenzuarbeiten“.

Es gibt viele Vorurteile, durch die berufstätige Mütter es nicht gerade leicht in der Berufswelt haben. Nicht nur Männer begegnen Kolleginnen mit Kindern oft mit Unverständnis, sondern auch kinderlose Frauen sehen häufig nicht die Motivation, die eine arbeitende Mutter in den Beruf einbringt. Dafür entschuldigt sich Katharine Zaleski bei den Frauen, mit denen sie in ihrer Vergangenheit zusammengearbeitet hat und strebt mit ihrer Firma „PowerToFly“ ein Umdenken an.