Wochenbett - Die Erholung

Die Geburt ist überstanden und Du kannst Dein Baby endlich in den Armen halten. Trotzdem solltest Du Dich auch im Wochenbett noch besonders schonen. Schließlich muss sich der Körper erst einmal von den Strapazen der Schwangerschaft und der Geburt erholen.

Im Wochenbett findet Dein Körper Erholung nach der Geburt

Wenn Du Dein Kind im Arm hältst, überwiegt meist die Freude über sämtliche Schmerzen und Anstrengungen während der Schwangerschaft und der Geburt. Trotzdem darfst Du jetzt noch nicht wieder voll durchstarten. Wichtig ist, dass sich Dein Körper in Ruhe erholen kann. Und auch psychisch gibt es nun einige Veränderungen, mit denen Du erst einmal zurecht kommen musst. Für all das hast Du im Wochenbett Zeit. Das Wochenbett bezeichnet die sechs bis acht Wochen nach der Geburt.

Wochenbett: Mutter mit Baby

Das Wochenbett gibt Dir Zeit, Dich von der Geburt zu erholen und Dein Baby kennenzulernen.


Schwangerschaftsrückbildung und körperliche Veränderungen im Wochenbett

Im Wochenbett passiert einiges mit Deinem Körper. So schrumpfen die Gebärmutter und andere Organe allmählich wieder auf die Größe vor der Geburt zusammen. Die Haftstelle der Plazenta (eine Wunde in der Gebärmutter) heilt ab, wodurch sich der Wochenfluss bildet. Dieser wird oft als unangenehm empfunden, da er zunächst sehr blutig sein kann. Häufig wird empfohlen, erst nach dem Abklingen des Wochenflusses wieder sexuell aktiv zu werden. Ungewohnt ist außerdem der inzwischen leere Bauch, der aber immer noch ziemlich rund ist und sich im Wochenbett erst wieder zurückbilden muss. Zu diesen Rückbildungsprozessen kommt ein schmerzhaftes Spannen in der Brust, da nach drei bis vier Tagen die Milch einschießt. Das Spannen dauert in der Regel aber nicht länger als zwei Tage. Auch Deine Scheide ist immer noch sehr empfindlich, was zu Schmerzen beim Gang zur Toilette führen kann. Sogar Sitzen kann, vor allem nach einem Dammschnitt, als unangenehm empfunden werden. Hierbei hilft es, wenn Du Dich die ersten Tage auf einen Gummireifen setzt. Vor allem bei Frauen, die stillen, kommt es häufig zu sogenannten Nachwehen während der Zeit im Wochenbett. Das sind periodenartige Schmerzen, die durch das beim Stillen freigesetzte Hormon Oxytocin hervorgerufen werden, da dieses eine schnellere Rückbildung der Gebärmutter fördert.

Hormone: Stimmungsschwankungen im Wochenbett sind normal

Nicht nur die körperliche Umstellung findet im Wochenbett statt, auch Dein Hormonhaushalt ändert sich nach der Entbindung. Während der Geburt werden noch vermehrt Endorphine (Glückshormone) ausgeschüttet, um die Schmerzen zu lindern. Dadurch wirst Du geradezu euphorisch. Nach der Geburt wird das Hormon nicht mehr ausgeschüttet, wodurch auch die Hochstimmung wegfallen kann. Außerdem sinkt der Östrogenspiegel wieder stark ab. Auch das Hormon Progesteron, das während der Schwangerschaft für eine ausgeglichene Stimmung sorgt, wird reduziert. Diese vielen hormonellen Umstellungen im Körper können oft zu Stimmungsschwankungen im Wochenbett führen. In dieser neuen ungewohnten Zeit ist es ganz klar, dass Du empfindlich bist und schnell in Tränen ausbrichst. All diese Faktoren bedeuten jedoch nicht, dass die Zeit im Wochenbett schlimm für Dich wird. Die Stimmungsschwankungen werden sich bald legen und Du wirst das neue Familienglück in vollen Zügen genießen können.

Manchmal wird das Wochenbett zum Baby Blues

Zu allen körperlichen Veränderungen kommen auch viele psychische. Schließlich muss sich jede Mutter erst einmal an die neue Situation mit einem Baby im Haus gewöhnen. Gerade während der Zeit im Wochenbett hat jede Mami noch mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen – trotzdem steht der oder die Kleine an erster Stelle. Es wird also von Dir erwartet, Deine eigenen Bedürfnisse zurückzustellen und Deinem Kind Liebe und Zuneigung zu schenken. Natürlich soll auch der Haushalt wie zuvor anstandslos funktionieren. Vielleicht setzt Du Dich auch unter Druck, weil Du bald wieder arbeiten gehen möchtest und so schnell wie möglich wieder attraktiv und schlank sein möchtest. Mit allen diesen Anforderungen werden Frauen im Wochenbett konfrontiert oder glauben zumindest, diesen gerecht werden zu müssen. Egal, ob sie von außen kommen oder von Dir selbst ausgehen: Bei vielen Frauen führen diese Anforderungen zu Angst, Schuldgefühlen oder sogar im schlimmsten Fall zu einer Wochenbettdepression. Wichtig ist es jetzt, Ruhe zu bewahren. Lass Dich nicht unter Druck setzen, nimm Dir die Zeit, die Du brauchst, und sprich offen mit Deinem Partner, mit Freunden und Deiner Familie über Deine Ängste und Sorgen. Sie werden Dich – nicht nur im Wochenbett – unterstützen!

Du hast ein Recht auf das Wochenbett

Glücklicherweise gibt es in Deutschland das Mutterschutzgesetz, das es Frauen ermöglicht, die ersten acht Wochen nach der Geburt – also während der Zeit im Wochenbett – bei ihrem Kind zu bleiben – und zwar ohne finanziellen Verlust. Schließlich muss jede frischgebackene Mama sich im Wochenbett zunächst erholen. Du hast während des Wochenbetts sogar das Recht auf medizinische Betreuung durch eine Hebamme, die von der Krankenkasse bezahlt wird. Außerdem kannst Du bis zu sechs Tage nach der Geburt das Anrecht auf eine Haushaltshilfe geltend machen, die ebenfalls von der Kasse gestellt wird. Mütter werden so unterstützt, damit sie sich im Wochenbett ganz auf ihre Genesung und natürlich auf ihr Baby konzentrieren können.

Das Wochenbett bezeichnet die sechs bis acht Wochen nach der Geburt Deines Kindes, in denen Du Dich von den Strapazen der Entbindung erholen und Dich mit Deinem Baby vertraut machen kannst. Das Mutterschutzgesetz ermöglicht es jeder Frau in Deutschland, die Zeit im Wochenbett in Anspruch zu nehmen.


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