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Nudelträume

Das Kocherl und ihre Pasta

Das Kocherl und ihre Pasta

Wenn es um leckere Pasta geht, ist Das Kocherl ganz vorne mit dabei. Die Foodbloggerin macht ihre Leckerbissen von der Pieke auf selbst und verrät Dir nicht nur ihr Rezept für verführerischen Nudelteig, sondern hat auch noch zwei Köstlichkeiten aus dem Land des Dolce Vita dabei, die Du zuhause nachkochen kannst: Trofie und Corzetti lauten die Zauberwörter, die Dich mitnehmen in eine kulinarische Reise ins Bella Italia! Also nichts wie ran an den Nudelteig, es gibt Pasta!

Hallo ihr Lieben,

ich heiße Julia und blogge seit August 2014 zwei bis drei Mal pro Woche herzhafte und süße Rezepte auf meinem Blog „Das Kocherl“. Ihr fragt euch jetzt bestimmt, wie ich auf den Namen „Das Kocherl“ gekommen bin? Ein „Kocherl" ist ein alter bayrischer Ausdruck für eine Küchenmagd. Auf eine sehr liebevolle Art und Weise bin ich genau das für meinen Mann, der es liebt, sich von mir bekocht zu lassen und mir mit seinem immer ehrlichen Feedback auch oft neue Inspirationen und Ideen liefert. Gekocht und gebacken wird bei uns regelmäßig - für mich ist Kochen und Backen die beste Entspannung die es gibt.

Zum Bloggen bin ich streng genommen aus Faulheit gekommen, weil ich - wer kennt das nicht? - immer wieder Gerichte „frei Schnauze“ zubereitet und frei erfunden oder die Rezepte nach meinen Vorstellungen angepasst habe. Wenn diese Kreationen dann gut geschmeckt haben, musste ich in der "Prä-Blog-Ära“ aber immer zu meinem Mann sagen „Geniess es, das gibt’s nur einmal!“. Und mal ehrlich: Zettelwirtschaft in der Küche? Andere Foodblogger habe ich ja ehrlich gesagt immer bewundert (und tue es noch immer), wie die das machen mit den schönen Fotos, den tollen Texten und der schier nie endenden Phantasie und Inspiration zu neuen Kreationen. Aber irgendwie hat es mich auch neugierig gemacht, ob man da wohl „reinwächst“, in diese „Bloggerwelt“, und sich irgendwann in Blog-Design und Fotografie soweit zurecht findet, dass man selbst zufrieden mit den Ergebnissen ist. Nach den ersten paar Monaten würde ich jetzt aber sagen: ich habe schon so viele nette Kontakte geknüpft, liebes Feedback erhalten, Tipps und Tricks verraten bekommen, dazugelernt, mich inspirieren lassen, Dinge verbessert und verfeinert - mein Blog liegt mir mittlerweile sehr am Herzen und ich freue mich, ständig neue Erfahrungen machen zu können und weiterhin in allen möglichen Bereichen dazuzulernen. Und jetzt, wo ein Hobby dahintersteckt, werden die Kreationen und Rezepte von mir mit viel Freude und Bildern verbloggt und es geht nichts mehr verloren.

Heute habe ich für euch zwei schnelle und ausgefallene Pasta-Gerichte vorbereitet und verrate außerdem, wie ich meinen Nudelteig mache.
Bis ich das eine funktionierende Rezept für mich gefunden hatte (obwohl es ja eigentlich so einfach ist!), habe ich einige Zusammensetzungen ausprobiert.

Bei folgendem Grundrezept bin ich dann geblieben (Mengenangaben für 4 Personen):

400 g Pastamehl
4 Eier Gr. M
eine Prise Meersalz

Für die noch nicht so routinierten Pastamacher unter euch: 100 g Teig entsprechen bei uns einem hungrigen Ehemann.

Das Mehl gebt ihr auf die Arbeitsplatte und formt mit den Händen eine Mulde in der Mitte. Dort hinein gebt ihr die Eier und eine Prise Salz. Dann verarbeitet ihr alles mit den Händen zu einem glatten Teig. Diesen knetet ihr ca. 8-10 Minuten lang gründlich durch, bis die Konsistenz weich und geschmeidig wird. Der Teig muss dann in Frischhaltefolie gewickelt bei Raumtemperatur 30 Minuten ruhen. Er bekommt dann eine ganz glatte und geschmeidige Textur und lässt sich sehr angenehm weiterverarbeiten.

Für einen veganen Teig tauscht ihr einfach die Eier gegen 100 ml kaltes Wasser pro 100 g Mehl aus. Die Verarbeitung ist dann die Gleiche, nur dass ihr zum kneten eine Schüssel verwenden solltet - hier eignet sich nach eigener Erfahrung dann auch die Küchenmaschine. Die Ruhezeit von 30 Minuten solltet ihr aber auch bei diesem Teig einhalten.

Das Kocherl macht Pasta
Ein Augenschmaus: Julias Trofi weiß Dich zu verzaubern

Trofie mit Basilikum-Walnuss-Pesto
(Trofie al Pesto di Castelnuovo)

Zutaten für 4 Personen, Zubereitungszeit 15 Minuten

25 g Walnusskerne, grob gehackt
1 Knoblauchzehe
1 Prise Meersalz
1 handvoll Basilikumblätter
1 handvoll glatte Petersilie
1 EL Majoranblätter
75 g Pecorino
90 ml Olivenöl extra vergine

Die Walnusskerne, Knoblauchzehe und die Basilikum- und Petersilienblätter gebt ihr in die Flotte Lotte und zermahlt sie zu einem grünen Brei. Dazu gebt ihr dann Salz, Majoran, Öl und Pecorio-Käse und mixt das Pesto erneut gut durch.

Das Pesto ist dann bereits fertig - wer es etwas flüssiger mag, kann noch einen oder zwei Esslöffel Walnussöl dazugeben.

Für die Trofie nehmt ihr den fertigen Pastateig und rupft ca. Pistaziengroße Stückchen davon ab, die ihr in den Händen zu keinen Rollen dreht. Bei mir sind sie trotz redlicher Bemühungen immmernoch so groß wie Fingernudeln geraten - nehmt also ruhig ganz wenig Teig (je nach Geschmack). Die fertig geformten Trofie legt ihr auf die gut bemehlte Arbeitsfläche (sonst kleben sie daran fest).

Je größer die Trofie, desto länger müsst ihr sie anschließend in kochendem Salzwasser garen, bis sie aufsteigen (ca. 4-5 Minuten).

Corzetti
Könnten verführerischer kaum sein: Corzetti

Corzetti mit Pinienkernen, Sardellen und Mandeln
(Corzetti stampati alla Frantoiana)

Zutaten für 4 Personen, Zubereitungszeit 20 Minuten

100 g Pinenkerne, grob gehackt
50 g Mandelblättchen, grob gehackt
2 EL Majoranblätter
45 ml Olivenöl extra vergine
30 g Butter
1 Glas Sardellenfilets
2 EL Kapern
1 Knoblauchzehe
2 Stängel Basilikum
60 g Parmesan

Für die Corzetti lasst ihr den Nudelteig so lange durch den Plattenvorsatz der Nudelmaschine laufen, bis er die gewünschte Dicke erreicht hat (2-3mm sind ideal). Den auswalzten Teig legt ihr auf eine gut bemehlte Arbeitsplatte und stecht - ich habe einen Servierring verwendet - runde Nudeln daraus aus. Diese könnt ihr nach Lust und Laune noch mit einem Muster versehen. Die Nudeln lasst ihr dann auf einer bemehlten Arbeitsplatte oder bemehlten Küchentüchern 1 Stunde bei Zimmertemperatur etwas trocknen.

Die Pinienkerne mit den Mandeln und dem Majoran habe ich ganz kurz in der Moulinette aufgemixt (1-2 Mal draufdrücken).

Öl und Butter erhitzt ihr in einer Pfanne mit einem schweren Boden und gebt die Sardellen und die Kapern hinein. Die Fische zerdrückt ihr ganz leicht mit dem Kochlöffel. Dann gebt ihr den Basilikum und den Knoblauch dazu und röstet zum Schluss bei bereits abgeschalteter Kochplatte die Mandeln und Pinienkerne mit. Zum Schluss schmeckt ihr alles mit etwas Salz und Pfeffer ab.

Die Corzetti kocht ihr in sprudelndem Salzwasser ca. 6-7 Minuten al dente. Dann gebt ihr die Pinienkern-Sardellen-Mischung darüber und reibt zum servieren noch etwas frischen Parmesan darüber.

Bildquelle: Julia Hausladen

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