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Braut am Backofen

Die eigene Hochzeitstorte backen

Die eigene Hochzeitstorte backen

Am schönsten Tag des Lebens geht es fröhlich daher, im Zentrum stehen natürlich Braut und Bräutigam. Es gibt allerdings eine Kandidatin, die an diesem Tag dem jungen Glück zwischenzeitlich durchaus die Show stehlen könnte. Die Rede ist natürlich von der Hochzeitstorte, die als Herzstück jeder Hochzeit wahre Begeisterungsstürme auslöst und – zumindest für eine kurze Zeit – alle Blicke auf sich zieht. Eine Hochzeitstorte selber zu backen ist natürlich das schönste Hochzeitsgeschenk, dass Du Deiner besten Freundin, Deiner Schwester oder Deiner Cousine an ihrem großen Tag backen kannst. Ob eine klassische Hochzeitstorte oder ein fünfstöckiger Turm dekadent dekorierter Cupcakes – Du hast die Qual der süßen Wahl.

Eine Hochzeitstorte ist das zuckersüße Schmuckstück einer jeden Hochzeit. Ob weiß in weiß, kunterbunt, romantisch, schlicht, dekadent, lustig oder nach einem bestimmten Thema, das Wichtigste ist, dass Braut und Bräutigam total verliebt sind in ihre Sahneschnitte. Bei der Gestaltung Deiner Hochzeitstorte stehen Dir Türen und Tore offen, so vielfältig sind die Möglichkeiten. Eine klassische Hochzeitstorte zum Beispiel besteht aus mehreren, direkt aufeinander gesetzten Torten in unterschiedlichen Größen, die zu einem einheitlichen Augenschmaus vereint werden. Die klassische Hochzeitstorte ist meist eingedeckt und dekoriert mit Marzipan oder Fondant, einer feinen, rein weißen Zuckermasse, die sich gut färben und formen lässt. Das Markenzeichen einer Hochzeitstorte ist natürlich das kleine Brautpaar, das nach dem Verzehr der Torte in den Besitz der frisch Vermählten übergeht. Statt den zwei liebreizenden Figürchen kann sich das Brautpaar auch für ein romantisches Banner mit den Namen der zwei Glücklichen entscheiden oder aber auch für die Silhouette der zwei Turteltauben. Hauptsache, die Liebe steht der Hochzeitstorte ins Gesicht geschrieben. Die klassische Hochzeitstorte ist allerdings nicht jedermanns Sache. Für waschechte Science Fiction Fans kannst Du mit Fondant und Farben eine futuristische Motiv-Hochzeitstorte zaubern, die die individuelle Note ihrer Hochzeit gekonnt unterstreicht.

Hochzeitstorte
Selbstgemacht ist die Hochzeitstorte das Highlight

Eine Hochzeit auf dem Land mag es vielleicht etwas verträumter, mit Wildblumen und etwas raueren Zügen. Für so ein Setting eignet sich beispielsweise eine „naked“ Hochzeitstorte, die weder mit Creme noch mit Marzipan oder Fondant eingedeckt ist. Cremefüllung und Teiglagen wechseln sich bei der naked Hochzeitstorte deutlich sichtbar ab. Viele Brautpaare fühlen sich auch von amerikanischen Sweet Table magisch angezogen und bieten ein farblich abgestimmtes, zuckersüßes Buffet liebevoll angerichteter Kleinigkeiten, die jeden „sweet Tooth“ ins Schwärmen geraten lassen. Deine Hochzeitstorte könnte das strahlende Zentrum eines Sweet Table sein, würde Dank des ausladenden Angebots jedoch etwas kleiner ausfallen. Wenn Du für ein Pärchen backst, das einer bestimmten Kuchen- oder Tortensorte verfallen ist, kannst Du auch eine Hochzeitstorte backen, die aus verschiedenen Variationen köstlicher Kuchen besteht. Und wenn die Hochzeitstorte gar keine Torte sein soll? Dann kannst Du Cupcakes, Cakepops, Macarons oder Petit Fours auf einer mehrstöckigen Etagere arrangieren, so dass die liebevoll dekorierten Happen aussehen wie eine richtige Hochzeitstorte. Oder wie wäre es mit einer Hochzeitstorte aus hauchdünnen Crêpes, die sich, abwechselnd mit beeriger Creme, gen Himmel türmen? Damit wirst Du sicherlich keine langweilige Hochzeitstorte backen!

Kuchen für alle – eine Hochzeitstorte backen, von der auch jeder etwas abbekommt

Wenn Du Dich entschieden hast, wie die Hochzeitstorte aussehen soll, darfst Du beim Backen vor allem eins nicht aus den Augen verlieren: die Anzahl der Gäste. Eine zweistöckige Hochzeitstorte wird kaum für 100 Gäste ausreichen, während eine fünfstöckige Torte eine Gesellschaft von 30 Personen doch dezent überfordern dürfte. Damit es hinterher keine langen Gesichter gibt, richtest Du die Größe Deiner Hochzeitstorte an der Anzahl der Gäste aus. So lässt sich auch ermitteln, in welchen Mengen Du Zutaten benötigst und kannst entsprechend planen und einkaufen. Damit Du Größe und Form Deiner Hochzeitstorte ganz individuell bestimmen kannst, zeigt Dir die folgende Tabelle, wie viele Stücke Du aus einer Torte mit einem Durchmesser von x heraus bekommst. Bedenke dabei aber, dass die Anzahl schwanken kann, je nach dem, wie sättigend Deine Hochzeitstorte wird:

Tortendurchmesser : Portionen
15 cm : 6 Portionen
20 cm : 10 Portionen
25 cm : 24 Portionen
30 cm : 50 Portionen
35 cm : 60 Portionen
40 cm : 70 Portionen

Soll Deine Hochzeitstorte beispielsweise 80 Schleckermäuler zufrieden stellen, könntest Du eine dreistöckige Torte zaubern, die aus je einer Lage mit 20, 25 und 30 cm Durchmesser besteht. Natürlich hast Du auch noch andere Kombinationsmöglichkeiten und kannst daher bei der gleichen Personenzahl unterschiedlich hoch stapeln. Damit Du beim Anschneiden der Hochzeitstorte niemandem ein zwanzig Zentimeter langes Kuchenstück auf den Teller wuppst und die Kuchenstücke auf bei zunehmender Tortengröße gleich bleiben, änderst Du gerade bei den Torten mit einem größeren Durchmesser Deine Strategie. Eine Torte mit 15 bis 20 Zentimeter im Durchmesser kannst Du in klassische Tortenstücke schneiden, während Du danach quadratische Stücke in etwa zwei mal drei Zentimeter portionierst. Bei der Berechnung einer Hochzeitstorte, die ganz oder teilweise aus liebevoll dekorierten Cupcakes besteht, fällt die Berechnung etwas einfacher aus: Die durchschnittliche Naschkatze ist in der Regel mit ein bis zwei Cupcakes vollkommen zufrieden. Schließlich gab es ja vorher auch ein opulentes Festmahl und viele Mägen sind bereits gefüllt. Bei 80 Gästen sollten mindestens 80 Cupcakes die Etagere bevölkern, ein gutes Maß ist allerdings die eineinhalbfache Menge: Bei 80 Gästen lässt Du entsprechend 120 Cupcakes aus Deiner Küche marschieren. So kann der ein oder andere Gast auch ein zweites Mal zuschlagen, während andere mit einem Cupcakes vollkommen zufrieden sind. Viele Pärchen möchten an ihrem großen Tag nicht auf das traditionelle Anschneiden ihrer Hochzeitstorte verzichten. Diesen Wunsch kannst Du Braut und Bräutigam erfüllen, indem Du eine kleine, einstöckige Torte backst, die ganz oben auf der Etagere thront und ihre untergebenen Cupcakes elegant regiert. Und wenn die Braut ein Schokaholic ist und der Bräutigam eher mit Zitronentorte liebäugelt, kannst Du als gewitzte Hochzeitstortenbäckerin ganz einfach dafür sorgen, dass in Sachen Geschmack der Haussegen im Lot bleibt. Gerade eine Hochzeitstorte mit Cupcakes bietet sich an, um zwei oder mehr Geschmacksrichtungen gekonnt zu kombinieren. Das geht natürlich auch dann, wenn Du die Hochzeitstorte auf einer Etagere präsentierst und sich die einzelnen „Stockwerke“ sich dabei nicht berühren. Auf diese Weise können auch die Gäste wählen, mit welcher Sorte Deiner Hochzeitstorte sie ihren Gaumen verwöhnen.

Hand drauf – Bräuche rund um die Hochzeitstorte

Die Hochzeitstorte ist natürlich nicht nur zum Bestaunen und zum Essen da. Eine Hochzeit steckt voller Bräuche und Traditionen, die auch vor dem leckeren Schmuckstück nicht halt machen. Vielerorts wird auf eine fünfstöckige Hochzeitstorte geschworen, da sie an einem so wichtigen Tag im Leben zweier Menschen die fünf Schritte des Lebens symbolisieren soll: Geburt, Kommunion oder Konfirmation, Hochzeit, Kinder und Familie sowie Tod. So eine große Hochzeitstorte solltest Du aber nur dann kredenzen, wenn auch genug Gäste da sind, die das süße Stück vernaschen können. Neben der Trauung ist natürlich das Anschneiden der Hochzeitstorte das heißersehnteste Ereignis auf einer Hochzeit: Hier zeigt sich, so sagt man, wer in der Ehe „die Hosen anhaben“ wird, und wer nach wessen Pfeife tanzt. Darum schneiden die frisch getrauten ihre Hochzeitstorte immer gemeinsam und unter den wachsamen Augen der Gäste an. Wer von den beiden die Hand oben liegen hat, wird auch in der Ehe sagen, wo es lang geht. Der Hochzeitstorte wird traditionell um Punkt Mitternacht zu Leibe gerückt, wenn mit ihrem Anschnitt der süße Teil des Hochzeitsbuffets eröffnet wird. Bis dahin können die Gäste Deine selbst gemachte Hochzeitstorte in all ihrer Pracht bewundern – wenn sie nicht als „Überraschungsgast“ erst kurz vorher und mit viel Tara in den Festsaal einrollt. Und wer bekommt nun das erste Stück der Hochzeitstorte? „Traditionell“ bekommt es der Bräutigam, zum Glück kann sich das frisch vermählte Paar ja auch dazu entscheiden, die eine oder andere Tradition zu brechen. Dann können sich die zwei Turteltauben gleich mit dem ersten Stück Hochzeitstorte gegenseitig füttern und das süße Leben als Ehepaar einläuten. Um auch größere Hindernisse im Leben gemeinsam zu bewältigen, ist das erste – zum Glück süße – Hindernis der getrauten Naschkatzen die Hochzeitstorte! Ein Kuss über der Torte soll zeigen, ob sie auch trotz Steinen im Weg ihr Leben gemeinsam meistern werden. Das letzte Stück der Hochzeitstorte geht natürlich auch an das traute Paar. Die zwei Turteltauben müssen sich mit dem Vernaschen des verführerischen Stückes allerdings ein Jahr gedulden, denn das wird erst zum ersten Hochzeitstag zum Schlemmen freigegeben. Bis dahin darf das Stück Hochzeitstorte im Eisfach schlummern. Jetzt wird es spannend für Dich, liebe Tortenbäckerin, denn auch beim Backen der Torte kannst Du in Sachen Traditionen und Bräuchen ordentlich mitmischen! Wie die Braut bei der Hochzeit etwas Geborgtes und etwas Blaues tragen sollte, kommt auch eine richtige Hochzeitstorte nicht ohne bestimmte Zutaten aus. Bevor Du mit dem Backen der Hochzeitstorte loslegst, solltest Du sicher gehen, dass Du zwei Zutaten griffbereit liegen hast: Nummer eins ist Marzipan. Die süße Masse kannst Du entweder als Tortenfüllung benutzen, die Hochzeitstorte damit eindecken oder aber auch nur ein kleines Detail der Dekoration aus Marzipan fertigen. Hauptsache ist, dass es dabei ist. Marzipan besteht aus Mandeln, die gleich zweierlei Sinnbilder in sich tragen: Ihre Süße steht für das Glück in der Liebe, während ihre Bitterkeit an die schlechteren Zeiten im Leben erinnern soll. Nummer zwei ist Rosenöl, das die Leidenschaft in der Liebe des frisch vermählten Ehepaares symbolisieren soll. Bevor Du den Teig für die Hochzeitstorte in den Ofen schiebst, versteckst Du noch zwei Kaffeebohnen darin. Eine sollte geröstet sein, eine ungeröstet. Mit den Kaffeebohnen in der Hochzeitstorte ist es ganz ähnlich wie mit dem Werfen des Brautstraußes: Wer die geröstete Kaffeebohne erwischt, wird laut Volksmund auch bald vor dem Traualtar stehen, um danach die eigene Hochzeitstorte anzuschneiden. Schlechter sieht es allerdings für den Unglücksraben aus, der die ungeröstete Bohne erwischt, ihm winkt nämlich erst mal noch das Single-Leben.

Die Welt der Hochzeitstorten ist so bunt und vielfältig wie kaum eine andere. Ob opulente Torten, die sich Stockwerk über Stockwerk zu einem wahren Wolkenkratzer aus süßem Teig in den Himmel recken, luxuriöse Torten, die mit wahrer Zuckerkunst ausgestattet fast schon zu schade sind zum Anschneiden, romantische Träume für die Hochzeit im Kornfeld oder kunterbunte Kleinigkeiten für die ausgelassene Hippie-Feier, es gibt eine Hochzeitstorte für jede Hochzeit und für jedes Brautpaar. Du kannst Dein Schmuckstück genau auf die Persönlichkeiten der zwei Turteltauben zuschneiden und mit Deiner Hochzeitstorte ihren großen Tag zu etwas ganz Besonderem werden lassen. Mit ein paar simplen Tricks sorgst Du ganz einfach dafür, dass Deine Hochzeitstorte auch wirklich alle anwesenden Naschkatzen satt macht und niemand in die Röhre schaut. Wichtig ist nur: Vergiss beim Backen die Kaffeebohnen nicht!

Bildquelle: Thinkstock / nigelje

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