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Mogelpackung des Jahres gesucht

Mogelpackung des Jahres gesucht

Die Füllmenge wird reduziert, die Verpackung verkleinert, der Preis aber steigt. Dieses Vorgehen ist in der Lebensmittel- und Drogerieindustrie (leider) gängige Praxis. Die Verbraucherzentral Hamburg (VZHH) hat jetzt fünf Produkte nominiert, bei denen die Hersteller besonders dreist vorgegangen sind. Wen wählen die Verbraucher zur Mogelpackung des Jahres 2015?

Kaffeekapseln, Ketchup, Schinken, Zahnpasta und Gesichtscreme: Eines dieser fünf Produkte erhält schon bald die diesjährige Auszeichnung „Mogelpackung des Jahres“, die die Verbraucherzentrale Hamburg verleiht. Die Freude über die Nominierung dürfte sich bei den Herstellern allerdings eher in Grenzen halten, denn der Titel ist keineswegs positiv gemeint.

Die Nominierten für die Mogelpackung 2015
Die VZHH sucht die Mogelpackung 2015

Seit rund zehn Jahren recherchiert die Verbraucherzentrale der Hansestadt – unter kräftiger Mithilfe der Verbraucher – wo eben jene besonders dreist hinters Licht geführt werden. Es ist schließlich ein altbewährter Trick vieler Hersteller, den Preis stabil zu halten, die Verpackungsgrößen aber still und leise zu verkleinern. Das Resultat sind zum Teil erhebliche Preiserhöhungen um bis zu 60 Prozent – meistens, ohne dass die Verbraucher etwas davon merken. Doch auch andere Vorgehensweisen, wie beispielsweise das Austauschen natürlicher Zutaten durch Ersatzprodukte rügen die Verbraucherschützer.

Mogelpackung 2015: Wer macht das Rennen?

114 Seiten umfasst die Liste mit Produkten, die im vergangenen Jahr zur Mogelpackung wurden, entweder weil reduzierte Mengen zum gleichen Preis verkauft werden oder weil die Verbraucher für weniger sogar noch mehr bezahlen sollen. Die Verbraucherzentrale hat unter allen Artikeln die fünf ausgewählt, bei denen die sogenannte Preisanpassung entweder „besonders dreist oder ausgesprochen raffiniert umgesetzt wurde“, so Armin Valet von der VZHH. In diesem Jahr sind die „Bebe Zartcreme“ von Johnson & Johnson, die Zahnpasta „Dentagard“ von Colgate-Palmolive, der „Finesse Schinken“ der Nestlé-Marke Herta, die Kopfsteherflaschen von „Heinz Ketchup“ und die Kaffeekapseln „Jacobs Latte macchiato classico“ von Jacobs Douwe Egberts besonders negativ aufgefallen und stehen jetzt zur Wahl als „Mogelpackung des Jahres“. Bis zum 22. Januar können Verbraucher auf der Homepage der VZHH abstimmen, welches Produkt für sie die größte Mogelpackung des vergangenen Jahres darstellt.

Als Verbraucher darf man sich nicht alles bieten lassen – das gilt besonders an der Kasse. Daher ist die Auszeichnung „Mogelpackung des Jahres“ der Verbraucherzentrale Hamburg eine gute Sache, schon allein, um Kunden die Augen für die Tricks der Hersteller zu öffnen.

Bildquelle: Verbraucherzentrale Hamburg

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