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Ruckzuck Küche

Mysterium Schnellkochtopf

Mysterium Schnellkochtopf

Beinahe jeder kennt ihn: den Schnellkochtopf. Oma hatte ihn noch regelmäßig auf dem Herd stehen, um mit ihm in Nullkommanichts Eintöpfe und Braten zu zaubern, die sonst Stunden in Anspruch genommen hätten. Heutzutage trauen sich viele allerdings nicht mehr an dieses vermeintliche Ungetüm heran, das da im Topfschrank ein geradezu einsames Leben führt. Wir verraten Dir das Geheimnis hinter dem pfiffigen Gerät, damit Dein Schnellkochtopf blitzschnell zu Deinem besten Küchenhelfer wird!

Sich die Mühe zu machen, sich mit dem Schnellkochtopf anzufreunden, hat viele Vorteile: Dein Essen ist schneller fertig und Du musst für viele Gerichte nicht mehr stundenlang am Herd stehen. Dabei sparst Du nicht nur Zeit, sondern auch Energie und somit bares Geld. Nicht nur das, dieses Wundergerät erhält die Vitamine und Mineralstoffe beim Garen, sodass Du Deinem Körper etwas richtig Gutes tust. Doch warum benutzt ihn dann kaum noch jemand? Während ein Schnellkochtopf früher zur Küchenflotte jeder „guten Hausfrau“ gehörte, ist er heute aus den meisten Küchen verschwunden. Oder er fristet als Erbstück ein unbeachtetes Dasein irgendwo in der hintersten Ecke im Küchenschrank, wo er höchstens einer kleinen Spinne ein neues Zuhause bietet. Der Grund: Viele – gerade jüngere – Generationen wissen nicht, wie man mit einem Schnellkochtopf umgeht, oder trauen sich nicht an ihn heran. Gerade, wenn man von Muttern oder Oma einen ausrangierten Schnellkochtopf bekommt, kann die Verwirrung groß sein. Selbsterklärend ist ein Schnellkochtopf nämlich nicht, der Umgang mit ihm will gelernt sein. Ohne Anleitung wird das schwierig, denn wenn er nicht korrekt benutzt wird, gelingen die Speisen nicht. Allein im Erscheinungsbild hat er nur in Grundzügen etwas mit einem herkömmlichen Topf zu tun und die Handhabung geht über „Herdplatte einschalten, Topf drauf stellen, Zutaten hineingeben“ doch ein wenig hinaus. Klingt zu kompliziert? Ist es nicht. Wir erklären Dir, wie der Schnellkochtopf funktioniert.

Der Schnellkochtopf
Keine Scheu vor dem Schnellkochtopf!

Alles Roger? Überprüfe vor dem Kochen Deinen Schnellkochtopf

Überprüfe den Schnellkochtopf vor jedem Einsatz auf Risse oder Dellen. Auch der Gummiring im Deckel sollte nicht spröde oder beschädigt sein, denn dann ist nicht mehr gewährleistet, dass der Topf dem Druck im Innern auch wirklich standhält. Bei Schnellkochtöpfen von bewährten Küchenmarken kann der Gummiring in der Regel nachgekauft werden, sofern er nach ein paar Jahren marode werden sollte. Egal, ob günstiger No-Name aus dem Discounter oder hochwertiges und hochpreisiges Markenprodukt: Bei keinem Schnellkochtopf musst Du um Deine Sicherheit fürchten, denn bevor sie in den Verkauf dürfen, werden alle Schnellkochtöpfe TÜV-geprüft. Je nach Marke kann das Kochen mit dem Schnellkochtopf leicht variieren, ziehe daher auch immer die beiliegende Anleitung zu Rate oder informiere Dich im Fachhandel oder im Internet, wie genau das Kochen mit Deinem Exemplar funktioniert.

Das Geheimnis wird gelüftet: So funktioniert ein Schnellkochtopf

Der wesentliche Unterschied zwischen einem Schnellkochtopf und dem herkömmlichen Topf ist Dampf. Im Schnellkochtopf werden Kartoffeln, Gemüse und Fleisch durch Wasserdampf gegart. Wasserdampf kann höhere Temperaturen erreichen als kochendes Wasser, dadurch landet das Essen schneller auf dem Teller. In einem normalen Topf kann man allerdings nicht so effektiv mit Wasserdampf garen. Du kennst das Phänomen: Sobald das Wasser kocht, entweicht der Wasserdampf, denn auch der aufliegende Deckel kann ihn nicht halten. Zwar ist das Dampfgaren eine beliebte Methode, in einem normalen Topf Gemüse und Co. auf die sanfte Tour und ganz schonend zu garen, doch dabei liegt das Gargut lediglich im vorbeiziehenden Dampf – der Herd muss dabei ganze Arbeit leisten, um die Dampfproduktion am Laufen zu halten. Dazu kommt noch, dass die Hitze des Dampfes auf diese Weise nicht optimal ausgenutzt werden kann. Energie sparen geht anders. Wie, weiß der Schnellkochtopf. Er wird mit etwas Wasser befüllt (jeder Schnellkochtopf hat an der Wand eine Markierung für die benötigte Wassermenge) und mit dem Gargut bestückt, anschließend wird sein Deckel fest mit dem Topf verbunden und dann erhitzt. Auf diese Weise bleibt der sich entwickelnde Dampf im Topf und kann nicht entweichen. Das bedeutet aber auch, dass sich im Innern ein hoher Druck entwickelt – daher wird der Deckel gut mit dem Topf verbunden, sonst funktioniert das Prinzip nicht. Er sorgt zudem dafür, dass selbst die Siedetemperatur des Wassers auf 116° Celsius ansteigt. Fleisch und Gemüse sind in dieser „Sauna“ deutlich schneller gar, je nach Gericht verringert sich die Garzeit um 70 Prozent. Bei ganzen Kartoffeln, die sonst nach in etwa 30 Minuten fertig sind, beläuft sich die Zeitersparnis auf 15 Minuten. Einen deutlicheren Unterschied machen Braten (wie zum Beispiel Schweine- oder Sauerbraten), die innerhalb von 30 Minuten auf dem Tisch stehen. Sobald die Eieruhr geklingelt hat (die Dauer gibt das jeweilige Rezept vor), nimmst Du den Schnellkochtopf vom Herd und schaltest ihn aus. Bevor Du ihn öffnest, muss unbedingt der Druck abgelassen werden. Moderne Schnellkochtöpfe und auch viele ältere Modelle haben eigens dafür einen Knopf, der den Dampf langsam ablässt. Am schnellsten geht es jedoch, wenn Du den Topf in das Spülbecken stellst und kaltes Wasser darüber laufen lässt. Am Stand des Druckventils erkennst Du, wann Du ihn gefahrlos öffnen kannst. Versuche niemals, den Topf vor dem Druckausgleich zu öffnen, das kann schwere Verbrennungen zur Folge haben!

Wie ist der Schnellkochtopf aufgebaut?

Wie bereits erwähnt, besteht der Schnellkochtopf aus einem großen, schweren Topf, der mit seinem Deckel fest verbunden werden kann. Soweit, so gut. Dahinter steckt natürlich noch etwas mehr ausgetüftelte Technik. Schließlich muss ein Schnellkochtopf dem Druck im Innern auch standhalten können. Deswegen ist der Schnellkochtopf sehr dickwandig. Nicht nur das, es muss auch ein System vorhanden sein, das den Dampf wieder sicher entweichen lässt, bevor Du den Topf öffnest, er soll Dir ja nicht um die Ohren fliegen. Hier steckt der Clou im Deckel: Der Topf ist so konstruiert, dass sich der Deckel fest mit dem Topf verbinden lässt. Diese Aufgabe übernimmt ein bajonettartiges Verschlusssystem. Damit wirklich kein Dampf entweicht, dichtet ein Gummiring den Kontaktpunkt zwischen Topf und Deckel zusätzlich ab. Gleich zwei Ventile sorgen für maximale Sicherheit und zeigen an, wie hoch der Druck im Innern ist. Eines dieser Ventile ist das Druckventil. Es hat farbliche Markierungen, die die Druckhöhe anzeigen. In der Regel gibt es zwei Garstufen, empfindlichere Lebensmittel wie Fisch und Gemüse werden auf der niedrigeren Stufe gekocht, während Eintöpfe und Braten durchaus etwas mehr Hitze und Druck vertragen können. Diese Stufen lassen sich ebenfalls am Druckventil ablesen. Das zweite Ventil ist das Sicherheitsventil, es sorgt dafür, dass beim Kochen mit dem Schnellkochtopf wirklich nichts schiefgehen kann und lässt im Notfall Druck ab. Es reguliert auch den maximal zulässigen Druck im Topfinnern während des Kochens. Erschrick Dich also nicht, wenn es zwischendurch anfängt, zu zischen. Das ist auch Dein Zeichen, die Herdplatte herunter zu schalten, denn der Topf hat alle Energie, die er braucht – und Du sparst sie.

Was lässt sich im Schnellkochtopf zubereiten und was nicht?

Ob es der geplante Sonntagsbraten ist, ein deftiges Gulasch, ein herzhafter Eintopf, Fisch oder Gemüse: Der Schnellkochtopf bereitet Dir Deine Leckereien wortwörtlich im Handumdrehen zu. Den Braten musst Du vorher nur einmal kurz scharf anbraten, dann kann er auch schon in den Schnellkochtopf wandern. Welche Gerichte im Schnellkochtopf zubereitet werden können oder sollten, zu dieser Frage gibt es gespaltene Meinungen. Generell kann man in ihm Gemüse und Kartoffeln, Fisch, Fleisch, Suppen und Eintöpfe zubereiten. Gulasch und Hühnerfrikassee beispielsweise sind klassische Gerichte, die neben Braten und Kartoffeln gut im Schnellkochtopf zubereitet werden können. Reis und Hülsenfrüchte sind auch denkbar, allerdings gibt es mitunter Befürchtungen, dass sie dann zu matschig werden könnten – dann wiederum findet man Rezepte für Risotto, das im Schnellkochtopf zubereitet wird. Auf jeden Fall ist es nicht ratsam, Nudeln in ihm kochen zu wollen – sie dürften sich bei dem hohen Druck schnell in einen Brei verwandeln. Einzige Ausnahme: Wenn Pasta Teil eines Eintopfes ist, kannst Du sie dazu geben. Ganz wichtig: Der Schnellkochtopf ist zum Kochen da, nicht zum Frittieren! Auf keinen Fall solltest Du Fett bei geschlossenem Deckel erhitzen und somit unter Druck setzen.

Wer einen Schnellkochtopf in der Küche hat, hat einen echten Helfer an der Hand. Er sorgt nicht nur dafür, dass in einer halben Stunde der Braten fertig ist, der sonst über Stunden im Backofen schmoren würde. Er ermöglicht auch ein energiesparenderes Kochen als mit herkömmlichen Töpfen und bewahrt dabei viele Nährstoffe, die sonst verloren gehen. Es lohnt sich also, sich mit ihm vertraut zu machen. Denn die Bedienung eines Schnellkochtopfes hast Du schnell gelernt, danach wirst Du ihn nie wieder hergeben wollen! Damit Du auch gleich mit dem Kochen loslegen kannst, haben wir hier für Dich ein paar Rezepte für den Schnellkochtopf zusammengestellt:

Mysterium Schnellkochtopf

Mysterium Schnellkochtopf
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Bildquelle: iStock/BackyardProduction

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