Christopher Robin
Nina Rölleram 14.08.2018

Als Winnie-Puuh-Fan hatte ich damit gerechnet, dass mir die neue Disney-Realverfilmung, die am 16. August in die Kinos kommt, gefallen wird. Allerdings war ich nicht darauf vorbereitet, dass mir fast den ganzen Film über Tränen die Wangen runterkullern würden – und das, obwohl ich sonst selten bei Filmen weinen muss. Im Interview mit dem Regisseur Marc Forster habe ich herausgefunden, warum „Christopher Robin“ Erwachsenen wie mir so nahe geht.

Während der Premierenvorführung von „Christopher Robin“ musste ich mich wirklich zusammenreißen. Ich hatte einen seichten Kinderfilm erwartet und natürlich keine Taschentücher eingepackt. Dazu würde ich allerdings dringend raten – zumindest, wenn du Winnie Puuh, Ferkel und die anderen auch so niedlich findest wie ich oder dich die Geschichte an deine Kindheit erinnert. So ganz konnte ich mir allerdings nicht erklären, warum mich dieser Film derart emotional berührt hat, schließlich ist „Christopher Robin“ kein wirklich trauriger Film.

Winnie Pooh Realverfilmung

Winnie Puuh erinnert seinen inzwischen erwachsenen Freund Christopher Robin (Ewan McGregor), worum es im Leben wirklich geht.

Eine Erinnerung an die eigene Kindheit

Wie gut also, dass ich den deutsch-schweizerischen Regisseur Marc Forster in Berlin zum Interview treffen konnte. Er bestätigt mir, dass er mit „Christopher Robin“ auf keinen Fall nur einen Film für Kinder machen wollte. Die neue Realverfilmung sei „ein klassischer Disney-Familienfilm“, wie Forster ihn aus seiner eigenen Kindheit kennt. Zudem sei es „sehr selten, dass ein Charakter über so viele Jahre hinweg immer noch aktuell bleibt.

Der Film schaffe es durch den Nostalgie-Faktor, erwachsene Menschen in ihre Kindheit zurückzubringen:

Für die englische Original-Fassung habe ich bewusst Jim Cunnings für die Stimme von Winnie Puuh gecastet, die gleiche Stimme wie im Disney-Cartoon der 80er-Jahre. Das fühlt sich wie eine warme Wolldecke an, die man sich an einem kalten Tag überziehen kann und sich wieder wohl und geborgen fühlt.

Marc Forster, Regisseur

Die Puuh-Philosophie ist nicht zu unterschätzen

Es war allerdings nicht nur die putzige Gestaltung der Figuren und ihre Stimmen, die mich verzückt haben, sondern vor allem die naiven Aussagen Winnie Puuhs. Marc Forster weist darauf hin, dass diese Puuh-isms, wie die Weisheiten des pummeligen Bären unter Fans genannt werden, zwar albern und absurd scheinen, aber viel in ihnen steckt.

Die Menschen sagen, nichts ist unmöglich, aber ich mache jeden Tag nichts.

Winnie Puuh

Mit seiner naiven Sicht auf die Welt, schafft es Winnie Puuh, den erwachsenen, vom Arbeitsleben gestressten Christopher Robin wieder an seine Kindheit zu erinnern. Und genau darum gehe es in dem Film: „Es ist so wichtig, dieses Spielerische beizubehalten. Wenn man das verliert, ist man weniger glücklich.

Einige niedliche Filmszenen und was der Hauptdarsteller Ewan McGregor über die Puuh-isms zu sagen hat, kannst du dir in diesem Clip ansehen:

Stofftiere sind nicht bloß Spielzeuge

Doch die Puuh-isms und der Nostalgie-Faktor alleine waren es noch nicht, die mich so berührt haben. Marc Forster hat noch eine weitere Erklärung parat, warum der Film erwachsene Zuschauer sentimental stimmen kann:

Ich glaube, dass die meisten als Kinder Stofftiere hatten, die sie festhalten konnten, die sie getröstet haben, wenn es ihnen schlecht ging, oder sie einsam waren. Das war mir wichtig, die Zuschauer dorthin zurück zu führen.

Marc Forster, Regisseur

Genau das hat er bei mir geschafft. Ich musste während des Films daran denken, wie ich, genauso wie Christopher Robin, als Kind eine innige Beziehung zu meinen Stofftieren hatte. Ich erinnerte mich auch daran, wie ich ihnen damals versprach, sie niemals aus meinem Bett zu verbannen, wie es die langweiligen Erwachsenen tun. Jetzt, wo ich erwachsen und berufstätig bin, fristen die meisten von ihnen jedoch ein trostloses Dasein in einem Karton im Keller.

Lediglich meinen Lieblings-Stofftier-Delfin, quasi meinen „Winnie Puuh“, nehme ich manchmal noch zum Kuscheln ins Bett. Seitdem ich „Christopher Robin“ gesehen habe, erinnert er mich auf jeden Fall wieder daran, wie wichtig es ist, meine kindliche Seite auszuleben und auch im Arbeitsstress nicht zu vergessen, Zeit mit Menschen zu verbringen, die mir am Herzen liegen.

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Ich hätte nicht gedacht, dass mich ein neuer Disney-Film noch einmal so begeistern könnte. Ich kann ihn auf jeden Fall allen empfehlen, denen viele aktuelle Kinderfilme zu schrill sind, da „Christopher Robin“ mit seinen gedeckten Farben und ruhigen Dialogen, sehr nostalgisch daher kommt. Vielleicht wird „Christopher Robin“ nach „Der König der Löwen“ sogar mein neuer Lieblings-Disneyfilm. Ich werde mich auf jeden Fall davon überzeugen, wenn ich ihn bald ein zweites Mal im Kino anschaue – und werde dieses Mal Taschentücher mitbringen. Wirst du dir „Christopher Robin“ im Kino ansehen und auf welchen Charakter freust du dich am meisten? Verrate es mir in den Kommentaren!

Bildquelle:

Disney


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