Geld pro Kind weihnachtsgeschenke
Nina Rölleram 20.12.2017

In der Weihnachtszeit kann nicht nur die Frage danach stressen, was man seinen Kindern schenken soll, sondern auch wie viel überhaupt angemessen ist. Eine neue Studie hat ergeben, dass sich viele Deutsche für Weihnachtsgeschenke sogar verschulden. Doch ist das überhaupt notwendig? Ich habe mir genauer angesehen, wie viel Eltern pro Kind für Weihnachtsgeschenke ausgeben und war über die hohen Summen doch sehr erstaunt.

So viel geben die Deutschen insgesamt aus

Weißt du genau, wie viel du für all deine Weihnachtsgeschenke jährlich ausgibst? Wenn ich ehrlich bin, möchte ich das gar nicht so genau wissen, weil am Ende wohl doch ein stolzes Sümmchen zusammenkäme. Allerdings wird es mit den Jahren immer weniger, da ich nur meine engsten Familienmitglieder beschenke, die alle erwachsen sind und sich mit einer Kleinigkeit begnügen. Anders würde es wohl aussehen, wenn ich Kinder hätte.

Pro Kind haben Eltern im vergangenen Jahr nämlich im Schnitt 150 Euro ausgegeben. Das ist in etwa so viel, wie ich dieses Jahr insgesamt für vier Personen ausgegeben habe. Man male sich dann noch aus, wie es bei einer großen Familie mit mehreren eigenen Kindern und Nichten aussieht. Da ist es kein Wunder, wenn sich rund fünf Prozent der Deutschen, also etwa 3,5 Millionen Menschen, für Weihnachtsgeschenke verschulden müssen, wie eine neue Studie der Gesellschaft für Konsumforschung herausgefunden hat. Die Zahlen, wie viel insgesamt für Weihnachtsgeschenke ausgegeben wird, schwanken stark von Studie zu Studie. Laut dem Handelsverband Deutschland plant jeder Bundesbürger etwa 466 Euro für Geschenke ein, anderswo liest man eher von durchschnittlichen 250 bis 280 Euro.

Weihnachtsgeschenke Statistik

Sollte es ein Maximum pro Kind geben?

verschulden weihnachtsgeschenke

In vielen Familien ist das Geld an Weihnachten knapp.

Bei den angegebenen Zahlen handelt es sich natürlich um reine Durchschnittswerte. In wohlhabenderen Familien oder in solchen, die sich in tiefe Schulden stürzen, übersteigt der Wert der Weihnachtsgeschenke pro Kind wohl locker die 150-Euro-Marke. Bei meiner Recherche bin ich auch auf einen Blogartikel gestoßen, der in den sozialen Netzwerken auf große Beliebtheit gestoßen ist. Darin appelliert die Bloggerin und Mutter Kathy Radigan an Eltern, sich auf drei Geschenke pro Kind zu beschränken. Mich hat das alles sehr überrascht: 150 Euro sind nicht mehr viel, sondern Durchschnitt? Drei Geschenke sind anscheinend wenig und stehen für Bescheidenheit? Wow.

Wenn ich an meine Kindheit denke, habe ich das eine oder andere Weihnachten bestimmt auch Geschenke im Wert von etwa 150 Euro bekommen. Und wenn man alle Kleinigkeiten zusammenzählt, waren es vielleicht auch mal mehr als drei Geschenke. In der Regel lief es bei mir aber so ab: Als Hauptgeschenk gab es ein größeres Plüschtier von Steiff, auf das ich mich monatelang gefreut habe. Bei denen wusste ich genau, dass sie etwas Besonderes und dementsprechend teuer sind. Für einen solchen schönen Delfin, der mich bis heute begleitet, zahlt man bei Amazon zum Beispiel etwa 46 Euro* (emotionaler Wert = unbezahlbar). Dazu gab es dann noch einige Kleinigkeiten wie Bücher, Hörspielkassetten oder Kleidung und von den Großeltern noch mal 50 Euro. Damit habe ich mich immer reichlich beschenkt gefühlt. Ich hatte keinesfalls das Gefühl, dass meine Eltern mich nur durchschnittlich oder gar zu wenig beschenkt hätten. Hat sich das mit der Zeit geändert? So alt bin ich zwar noch nicht, aber womöglich haben Kinder heutzutage tatsächlich kostspieligere Wünsche als ein neues Plüschtier. Mit 150 Euro kommt man in Sachen Smartphones, Spielekonsolen oder Tablets natürlich schnell an seine Grenzen.

Zu viele Geschenke schaden Kindern laut amerikanischen Wissenschaftlern.

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Was zu viele Geschenke bewirken

Eltern sollten sich beim Beschenken ihrer Kinder wohl nicht nur fragen, ob es wirklich notwendig ist, sich zu verschulden, sondern auch, was all die vielen Geschenke mit den Kindern machen. Denn dass man sich die Liebe seiner Kinder nicht erkaufen kann, sollte schließlich jedem klar sein. Noch dazu möchte man doch auch keine verzogenen Gören, die jedes Jahr mehr erwarten und die einzelnen Spielsachen gar nicht mehr wertschätzen können, oder? Was ein Psychologe zu übermäßigen Weihnachtsgeschenken sagt, kannst du dir im Video anschauen:

Liegt das Problem bei dir?

Wenn du deine Kinder mit Weihnachtsgeschenken überhäufst, lebst du ihnen auch vor, dass Materielles einen hohen Stellenwert hat. Frage dich also, ob du das wirklich möchtest und du mit deiner Großzügigkeit deinen Kindern am Ende schadest. Woher kommt dein Drang, so viel zu verschenken? Finde in unserem Test heraus, was für dich an Weihnachten wirklich zählt!

Wie wichtig sind dir Weihnachtsgeschenke?

Weißt du genau, wie viel Geld du jedes Jahr für Weihnachten ausgeben kannst? Setzt du dir selbst ein Limit oder hörst du erst dann auf, wenn dein Dispokredit voll ausgereizt ist? Sag uns in den Kommentaren, welche Summe nach deinem Empfinden pro Kind an Weihnachten ausreicht!

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Bildquelle:

iStock/Getty Images Plus/Ruslanshug, Statista, iStock/Getty Images Plus/sisterspro

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