Für Links auf dieser Seite erhält desired ggf. eine Provision vom Händler, z.B. für mit oder lila Unterstreichung gekennzeichnete. Mehr Infos.
  1. desired
  2. Lifestyle
  3. Haushaltstipps
  4. Nüsse einweichen: Ist es sinnvoll und wie funktioniert das?

Haushaltstipps

Nüsse einweichen: Ist es sinnvoll und wie funktioniert das?

Immer wieder hörst du, dass Nüsse einweichen sehr viel bringt. Die Nüsse sollen nach dem Einweichen leicht bekömmlich sein. Doch ist es sinnvoll oder nicht und wie funktioniert es? Wir haben für dich nachgeforscht.

Welchen Vorteil hat es, Nüsse einzuweichen?

Von einigen Wissenschaftlern wird empfohlen, Nüsse vor dem Verzehr einzuweichen. Sie würden dann „aktiviert” werden. Falls man sie nicht einweicht, könnten Anti-Nährstoffe enthalten sein, die deine Gesundheit beeinträchtigen. Zudem wird behauptet, dass Nüsse leichter verdaulich sind, wenn sie eingeweicht werden. Für dich als ernährungsbewusste Frau ist das natürlich wichtig zu wissen. Doch das Einweichen dauert lange und spontanes Nüsse-Schlemmen fällt damit weg. Tatsächlich existieren Anti-Nährstoffe, die sich durch Einweichen stark reduzieren. Bei Getreide und Hülsenfrüchte ist dies der Fall. Doch wie ist es bei den Nüssen?

Nüsse einweichen Nussmilch
Um Nussmilch herzustellen, ist es natürlich sinnvoll die Nüsse vorher einzuweichen.

Nüsse einweichen: eine Schritt-für-Schritt Anleitung

Da es unterschiedliche Nussarten gibt, gibt es auch unterschiedliche Einweichzeiten für die Nüsse. Im Durchschnitt solltest du die Nüsse rund 10 Stunden einwirken lassen. Cashewnüsse hingegen sollten nur maximal 3 bis 6 Stunden eingeweicht werden, da sie sonst matschig und ungenießbar werden können. Folgendermaßen funktioniert das Nüsse einweichen: 

  1. Greife zu einer Schüssel und mische dir Salzwasser an (pro ½ Liter Wasser rund 1 TL Salz).
  2. Gib die Nüsse in die Schüssel mit dem Salzwasser.
  3. Lasse die Nüsse, am besten über Nacht, 8 bis 12 Stunden einweichen. 
  4. Gieße das Wasser mit einem Sieb ab.
  5. Spüle die Nüsse unter fließendem Wasser ab.
  6. Du kannst die Nüsse nun essen. 

Tipp: Falls du die Nüsse nicht direkt essen möchtest, lege sie zum Trocknen hin. Wenn sie nicht trocken sind, bevor du sie luftdicht verschließt, können sie schimmeln. Trockne sie an der Luft, im Backofen oder in einem Dörrgerät.

Die 24 genialsten Küchen-Tools auf Amazon

Die 24 genialsten Küchen-Tools auf Amazon
Bilderstrecke starten (25 Bilder)

Was genau sind Anti-Nährstoffe?

Bei Anti-Nährstoffen handelt es sich um Lektine, Phytinsäure, Tannine, Oxalsäure und Enzymhemmer. Besonders die Enzymhemmer sind im Gespräch. Sie alle wirken ähnlich und das schauen wir uns kurz anhand von drei Beispielen an:

  • Enzymhemmer: Sie sind in Nüssen und Samen enthalten, um Insekten das Leben schwer zu machen. Auf Menschen haben sie wenig Auswirkungen, denn manchen liegen Nüsse schwer im Magen, andere wiederum nicht.
  • Lektine: Bei Lektinen handelt es sich ebenfalls um einen Schutzmechanismus der Pflanze, um gegen Fressfeinde anzukommen. Lektine seien zellschädigend und entzündungsfördernd. Sie binden Mineralstoffe und sorgen für einen Mineralstoffmangel. Auf Menschen hat dies allerdings keinen Einfluss.
  • Phytinsäure: Die Säure bindet Mineralstoffe und Spurenelemente an sich, sodass sie, ohne aufgenommen zu werden, wieder ausgeschieden werden. Allerdings schwankt die Phytinsäuremenge in Nüssen stark, sodass der Gehalt teilweise gar nicht relevant ist. Bei einer ausgewogenen Ernährung ist es nicht nötig, die Nüsse zu waschen. Der menschliche Körper wird damit fertig und benötigt die Säure zum Teil sogar. Sie soll krebshemmend sein, beinhaltet viele Antioxidantien und soll sorgt für einen gleichmäßigen Blutzuckerspiegel sorgen.

Ist das Nüsse einweichen sinnvoll?

Das Einweichen der Nüsse in Salzwasser soll die Enzymhemmer deaktivieren und den Keimvorgang der Nüsse aktivieren. Dadurch sollen Menschen Nüsse besser verdauen können. Da Nüsse durch das Einweichen allerdings nicht zum Keimvorgang geführt werden, sind sie auch nicht leichter verdaulich. Auch Lektine kann man nicht auswaschen, lediglich auskochen. Das aber auch nur in geringen Mengen und nicht komplett. Der menschliche Körper weiß aber damit umzugehen. Bei der Phytinsäure kam sogar heraus, dass ein Einweichen den Säuregehalt in den Nüssen und Mandeln nicht ändert. Er bleibt also ohne Wirkung. Bei Mandeln kann er sich sogar noch erhöhen, wenn sie eingeweicht werden. Weder Mandeln noch Cashewnüsse oder Walnüsse müssen eingeweicht werden.

Das Einweichen von Nüssen ist nicht sinnvoll. Grundsätzlich liefern eingeweichte Nüsse keine veränderten Ergebnisse, die positiv ausgelegt werden könnten. Es macht also keinen Sinn, Nüsse einzuweichen. Wenn du allerdings für ein Rezept eingeweichte Nüsse benötigst, dann kannst du das unbedenklich machen.

Gesunde Snacks im Home-Office: 10 leckere Ideen für zwischendurch

Gesunde Snacks im Home-Office: 10 leckere Ideen für zwischendurch
Bilderstrecke starten (15 Bilder)

Bildquelle:
Unsplash.com / Nacho Fernández
Gettyimages/ Rocky89

Hat dir "Nüsse einweichen: Ist es sinnvoll und wie funktioniert das?" gefallen? Dann hinterlasse uns ein Like oder teile unseren Artikel. Wir freuen uns über dein Feedback - und natürlich darfst du uns gerne auf Facebook, Pinterest, Instagram, TikTok, Flipboard und Google News folgen.

Du willst nichts mehr verpassen?
Dann folge uns auf: