Naturkosmetik – Wie Bio ist Bio wirklich?
Anett Pohlam 09.08.2012
Naturkosmetik

Natürlich schön mit Naturkosmetik

Der Bio-Trend beschränkt sich schon längst nicht mehr auf Nahrungsmittel und Kleidung. Auch Naturkosmetik boomt. Cremes, Schminke und Lotionen mit Pflanzenextrakten, Vitaminen und Wirkstoffen von Mutter Natur lassen das Öko-Herz höher schlagen und begeistern immer mehr Beauty-Queens. Doch wie natürlich ist das ganze Zeug eigentlich wirklich?

Klar, Naturkosmetik ist momentan der Renner in den Drogerie-Regalen. Ob Shampoo, Duschgel, Handcreme oder Make-up – Bio steht ganz oben auf der Wunschliste der Verbraucherinnen. Aber wer garantiert uns eigentlich, dass die Cremes und Lotionen, die uns als natürlich angepriesen werden, wirklich direkt aus dem Schoße der Natur stammen?

Naturkosmetik: Prüfzeichen und Ökosiegel unter der Lupe

In erster Linie sollen natürlich die sogenannten Ökosiegel für Transparenz sorgen und gewährleisten, dass das, was die Hersteller als Bio bezeichnen, wirklich Bio-Standards entspricht. Dafür werden zunächst einmal die verwendeten Rohstoffe unter die Lupe genommen. Diese sollen aus kontrolliert ökologischem Anbau stammen und schonend verarbeitet sein, damit ihre Wirkung nicht verloren geht. Zudem darf Naturkosmetik natürlich auf keinen Fall mit Tierversuchen, Genmanipulation, Silikonen und chemischen Konservierungsstoffen in Verbindung gebracht werden.

So weit, so gut. Allerdings gibt es bei den Naturkosmetik-Zertifizierungen deutliche Unterschiede, was die Prozentzahlen betrifft, zu denen die Rohstoffe wirklich biologischer Herkunft sein müssen. Manche Ökosiegel finden wir auf Produkten, in denen lediglich zu 50 Prozent natürliche Inhaltsstoffe enthalten sind. Es lauern also Fallen auf uns Verbraucher, mit denen wir nicht rechnen, wenn wir in der Drogerie unseres Vertrauens zu Naturkosmetik greifen.

Wer wirklich ausschließlich auf Naturkosmetik setzen und sichergehen will, dass seine Bio-Creme auch wirklich zu 100% Bio ist, sollte sich zuvor ausführlich über die Kriterien der Ökosiegel informieren. Denn ein Prüfzeichen alleine garantiert leider noch lange kein hundertprozentiges Naturprodukt.

Bildquelle: dreamstime

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