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ToxFox findet heikle Inhaltsstoffe in Kosmetik

Gefährlich?

ToxFox findet heikle Inhaltsstoffe in Kosmetik

Was ist eigentlich in unserer Kosmetik drin? Bei der Fülle schädlicher oder potentiell schädlicher Inhaltsstoffe, kann man schon mal schnell den Überblick verlieren, was man überhaupt noch unbedenklich verwenden kann. Zudem sind die Bezeichnungen auf der Liste der Inhaltsstoffe (INCI) vieler Produkte oft so fremd, dass man sie nicht ohne Weiteres zuordnen kann. Um Dir die Suche nach Produkten zu erleichtern, die Du mit gutem Gewissen verwenden kannst, hat der BUND die kostenlose App ToxFox entwickelt.

ToxFox
Mit ToxFox kannst Du Kosmetika noch vor dem Kauf überprüfen

Die Mobile App ToxFox wurde 2013 vom Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) herausgebracht, um es Verbrauchern leichter zu machen, Produkte ohne Chemikalien zu finden, die in den Hormonhaushalt eingreifen und somit Krankheiten verursachen können. Die App ToxFox gibt es bereits für iOS- sowie Android-Geräte und sie kann kostenlos aus dem App-Store heruntergelanden werden. Für Nutzer von Windows Phones und aller weiteren internetfähigen Handys bietet der BUND zudem die Möglichkeit, die Inhaltsstoffe von Kosmetika auch über ihre Webseite zu checken.

So funktioniert ToxFox

Nachdem Du Dir die kostenlose App heruntergeladen hast, kannst Du den Strichcode der Produkte, für die Du Dich interessierst, einscannen. ToxFox liefert Dir dann in Sekundenschnelle Aufschluss darüber, ob sich hormonell wirksame Inhaltsstoffe in Deiner Wunschkosmetik verstecken. Besonders erschreckend ist das, wenn man Kosmetika scannt, die man bereits seit Jahren benutzt und dann feststellen muss, dass darin Inhaltsstoffe wie Methylparaben oder Propylparaben enthalten sind. ToxFox erklärt Dir auch, warum gewisse Stoffe als bedenklich eingestuft werden und welche Funktion sie in der Kosmetik erfüllen sollen. Propylparaben, so liest man beispielsweise in der App, werde als Konservierungsmittel eingesetzt und habe bei Versuchen mit Tieren zu hormonellen Störungen und einem Rückgang der Spermienqualität geführt.

Alternativ kannst Du auch in verschiedenen Kategorien wie „Babypflege“, „Gesichtspflege“, „Parfüm“ oder „Sonnenschutz“ nach Produkten suchen. Bist Du etwa auf der Suche nach einem unbelasteten Babyshampoo, findest Du in der entsprechenden Unterkategorie eine Auflistung vieler verschiedener Babyshampoos und siehst durch die grüne oder rote Kennzeichnung mit einem Blick, ob ToxFox das Produkt für bedenklich hält.

Dabei sollte man allerdings bedenken, dass ToxFox ein Produkt unter Umständen schon als bedenklich einstuft, obwohl die gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte der jeweiligen Inhaltsstoffe nicht überschritten wurden. Die oben genannten Parabene sind beispielsweise bis zu einem Grenzwert von 0,4 Prozent in Kosmetika erlaubt, denn laut einer Stellungnahme des Bundesinstituts für Risikoforschung aus dem Jahr 2011 seien sie bis zu dieser Konzentration „als sicher für alle Bevölkerungsgruppen anzusehen“. Bei dieser Einschätzung werden allerdings nicht die Wechselwirkungen verschiedener Inhaltsstoffe bedacht.

Mit ToxFox protestieren

Trotzdem wird schnell klar: Kosmetika ohne hormonelle Stoffe gibt es nicht gerade wie Sand am Meer – und das kann frustrierend sein! Wer seinem Ärger darüber Luft machen möchte, dem bietet ToxFox außerdem die Möglichkeit, den Herstellern eine Protestnachricht zu senden, in denen man darauf aufmerksam machen kann, dass man sich Produkte ohne hormonelle Stoffe wünscht.

ToxFox ist eine praktische und noch dazu kostenlose App für jeden, der nicht länger die Katze im Sack kaufen will, sondern genau wissen möchte, was man sich und seinen Kindern täglich auf die Haut schmiert oder in die Haare massiert.

Bildquelle: iStock/DmitriMaruta

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