hypoallergene Kosmetik kann gefährlich werden
V.Richteram 01.08.2018

Achtung Allergiker: Laut einer Studie, die im amerikanischen Gesundheitsmagazin Jama Dermatology veröffentlicht wurde, enthält ein Großteil hypoallergener Kosmetik Zutaten, die nicht unbedingt für sensible Haut geeignet sind. Also: Augen auf bei der Wahl der richtigen Produkte!

Was bedeutet „hypoallergen“?

Seitens der Kosmetikindustrie bezeichnet der Begriff ein Produkt ohne allergieauslösende Inhaltsstoffe. Verwendet werden in hypoallergenen Produkten zumindest nur Bestandteile, die selten Allergien auslösen. Und das ist die Gefahr: Für Menschen mit empfindlicher Haut ist ein hypoallergenes Produkt nicht automatisch geeignet oder völlig unbedenklich. Wenn die Haut auf einen Inhaltsstoff reagiert, der nicht zu den „häufigen“ gehört, kann es schnell zu Irritationen, Reizungen oder im schlimmsten Fall zu einem allergischen Schock kommen.

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Hautprobleme beeinträchtigen die Lebensqualität

Bei Kosmetika werden allergische Reaktionen am häufigsten durch enthaltene Konservierungsmittel und Duftstoffe ausgelöst. Falls du Allergiker bist und das Risiko einer allergischen Reaktion vermindern möchtest, solltest du hypoallergene Kosmetik ohne diese Bestandteile bevorzugen. Unter Hautproblemen zu leiden, stellt für die Betroffenen eine immense Beeinträchtigung der Lebensqualität dar. Wer fühlt sich mit Hautausschlag, Ekzemen und Juckreiz schon wohl in seiner Haut?

Allergisch bedingter Hautausschlag

Ein allergisch bedingter Hautausschlag ist nicht nur nervig, sondern meist auch schmerzhaft.

Dazu kommt, dass der Begriff „hypoallergen“ rechtlich nicht geschützt ist. Die Hersteller können die Bezeichnung ganz nach Bedarf verwenden, ohne dass Kontrollen erfolgen. Kosmetik-Unternehmen müssen darüber hinaus auch nichts zur Genehmigung einreichen, bevor sie hypoallergene Produkte auf den Markt bringen. Die Bezeichnung hat in erster Linie ein Ziel: Es ist ein verkaufsförderndes Argument.

Ein weiterer Kosmetik-Irrtum: Dermatologisch getestet

Auch bei der Bezeichnung „dermatologisch getestet“, handelt es sich eher um Marketing. Jeder Hautarzt (Dermatologe) kann testen, ob ein Produkt hautverträglich ist oder nicht. Aber mit welchem Ergebnis, unter welchen Bedingungen und an wie vielen Personen getestet wurde, steht in der Regel nicht auf der Packung.

Falls du keine Allergien, aber dennoch empfindliche Haut hast, erfährst du hier, wie du sie bestmöglich pflegst:

7 Tipps, um deine sensible Haut richtig zu pflegen

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Wie du deine Haut schützen kannst

Wer glaubt, durch die Verwendung von hypoallergener oder dermatologisch getesteter Kosmetik auf der sicheren Seite zu sein, kann unter Umständen also eine Enttäuschung erleben. Vielmehr solltest du herausfinden, ob du unter einer Kontaktallergie leidest und welche Stoffe die Allergieauslöser sind.

Nimm dir beim Kauf deiner Kosmetik die Zeit, die enthaltenen Inhaltsstoffe genau zu prüfen. Suche im Zweifelsfall das Gespräch mit einem Arzt oder Apotheker – das sollte dir deine Haut wert sein. Hast du bereits schlechte Erfahrungen mit Kosmetik gemacht, die als hautfreundlich oder hypoallergen deklariert war? Erzähl mir in den Kommentaren davon!

Bildquelle:

Getty Images/lenta

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