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Naturkosmetik

Naturkosmetik-Cremes bei Stiftung Warentest: Vor allem günstige Cremes schneiden „Gut“ ab

Naturkosmetik-Cremes bei Stiftung Warentest: Vor allem günstige Cremes schneiden „Gut“ ab

Naturkosmetik wird immer beliebter. Deshalb springen auch viele große Kosmetik-Marken auf den Zug auf und bringen „naturnahe“ Produkte auf den Markt. Stiftung Warentest hat nun 14 Gesichtscremes getestet, die entweder zertifizierte Naturkosmetik sind oder als besonders natürlich beworben werden. Dabei zeigt sich, die meisten Cremes im Test schneiden gut ab - und auch bei Naturkosmetik muss es nicht immer teuer sein.

Was ist der Unterschied zwischen Naturkosmetik und „naturnahen“ Cremes?

Zunächst einmal zu dem grundsätzlichen Unterschied zwischen Produkten von Naturkosmetikmarken wie Lavera oder Weleda und den „naturnahen“ Produkten von konventionellen Marken wie Garnier oder Nivea. Um als Naturkosmetik zertifiziert zu werden müssen Marken und ihre Produkte strengen Richtlinien folgen. Sie werden von unabhängigen Instituten geprüft und erhalten Siegel wie das von „Natrue“ oder „Cosmos“. Wichtigste Anforderung: Sie dürfen ausschließlich pflanzliche Stoffe und keine synthetischen Stoffe wie Emulgatoren oder Duftstoffe enthalten.

Bei „naturnahen“ Produkten großer Marken sieht das anders aus. Sie werden nicht extern geprüft. Da Werbeversprechen wie pflanzlich, bio, oder natürlich gut ankommen, werben sie damit. Es kann aber gut sein, dass nur ein beworbener Inhaltsstoff diesen Anforderungen entspricht und zusätzlich noch synthetische Stoffe genutzt wurden. Das muss nicht zwangsläufig etwas Schlechtes sein. Oftmals tragen die künstlichen Stoffe zur Wirkung des Produkts bei. Eine Frage, die der Test sich deshalb gestellt hat, war auch, ob die zertifizierten Naturkosmetik-Produkte eine genauso gute Wirkung haben wie die der konventionellen Marken. Gleichzeitig stehen einige synthetische Stoffe, vor allem Duftstoffe schon lange in der Kritik. Zudem sollte zwischen Werbeversprechen und tatsächlicher „Natürlichkeit“ keine allzu große Diskrepanz bestehen. Das alles lief mit in die Wertung der Produkte ein.

Vor allem Naturkosmetik schneidet mit „Gut“ ab

Schaut man sich die Produkte an, die mit einem „Gut“ bewertet wurden, sieht man hier auf den ersten Plätzen vor allem zertifizierte Naturkosmetik. Fans der Drogerie-Eigenmarken von dm, Rossmann oder Müller werden sich freuen: Die günstigen Cremes schnitten oft besser ab als die teurer Marken wie Lavera oder Sante. Bei Sante und Lavera etwa wurden Deklaration und Werbeaussagen nur mit „befriedigend“ bewertet. Bei Weleda fiel die Feuchtigkeitsanreicherung nur „befriedigend“ aus. Insgesamt wurden die Produkte damit alle noch als gut bewertet. Die Creme von Sante erhielt die Gesamtwertung 2,1, die Creme von Lavera eine 2,2 und die von Weleda eine 2,5. Damit liegen sie jedoch hinter den Eigenmarken von dm, Rossmann und Müller, die jeweils eine 2,0 als Gesamtwertung bekamen. Auf Platz 1 liegt hingegen ein Produkt einer konventionellen Marke. Die „Natural Balance Feuchtigkeitsspendende Tagespflege“ von Nivea holte mit 1,9 die Bestnote.

NIVEA Natural Balance feuchtigkeitsspendende Tagespflege (50 ml)

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Hier findest du alle Produkte die mit „Gut“ abgeschnitten haben in der Übersicht:

Die günstige Creme von dm ist einer der Testsieger und kann locker mit teuren Produkten mithalten. Damit ist sie nicht allein, wie du im Video siehst:

Zwei der teuersten Produkte im Test erhalten das Urteil „mangelhaft“

Der Test zeigt, dass es sich auch bei Naturkosmetik teuer nicht unbedingt besser heißt. Im Gegenteil, die günstigsten Produkte schnitten hier mit am besten ab. Bei günstigsten Produkt im Test, der „Aqua 24h Hyaluron Hydro Cremegel Meeresalge“ von dm Alverde wurde lediglich die Nutzerfreundlichkeit der Verpackung als „befriedigend“ bemängelt. Das teuerste Produkt im Test hingegen, der „Soothing Moisturizer“ von Douglas Kora Organics schnitt insgesamt nur mit einem „Befriedigend“ ab – dabei kostet er mit einem mittleren Ladenpreis von 48 Euro fast 16 mal so viel wie die Creme von dm.

Ebenfalls teuer und noch dazu deutlich schlechter bewertet sind im Test die Cremes von Lush (ca. 23,50 Euro) und Provida Organics (ca. 17,50 Euro). Beide fallen mit einem „Mangelhaft“ (5,0) durch. Der Grund: Die mikrobiologische Qualität lässt zu wünschen übrig. Im Labor haben die Tester von Stiftung Warentest den Cremes Keime untergemischt. Die beiden Produkte wurden nicht damit fertig.

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