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Intimpiercing stechen: Das musst Du wissen

Intimpiercing stechen

Ein Intimpiercing stechen zu lassen ist definitiv außergewöhnlicher und aufregender als ein klassisches Bauchnabelpiercing oder ein Septum in der Nase. Trotzdem finden es viele verlockend, ob rein optisch oder für gewisse sexuelle Spielereien. Doch welche Intimpiercings für Frauen gibt es überhaupt, wie pflegt man sie und wie schlimm sind die Schmerzen beim Stechen wirklich? Das alles erfährst Du hier!

Die Überlegung, ob man sich ein Intimpiercing stechen lassen soll oder nicht, nimmt mit Sicherheit mehr Zeit in Anspruch als die für ein klassisches Piercing. Allein die Vorstellung, dass ein Piercer mit einer Nadel an uns da unten herumhantiert, lässt einige schon von ihren Plänen abkommen und das Weite suchen. Wenn der Reiz groß genug ist, dass einen dieser Gedanke nicht abschreckt, dann sollte man sich dennoch ausreichend Zeit nehmen, um erst einmal abzuwägen, an welcher Stelle man das Intimpiercing haben will, welche Schmerzen es verursachen könnte und wie man es richtig pflegt, um auch lange Zeit Freude an dem ganz speziellen Körperschmuck zu haben. Wir klären Dich einmal der Reihe nach auf.

Intimpiercing stechen
Intimpiercing stechen lassen oder nicht? Auf jeden Fall gilt es, vorher einige Überlegungen zu machen

Intimpiercing für Frauen: Diese Varianten gibt es

Wer hätte gedacht, dass es in Sachen Intimpiercings für Frauen eine so riesige Auswahl gibt? Tatsächlich gibt es mehr als 20 verschiedene Arten, wie man seine Vagina als Frau verzieren lassen kann. Wir stellen Dir kurz die neun Klassiker vor:

  • Christina-Piercing: Dieses wird an der Stelle, an der die großen Schamlippen zusammenlaufen eingestochen und tritt am Venushügel wieder hervor.
  • Schamlippen-Piercing: Das Piercing wird hier durch die äußeren oder durch die inneren Schamlippen gestochen.
  • Fourchette-Piercing: Dieses befindet sich unterhalb der Stelle, an der die kleinen Schamlippen zusammentreffen, also Richtung Anus gehend.
  • Klitoris-Piercing: Durch seinen Sitz an dieser besonders empfindlichen Stelle gilt das Klitoris-Piercing als besonders stimulierend beim Sex. Es wird entweder vertikal oder horizontal durch die Klitoris gestochen. ACHTUNG: Dieses Piercing sollten wirklich nur erfahrene Piercer machen, da es gerade hier zu beträchtlichen Nervenschädigungen kommen kann.
  • Isabella-Piercing: Es geht durch den Klitorisschaft, liegt also unterhalb dieser.
  • Nefertiti-Piercing: Dieses wird durch die Klitorisvorhaut und den Venushügel gestochen.
  • Prinzessin-Albertina-Piercing: Ähnlich wie beim männlichen Prinz-Albert-Piercing wird dieses Intimpiercing bei Frauen von der Harnröhrenöffnung hin zur Vaginalöffnung gestochen.
  • Prinzessin-Diana-Piercing: Dieses Piercing wird meist in doppelter Ausführung und leicht schräg durch die Klitorisvorhaut gestochen.
  • Triangle-Piercing: Dieses Piercing verläuft unterhalb der Klitoris und horizontal durch die Klitorisvorhaut. Übrigens: Die Klitorisvorhaut ist mit eine der beliebtesten Piercingstellen, weshalb es hier auch so viele Varianten gibt.
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Intimpiercing stechen = starke Schmerzen?

Pauschal lässt sich nicht sagen, dass alle Intimpiercings gleich schmerzhaft sind. An Stellen wie der Klitoris, wo besonders viele Nerven entlanglaufen, kann es natürlich unangenehmer werden. Allerdings soll der Schmerz beim Stechen insgesamt nicht viel schlimmer sein als bei einem klassischen Piercing. Die panische Vorstellung, dass es im Intimbereich also besonders schlimm sein muss, ein Piercing gestochen zu bekommen, stimmt nicht ganz. Eine gewisse Schmerzresistenz muss man aber wie bei jedem Piercing mitbringen.

Piercing
Achtung: Mancher Intimpiercing-Schmuck kann tricky sein

Risiken beim Stechen eines Intimpiercings

Eine mögliche Nebenwirkung ist, dass an der Einstichstelle Nerven verletzt werden, sodass ein Teil der Empfindungen bei der Berührung verloren gehen. Besonders fies: Das Piercing kann auch abreißen, wenn es an der Unterwäsche oder der Hose hängen bleibt. Man sollte also genau überlegen, ob man sich dieser Gefahr aussetzen will und, wenn man es tut, welchen Stecker oder Ring man trägt, um Unfälle zu vermeiden.

So pflegt man sein Intimpiercing

Die Pflege eines Intimpiercings sollte extrem sorgfältig sein, da Keime und Entzündungen durch das warme und feuchte Milieu sonst ein leichtes Spiel haben. Während der Abheilzeit, die je nach Piercing vier Wochen bis vier Monate beträgt (unbedingt mit dem Piercer abklären!), sollte man es vorsichtig mit Wasser reinigen. KEINE Desinfektionssprays verwenden, die die empfindliche Scheidenflora zerstören könnten!

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Was tatsächlich helfen soll, ist Eigenurin als schonende Alternative zum Desinfizieren. Auch abgekühlter Kamille- oder Salbeitee können antibakteriell und entzündungshemmend wirken. Am besten mit einem Wattestäbchen vorsichtig auftupfen. Beim Piercer kann man sich zudem zu speziellen Intim-Cremes beraten lassen. Auch sterile Salzwasserlösungen bzw. -sprays können bei der Intimpiercing-Pflege helfen. Beachte jedoch, dass Du auf gewisse Produkte gerade im Intimbereich überempfindlich reagieren kannst, weshalb Du Dich besser im Piercingstudio ausführlich beraten lässt, um das geeignete Mittel für Dich zu finden.

Wichtig: Sex ist die ersten drei bis vier Wochen strikt verboten, um die Stelle rund um das Intimpiercing nicht noch zu reizen.

Intimpiercing Frau
Ob ein Intimpiercing stimulierend wirkt, hängt mit der Anatomie der Frau zusammen

Welche Auswirkung hat ein Intimpiercing auf das Sexualleben?

Tatsächlich kann es sein, dass man den Sex und die spezielle Stimulation der Piercingstelle durch den Partner intensiver wahrnimmt. Allerdings ist das von Fall zu Fall unterschiedlich, da es hier auch auf die Anatomie der Frau ankommt und wie die Nerven auf das Intimpiercing reagieren. Manche Piercings machen auch keinen spürbaren Unterschied aus.

Video: Die unglaubliche Geschichte des Piercings

Wusstest du, dass sogar die alten Ägypter schon Piercings hatten? In unserem Video erfährst du weitere spannende Details über den Körperschmuck.

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Bildquelle: iStock/User9637786_380, iStock/fatbob2, iStock/Dmitrii Kotin

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