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Ohrloch entzündet: 8 Hausmittel & Tipps

Wunde am Ohr

Ohrloch entzündet: 8 Hausmittel & Tipps

Wenn ein Ohrloch entzündet ist, ist das zwar in den meisten Fällen nicht weiter gefährlich, kann aber unangenehm sein. Was du tun kannst, wenn dein frisch gestochenes oder auch schon älteres Ohrloch entzündet ist, erfährst du hier.

Ohrloch entzündet: Ursachen & Symptome

Ein entzündetes Ohrloch ist ziemlich einfach zu erkennen. Meist ist es gerötet, schmerzt, blutet oder eitert sogar. Außerdem können das Ohrläppchen oder sogar die umliegenden Lymphknoten geschwollen sein. Meist treten diese Symptome in den Tagen oder Wochen nach dem Stechen bzw. Schießen ein, aber auch Ohrlöcher, die schon Jahre alt sind, können sich hin und wieder entzünden. Das können die Ursachen sein:

  • Infektion durch Bakterien
  • Falsche Pflege
  • Materialunverträglichkeit (z.B. von Nickel)
  • Kleine Verletzungen
  • Reizung durch zu schwere Ohrringe

Was tun, wenn sich das Ohrloch entzündet hat?

Die gute Nachricht lautet: Egal ob beim Erwachsenen oder beim Kind, entzündete Ohrlöcher lassen sich gut behandeln.

#1 Kamille

Kamille ist bei entzündeten Ohrlöchern eine gute Hilfe. Entweder du besorgst dir eine Tinktur oder verwendest den Sud vom Tee, den du selbst aufgekocht hast.

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#2 Kein Schmuck

Klingt simpel, wird aber nicht immer eingehalten, weil es manchmal echt schwerfallen kann, auf Schmuck zu verzichten. Ist dein Ohrloch jedoch entzündet, solltest du erstmal keine Stecker oder Ohrringe mehr tragen. Dies gilt übrigens nur bei älteren Ohrlöchern: Bei neu gestochenen können die Gesundheitsohrstecker sogar noch zur Heilung beitragen.

#3 Teebaumöl

Teebaumöl wirkt desinfizierend und beruhigend. Du bekommst das Öl in der Drogerie oder Apotheke und kannst es mithilfe eines Wattestäbchens mehrmals täglich auf das Ohrloch tupfen.

#4 Zinksalbe

Zink wirkt ebenfalls entzündungshemmend und kann in Form von Salbe problemlos auf das entzündete Ohrloch aufgetragen werden. Beachte jedoch, dass die dicke, weiße Zinksalbe nicht gerade unauffällig am Ohr wirkt und Haare daran festkleben könnten.

Enzborn Zinksalbe 50 ml, 1er Pack (1 x 50 ml)
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#5 Antiseptikum

In der Apotheke (oder bei neuen Ohrlöchern oft bereits beim Piercer oder Juwelier) bekommst du ein Ohrlochantiseptikum, das du dir mehrmals am Tag aufs entzündete Ohrloch geben kannst. Dieses desinfiziert und pflegt das Ohrloch zugleich.

#6 Lavendelöl

Lavendelöl trägst du ebenso wie das Teebaumöl mit einem Wattestäbchen auf. Es kann den Schmerz lindern und die Bakterien abtöten.

Baldini - Lavendelöl Bio
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#7 Antibiotika

Wenn dein Ohrloch stark entzündet ist, viel Eiter austritt, die Schmerzen kaum zu ertragen sind oder du zusätzlich ohne erklärlichen Grund Fieber bekommst, solltest du dringend zum Arzt gehen. Ist wirklich das Ohrloch die Ursache des Infekts, kann er dir Antibiotika oder eine antibiotische Creme verschreiben.

#8 Vitamin C

Vitamin C von innen stärkt vor allem die Abwehrkräfte. Wenn du öfter zu Entzündungen des Ohrlochs neigst, kann es helfen, regelmäßig Vitamin C in Tablettenform zu dir zu nehmen.

Wie lange dauert eine Entzündung am Ohrloch?

Wenn das Ohrloch gerade gestochen wurde und deswegen wehtut, dauert es ca. vier Wochen bis es vollständig verheilt ist. Entsteht eine Entzündung erst später, kann auch dies von Tagen bis hin zu wenigen Wochen zum Heilen brauchen. Hier kommt es vor allem darauf an, ob das Ohrloch nur im Ohrläppchen gestochen ist oder es sich um ein Piercing im Knorpelbereich handelt. In jedem Fall gilt: Klingt eine Entzündung trotz Behandlung einfach nicht ab, sollte ein Piercer oder Arzt aufgesucht werden. Die Fachleute können dann im Zweifel entscheiden, ob der Ohrring entnommen werden muss bzw. ob es ein Antibiotikum braucht.

Ohrloch entzündet: Vorbeugende Maßnahmen

  • Lass deine Ohrlöcher nur in einem hygienischen Studio stechen: Der Piercer sollte Handschuhe tragen, die verwendeten Geräte sterilisieren und dabei hypoallergenen Schmuck verwenden.
  • Lass nach dem Stechen den Gesundheitsstecker für 4-6 Wochen drin, desinfiziere und drehe ihn täglich.
  • Entferne ihn nach den 4-6 Wochen ganz vorsichtig.
  • Gehe danach nicht direkt zu Modeschmuck über, sondern trage zunächst einen Stecker oder Ohrring aus Gold oder Silber.
  • Wenn du eine Nickelallergie hast: Trage keinen Modeschmuck mehr, sondern nur Gold und Silber oder ein als nickelfrei bezeichnetes Material.
  • Neu gekaufte Ohrringe und Stecker solltest du immer desinfizieren, auch öfter mal zwischendurch.
  • Vermeide Reibung an Ohrloch und Ohrstecker, zum Beispiel beim Anziehen oder durch Haare.
  • Wenn dein Ohrloch generell empfindlich ist, solltest du keine zu schweren Ohrringe tragen.
  • Hast du eine akute Entzündung des Ohrlochs? Dann meide erstmal Schwimmbad, See und Whirlpool, wegen der sich dort tummelnden Bakterien.

Entzündetes Piercing an einer anderen Körperstelle?

Jede Stelle hat ihre Vor- und Nachteile, wenn es um den Heilungsprozess und die Pflege geht. Wenn du ein entzündetes Piercing an einer anderen Stelle besitzt, kann das folgende Video hilfreich sein. Hierbei sollte Nummer 7 in den schlimmsten Fällen unternommen werden!

Wenn du die oben genannten Tipps beachtest, kannst du eine erneute Entzündung des Ohrlochs verhindern und hast weiterhin viel Spaß an deinem Schmuck. Und vielleicht hast du ja dann bald Lust auf eines der folgenden Piercings:

Das sind die 10 coolsten Piercingarten im Ohr

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BILDERSTRECKE STARTEN (11 BILDER)

Übrigens ist es generell immer besser, sich ein Ohrloch stechen, statt schießen zu lassen, da Ohrlochpistolen durchaus gefährlich sein können.

Bildquelle:

iStock/PeopleImages

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