Tattoo Preise
Susanne Falleram 05.01.2017

Ein Tattoo will gut überlegt sein. Nicht nur wegen der Tatsache, dass es sich hier um eine Körperverzierung für die Ewigkeit handelt, sondern natürlich auch deshalb, weil es für viele eine Kostenfrage ist. Doch welche Tattoo-Preise sind eigentlich in Deutschland so gängig? Wir verraten Dir, mit welchen Kosten Du für Deine Tätowierung pauschal etwa rechnen musst.

Dein Entschluss ist gefasst: Du willst ein Tattoo! Du hast dich schon für die Größe, die Körperstelle (zum Beispiel am Fuß, am Finger, unter der Brust…) und einen Tattoo-Stil (zum Beispiel Watercolor-Tattoos oder Blackout-Tattoos) entschieden. Vielleicht hat es Dir ein bestimmter Tattoo-Trend besonders angetan. Doch bei allen Farben, Formen und Motiven bleibt die Frage: Wie viel Geld muss man für den Spaß auf den Tattoostudio-Tisch legen? Wir verraten Dir, wonach Tattoo-Preise berechnet werden und geben Dir ein paar Kosten-Beispiele.

Tattoo Kosten

Tattoo-Preise hängen von unterschiedlichen Faktoren ab.

Tattoo-Preise: Danach werden sie berechnet

Jedes Tattoostudio hat seine eigene Regeln, an denen es Tattoo-Preise fest macht. So gibt es zum Beispiel diese unterschiedlichen Varianten der Preisberechnung:

  • Einige Studios haben einen festen Stundenpreis. Je nach gewünschtem Tattoo sitzt ein Tätowierer schließlich mal nur ein paar Minuten, mal mehrere Stunden an seinem Werk. Viele Details erfordern mehr Präzision und Zeit. Dadurch schwanken die Tattoo-Preise natürlich immens. Zwischen 70 und 100 Euro liegt bei vielen Tattooartists der Stundenpreis.
  • Andere Tätowierer rechnen lieber pro Sitzung ab. Für manche Tattoos ist nur eine nötig, für andere, aufwändigere bedarf es schon mehrerer Sitzungen, da nicht alles auf einmal gemacht werden kann. Dann gibt es zum Beispiel erst mal die Umrisse, dann die Farbe und schließlich die Schattierungen und andere Feinheiten. Eine Sitzung kann zwei bis drei Stunden, aber auch länger dauern, und zwischen 100 und 300 Euro kosten.
  • In manchen Tattoostudios bekommst Du auch eine Art Mengenrabatt. Wenn Du Dir gleich noch ein paar Folgetermine für weitere Tattoos geben lässt, bekommst Du einzelne Tattoos günstiger. Das gilt aber wirklich nicht für jedes Studio, weshalb Du hier nochmal nachfragen solltest. Zumal Du Dir natürlich nicht für einen günstigeren Preis gleich Deinen gesamten Körper tätowieren lassen solltest, wenn Du das eigentlich gar nicht vorhattest.
  • Für viele Tattoos nennen Tätowierer vor dem Stechen auch gleich einen Pauschalpreis. Dieser ergibt sich aus ihrer eigenen Erfahrung für den Aufwand und die benötigten Mittel. Hier kannst Du natürlich versuchen, zu verhandeln, bedenke aber, dass auch Tattoo-Künstler ihren Preis haben und ihre Werke nicht unter Wert verkaufen wollen.

Du siehst: Eine eindeutige Richtlinie gibt es bei Tattoo-Preisen nicht. Nicht zuletzt kann es für den Tätowierten auch einen Freundschaftspreis geben, wenn er den Tätowierer kennt. Ob es kostspielig wird oder nicht, hängt zudem auch Faktoren wie dem Ort des Tattoostudios (Dorf oder große Stadt?) und den Ruf des Tätowierers ab. Ist dieser ein wahrer Meister und unter Tattoo-Fans bekannt, musst Du mit hohen Preisen (und langen Wartezeiten) rechnen. Dafür wird sich das Ergebnis aber definitiv sehen lassen können.

Coole Tattoo-Inspirationen kannst Du Dir übrigens in unserer Bildergalerie ansehen. Wir zeigen Dir nämlich, was Deine Lieblingsstars eigentlich auf der Haut tragen:

Coole Tattoos: Das tragen Stars auf ihrer Haut

Tattoo-Kosten: Beispiele zur groben Einschätzung

Wir haben uns einmal für Dich umgehört und ein paar Preise gesammelt, was andere für ihre Tätowierungen bezahlt haben. So hast Du zumindest ein paar Richtwerte und einen kleinen Überblick. Die Preisliste:

  • Ein etwa mittelgroßes Schwarz-Weiß-Tiertattoo am Oberarm hat 120 Euro gekostet.
  • Ein kleines Schwarz-Weiß-Motiv von etwa fünf Zentimetern Länge am Arm hat 35 Euro gekostet.
  • Zwei kleine Dreiecke mit einer Länge von etwa 4 cm am Finger haben 50 Euro gekostet.
  • Ein kleines, buntes Tattoo von etwa 4 x 3 cm mit vielen Details an der Hüfte hat 200 Euro gekostet.
  • Ein großes Traumfänger-Tattoo im Dotwork-Stil am Oberarm hat etwa 250 Euro gekostet.

Du hast bereits ein Tattoo? Dann schreib uns gern in den Kommentaren, wie viel dieses gekostet hat. So können sich andere ein noch besseres Bild machen.

Du hast noch kein passendes Tattoo-Motiv gefunden?

Keine Frage – die Auswahl an Tattoos ist riesig. Vielleicht kann dir das folgende Video helfen, dich endlich auf ein Motiv für deine Tätowierung festzulegen.

Jetzt hast Du einen kleinen Überblick, wie sich Tattoo-Preise gestalten und welche Kosten einen tatsächlich erwarten können. Daran lässt sich jedoch trotzdem schwer festlegen, wie viel genau Dein Motiv mit allen Details kosten wird. Man sieht ja schon bei den genannten Preisen, dass es keine allgemeingültige Aussage geben kann. Eine vorherige Preisnachfrage beim Tätowierer Deiner Wahl ist also ein Muss, damit es am Ende keine böse, kostspielige Überraschung gibt. Was Du übrigens noch alles vor Deinem ersten Tattoo wissen musst und was hilft, wenn sich ein Tattoo entzündet, verraten wir Dir ebenfalls.

Bildquellen: iStock/Belyjmishka, iStock/Rawpixel, iStock/muzzoff


Täglich kostenlose News zu Lifestyle, Liebe & mehr!

In zwei einfachen Schritten per WhatsApp auf dein Smartphone:

  1. Klicke auf „Start“ und schicke in WhatsApp die Nachricht ab.
  2. Speichere unbedingt unsere Nummer als „desired“, um den Newsletter zu erhalten!

Was denkst du?

  • Susanne Faller am 01.06.2018 um 10:36 Uhr

    Hallo, danke für deinen Kommentar! Natürlich wissen wir, dass jeder Tätowierer das individuell berechnet. Es handelt sich hier nur um Beispiele von Menschen mit Tattoos, die wir für eine ungefähre Kosteneinschätzung zu ihren eigenen Tattoo-Kosten befragt haben. Wir können natürlich keine exakten Angaben über Kosten der einzelnen Studios machen. Hier sollte jeder Interessierte im Studio seiner Wahl nachfragen. Aber dein Hinweis ist natürlich berechtigt und deine Aufstaffelung der Kosten eine spannende Zusatzinfo!

    Antworten
  • OpalEtui970 am 25.05.2018 um 10:16 Uhr

    Die Angaben, wie Tattoos abgerechnet werden sind korrekt. Das handhabt jeder Tätowierer anders bzw. je nach Tattoo und Kunde. Die Angaben zu den Preisen halte ich für nicht korrekt. Damit gehen Kunden jetzt mit falschen Vorstellungen zu ihrem Tätowierer. Ständig wird dann diskutiert, dass es aber doch so im Internet steht. Die meisten Tattoostudios haben einen Mindestpreis für ein Tattoo, der in der Regel bei 70 € beginnt. Die Einwegmaterialien und Hygienebedarf ist bei jedem Tattoo gleich hoch. Egal ob man ein kleines Dreieck oder ein größeres Tattoo tätowiert. Die Preise sind Bruttopreise, von denen der Tätowierer 19 % MWst. ans Finanzamt abführen muss. Vom Rest muss er seine Fixkosten bestreiten (Miete, Strom, Versicherung etc.). Dann muss seine Zeit berechnet werden, die sich nicht nur auf das reine tätowieren beschränkt, sonder auch das zeichnen, erstellen des Stencils, Herrichten des Arbeitsplatzes umfasst. Und ein klein wenig etwas verdienen möchte er dann auch noch. Wenn der Tätowierer also Minitattoos zu Preisen unter seinem Mindestpreis anbietet tut er das meist zur Kundenbindung und verzichtet auf Gewinn, bzw. rechnet nur die entstandenen Kosten ab.

    Antworten