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OP als Chance?

Brustverkleinerung

Brustverkleinerung

Viele Frauen leiden unter ihrem großen Busen, schlagen sich mit Rückenschmerzen herum und sind auf speziell angefertigte BHs angewiesen. Eine Brustverkleinerung kann hier Abhilfe schaffen. Doch wann ist eine Brustverkleinerung überhaupt ratsam, wo liegen die Risiken und welche Methoden der Brustverkleinerung gibt es überhaupt?

Eine Brustverkleinerung hat das Ziel, der Patientin mehr Lebensqualität zu ermöglichen, denn für viele Frauen wird ihre große Brust zur ständigen Belastung. Die Operation kann ästhetische, psychische oder auch medizinische Hintergründe haben. Eine gelungene Brustverkleinerung kann das Selbstwertgefühl einer Frau stärken sowie Verspannungen, Rücken-, Nacken- und Schulterschmerzen oder Haltungsschäden reduzieren. Sogar die Bewegungsfreiheit kann durch eine Brustverkleinerung deutlich vergrößert werden. Viele Frauen können nach dem Eingriff endlich wieder auf dem Bauch schlafen oder Sport treiben und auch einschneidende BH-Träger gehören der Vergangenheit an. Da die Brust für die meisten Frauen zudem ein wichtiges Schönheitsmerkmal ist, trägt ihre Beschaffenheit deutlich zum Wohlbefinden und Selbstbewusstsein bei – dies kann eine Brustverkleinerung ermöglichen!

Verband nach der Brustverkleinerung
Eine Brustverkleinerung kann die Lebensqualität der Patientin steigern.

Wie funktioniert eine Brustverkleinerung?

Die Brustverkleinerung erfolgt unter Narkose und kann durch verschiedene Operationstechniken vorgenommen werden. Welche Methode angewandt wird, hängt häufig von der Beschaffenheit und der Größe der jeweiligen Brust ab. Dabei wird darauf geachtet, dass auch die Ästhetik der Brust erhalten bleibt. Bei der Schnittführung gibt es allerdings wenig Spielraum. Sie wird meist am Warzenhof entlang vorgenommen und verläuft senkrecht herab bis zur Brustumschlagsfalte der Patientin. Bei sehr großen Brüsten wird oft ein zusätzlicher Schnitt in der Umschlagfalte benötigt. Mithilfe einer narbensparenden Schnitttechnik können Ärzte bei einer Brustverkleinerung heute Ergebnisse auf höchstem Niveau erzielen. Daraufhin wird bei der Brustverkleinerung Drüsen- und Fettgewebe entnommen sowie überschüssige Haut entfernt. Die Brustwarze und der Warzenhof werden nach der Entfernung des Gewebes versetzt. Viele Frauen entscheiden sich bei einer Brustverkleinerung zusätzlich für eine Bruststraffung, die in Kombination möglich ist. Auch bei Männern ist eine Brustverkleinerung nicht unüblich, da viele unter einer weiblich geformten Brust leiden. Hier ist jedoch meist eine Fettabsaugung möglich, sodass kein Schnitt benötigt wird.

Was ist vor einer Brustverkleinerung zu beachten?

Eine Brustverkleinerung sollte in jedem Fall sorgfältig überlegt und geplant werden. Zunächst ist eine Aufklärung über alle Risiken erforderlich, die aus einer Brustverkleinerung resultieren können. Wer sich über eine Brustverkleinerung informieren möchte, sollte einen Spezialisten für Ästhetische und Plastische Chirurgie aufsuchen. Erstberatungen sind meist kostenlos und es sollten dabei offen alle Erwartungen, Wünsche und Vorstellungen kommuniziert werden. Nach einer Untersuchung kann der Arzt anhand individueller Gegebenheiten wie Größe und Form der Brüste alle geeigneten Eingriffsmethoden erklären, die infrage kommen. Dabei wird versucht, ein realistisches Ergebnis einzuschätzen und aufzuzeigen, wo die Narben verlaufen werden.

Brustverkleinerung: Was sind die Risiken?

Obwohl eine Brustverkleinerung eher zu den einfachen operativen Eingriffen zählt, sind auch bei dieser Operation Risiken nicht ausgeschlossen. Diese sind allerdings relativ niedrig, wenn sich die Patientin in die Hände eines Facharztes begibt. Trotzdem können Komplikationen wie Blutergüsse und Schwellungen auftreten. Zudem sind Operationen unter Vollnarkose immer mit Risiken verbunden. Nach einer Brustverkleinerung besteht außerdem das Risiko einer Wundheilungsstörung, die besonders häufig bei extrem großen Brüsten auftritt. Frauen, die stark rauchen, unter Diabetes oder einer Blutgerinnungsstörung leiden, sind davon vermehrt betroffen. Die Wundheilungsstörung klingt jedoch meist wieder von alleine ab. Ein weiteres Risiko der Brustverkleinerung ist der Verlust der Brustwarze, der allerdings sehr selten vorkommt. Auch Gefühlsstörungen oder Durchblutungsstörungen der Brustwarze sowie eine Beeinträchtigung der Stillfähigkeit sind mögliche Folgen. Die Narben, welche durch die Schnittführung der Brustverkleinerung entstehen, bleiben nach dem Eingriff sichtbar und verbreitern sich unter Umständen sogar im Nachhinein.

Wie teuer ist eine Brustverkleinerung?

Die Kosten für eine Brustverkleinerung liegen in Deutschland zwischen 2.500 bis 7.000 Euro. Die Preise unterscheiden sich von Klinik zu Klinik deutlich und sollten zuvor verglichen werden. Neben der Auswahl des Arztes bzw. der Klinik hängen die Kosten der Behandlung zusätzlich von der Menge des zu entnehmenden Fett- und Drüsengewebes ab. In einem Beratungsgespräch werden die Kosten bereits vor dem Eingriff von dem Chirurgen festgelegt. Dabei umfasst der Gesamtpreis für eine Brustverkleinerung neben den Kosten für den behandelnden Arzt und des OP-Teams auch die Kosten für die Narkose und ist häufig auch von der Operationsmethode sowie der Dauer des Eingriffs abhängig. Obendrauf kommen noch die Kosten für Klinikaufenthalt, Nachsorge und Stütz-BH.

Wer trägt die Kosten einer Brustverkleinerung?

Frauen, bei denen eine Brustverkleinerung aus medizinischen Gründen nötig ist, können in der Regel mit einer Kostenerstattung der Krankenkasse rechnen. Einige Kassen weigern sich jedoch die Kosten für den Eingriff zu tragen und fordern die Patientinnen auf, ihre Beschwerden mithilfe von Krankengymnastik, Psychotherapie oder Gewichtsabnahme zu verringern. Diese Methoden schaffen es jedoch häufig nicht, die Beschwerden im gleichen Maße wie eine Brustverkleinerung auszumerzen. Die medizinische Notwendigkeit der Brustverkleinerung ist durch ein fachärztliches Gutachten aufzuzeigen. Darin sollte der Arzt (Plastischer Chirurg, Gynäkologe oder Orthopäde) erklären, dass eine Brustverkleinerung erforderlich ist, um die Krankheit bzw. Schmerzen im Bereich der Hals- und Brustwirbelsäule zu heilen. Zudem sollte er ausschließen, dass dieselben Effekte mithilfe von Krankengymnastik oder Physiotherapie innerhalb von zwei Jahren erzielt werden könnten.

Wer sich für eine Brustverkleinerung entscheidet, hat meist individuelle Gründe, die für die Operation sprechen. Wichtig ist, sich vor dem Eingriff genauestens zu informieren und Ärzte zu vergleichen. Außerdem sollte sich die Patientin der Risiken bewusst sein, die eine Brustverkleinerung mit sich bringt. Doch trotz möglicher Komplikationen lohnt sich die Operation für viele Frauen, da sie nach einer gelungenen Brustverkleinerung weniger eingeschränkt sind und selbstbewusst in ein neues, schmerzfreies Leben starten können.

Bildquelle: Agencyby/Dreamstime

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