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Ukraine-Krieg

Bei Aldi & Co.: Nächstes Grundnahrungsmittel wird knapp & teuer!

Nach Corona sorgt nun auch der Krieg in der Ukraine für immer mehr Lieferengpässe. Nicht nur, dass Öl und Gas deutlich teurer werden, auch Alltagsprodukte in den Supermärkten trifft die Krise. Nachdem zunächst Speiseöl knapp wurde und in einigen Filialen sogar rationiert wurde, ist jetzt ein weiteres Grundnahrungsmittel im Supermarkt ausverkauft: Mehl.

Die Ukraine ist einer der größten Weizenexporteure weltweit und gilt auch als die „Kornkammer“ Europas. Dass die Ernte in diesem Jahr durch den Krieg nicht sonderlich hoch ausfallen dürfte, ist wohl den meisten bewusst. Hinzukommt, dass viele ukrainische Handelsschiffe die Häfen aus Sorge vor russischen Angriffen nicht verlassen können. Aber auch andere große Weizenexporteure wie Bulgarien oder Ungarn reagieren auf die Krise. Der ungarische Landwirtschaftsminister Istvan Nagy teilte Anfang März mit, die Exporte aus dem Land vorerst zu stoppen. Auch Bulgarien will zuerst die Nachfrage in der eigenen Bevölkerung decken.

Was bedeutet die Weizenknappheit für uns?

All das schlägt sich in rasant steigenden Weizenpreisen nieder. Lag der Weizenpreis Anfang Januar noch bei 275 Euro pro Tonne, war er im März um rund 60 Prozent auf 450 Euro gestiegen. Diese Entwicklung ist bisher nur eine Reaktion auf eine drohende Knappheit, die bisher noch nicht eingetreten ist. Sollte die Produktion tatsächlich langfristig zum Stehen kommen, dürften die Preise noch weiter steigen. Inzwischen macht sich dies auch schon in vielen Supermärkten bemerkbar. Aldi erhöht bereits jetzt die Preise. Betroffen ist nicht nur Weizenmehl selbst, sondern auch alle daraus bestehenden Produkte wie Brot oder Nudeln. Teilweise stehen Kund*innen bei Aldi, Lidl und Co. schon jetzt vor leeren Regalen. Schuld daran sind aktuell erneute Hamsterkäufe als Reaktion auf die steigenden Preise. Die Knappheit wirkt sich zudem auch auf weitere Bereiche aus, so ist Getreide auch ein wichtiges Futtermittel für Tiere. Der Fleischproduzent Tönnies warnt unter anderem deshalb schon jetzt vor einer Fleischknappheit.

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Vor allem arme Länder von der Krise betroffen

Während die Weizenknappheit in den meisten europäischen Ländern wohl eher für steigende Preise als für eine Hungersnot sorgen wird, sieht es in ärmeren Ländern anders aus. Auch in vielen afrikanischen Ländern werden große Teile des Weizens aus der Ukraine und Russland exportiert. Diese Länder sind oft auf Importe angewiesen, da der Anbau auf den eigenen Flächen schwer ist und sie haben gleichzeitig nicht genug Geld, um Reservespeicher aufzufüllen. Das setzt unter anderem Expert*innen des UN-Welternährungsprogramms (WFP) in Alarmbereitschaft. „Die Kugeln und Bomben in der Ukraine könnten die globale Hungerkrise auf ein Niveau heben, das wir noch nie zuvor gesehen haben“, warnte etwa der Exekutivdirektor des WFP, David Beasley, Anfang der Woche bei einem Besuch im polnisch-ukrainischen Grenzgebiet.

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Bildquelle: istock/Andrey Zhuravlev

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