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Jena führt als erste deutsche Stadt eine Gesichtsmasken-Pflicht ein

Corona-Krise

Jena führt als erste deutsche Stadt eine Gesichtsmasken-Pflicht ein

In den letzten Tagen häufen sich in Deutschland die Diskussionen um eine Gesichtsmaskenpflicht für Bürger in der Öffentlichkeit. Die Stadt Jena erweist sich nun als deutscher Vorreiter und will die Pflicht zur nächsten Woche einführen.

In asiatischen Ländern gehört das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes schon lange zum respektvollen Miteinander in der Öffentlichkeit, in Europa führte zuletzt Österreich eine Maskenpflicht für die Bevölkerung (zumindest beim Einkauf im Supermarkt) ein. Auch in Deutschland wird der Ruf nach einer solchen Pflicht immer größer. Nun prescht die thüringische Stadt Jena mit ihrer Aktion „Jena zeigt Maske“ vor.

Aufruf an die Bürger zum Maskennähen

„Beim Betreten von Geschäften, im Nahverkehr und überall dort, wo Mindestabstände nicht mehr eingehalten werden können, sollen solche Masken getragen werden“, schreibt die Stadt in ihrer Ankündigung der Aktion auf Facebook. „Auch die Hinweise unseres Gesundheitsamtes sind diesbezüglich sehr klar. Der Krisenstab der Stadt Jena hat deshalb entschieden, diese Pflicht zum Tragen einer Maske schrittweise einzuführen.“ Die Stadt will die Bevölkerung deshalb dazu aufrufen, in den nächsten Tagen Masken selbst zu nähen, damit die Maskenpflicht in der kommenden Woche beginnen kann.

Neben selbstgenähten und gekauften Gesichtsmasken will die Stadt auch Schals und Tücher als Mundschutz akzeptieren.

Argumente für und gegen den Mundschutz

Beim Tragen eines Mundschutzes wird nicht der Träger selbst geschützt, sondern er schütz sein Umfeld. Denn der Schutz vermindert die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung des Coronavirus durch Tröpfchen beim Niesen oder Husten. Regierungssprecher Steffen Seibert kommentierte bei einer Pressekonferenz in Berlin, eine solche Maskenpflicht sei „vielleicht eine sinnvolle Ergänzung zu den ohnehin geltenden Hygieneregeln.“ Auch der bayerische Ministerpräsident Markus Söder ließ bereits verlauten, dass er mit dem Gedanken spiele, ob eine Mundschutzpflicht in seinem Bundesland sinnvoll wäre.

Die WHO steht einer solchen Regelung hingegen kritisch gegenüber. Nothilfedirektor Michael Ryan betonte kürzlich in einer Pressekonferenz in Genf, dass er gesunden Personen vom Tragen eines Mundschutzes abrate, da es dem Träger ein falsches Sicherheitsgefühl vermittle. Viel wichtiger sei gründliches Händewaschen, Abstand halten und sich nicht in Gesicht zu fassen.

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