Fitness zum Trinken

Green Smoothies: Halten sie ihr Versprechen?

Green Smoothies: Halten sie ihr Versprechen?

Über Latte Macchiato wundert sich nicht einmal mehr Deine Oma und daran, dass Smoothies inzwischen auch im Supermarkt im Kühlregal stehen, haben sich auch alle gewöhnt. Doch Trends wie Clean Eating und Raw Cuisine haben uns längst gelehrt, dass es nichts gibt, was es nicht gibt. Der letzte Schrei sind jetzt Green Smoothies: Die grünen Kreationen versprechen Gesundheit, Vitalität und Energie.

Grüne Smoothies
Green Smoothies sind gesund

Eines Tages in den 1990er Jahren stellte Victoria Boutenko fest, dass es ihrer Familie ganz und gar nicht gut ging: Übergewicht und verschiedene chronische Krankheiten machten Victoria, ihrem Mann und ihren beiden Kindern schwer zu schaffen. Das Fazit der Ärzte: Die Medizin kann nichts dagegen tun. Victoria entschied, dass es an der Zeit für radikale Maßnahmen war und setzte die ganze Familie kurzerhand auf eine Rohkostdiät. Die Diät half, der Gesundheitszustand aller besserte sich erheblich. Irgendwann allerdings wurde die rohe Küche Victorias Familie zu langweilig. Dann kamen die Green Smoothies ins Spiel…

Green Smoothies – Auf den Affen gekommen?

Victoria Boutenko gilt vielen als Erfinderin der Green Smoothies, zumindest dürfte aber feststehen, dass sie die grünen Drinks bekannt machte. Inspiriert zu den Green Smoothies wurde sie von Berggorillas: In deren Ernährung spielen grüne Blätter eine große Rolle und sie sind dem Menschen genetisch sehr nah verwandt. Außerdem sind sie sehr selten krank. Victorias Schlussfolgerung: Die Affen machen etwas richtig. Und in der Tat – die sanften Riesen kombinieren mit Vorliebe süßes Obst zu den eher bitteren Blättern. Allerdings tut sich der menschliche Magen schwer damit, rohes grünes Blattgemüse in großen Mengen zu verdauen, denn diese Gemüsesorten verfügen über sehr harte und zähe Zellwände, die bei übermäßigem Verzehr schnell zu Magengrummeln führen können. Hier kam der Mixer ins Spiel. Die Green Smoothies waren geboren.

Was sollen Green Smoothies überhaupt?

Was als etwas schräge Idee einer russischen US-Immigrantin begann, ist inzwischen zu einem richtigen Lifestyle geworden – tatsächlich sprechen eingeschworene Mitglieder der Szene vom „Green Smoothie Lifestyle“. Die Versprechen der Green Smoothies sind vollmundig und zahlreich: jüngeres Aussehen, Gesundheit, Kraft, Vitalität, Energie, Entschlackung, gute Laune, schönes Haar, reine Haut, eine bessere Verdauung und natürlich Gewichtsabnahme gehören zu den Segnungen, die die Green Smoothies ihren Konsumenten bringen sollen. Doch wie soll das gehen? Das Geheimnis der Green Smoothies ist tatsächlich die Farbe – denn für das satte Grün ist der Farbstoff Chlorophyll verantwortlich, den die Pflanzen bei der Photosynthese bilden (Du erinnerst Dich vielleicht aus dem Biologieunterricht daran). Die Chlorophylle in den Green Smoothies sind dem menschlichen Blutfarbstoff Hämoglobin sehr ähnlich – aus diesem Grund wirkt es blutreinigend und -erneuernd. Außerdem ist Chlorophyll stark basisch, hilft bei bakteriellen Infektionen aller Art, stärkt Dein Herz und ist entzündungshemmend. Ein weiteres Pro auf der Liste der Green Smoothies sind außerdem die Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe sowie Aminosäuren, die in den Gemüse-Frucht-Cocktails enthalten sind: Dank einer frischen Zubereitung ohne Hitze bleiben sie so gut wie vollständig erhalten.

Green Smoothies selber machen

Das Schöne an diesem Trend: Du kannst die Smoothies ganz leicht zu Hause selber machen – und dabei auch noch Deiner Kreativität freien Lauf lassen! Für die Zubereitung benötigst Du nur einen handelsüblichen Standmixer, der allerdings schon 750 Watt Leistung mitbringen sollte. Eingeschworen Smoothianer schwören allerdings auf Profigeräte. Wichtig ist, die grünen Smoothies immer frisch zuzubereiten – stehen sie zu lange im Kühlschrank, verlieren sie ihre Vitamine. 24 Stunden am Stück überleben die Smoothies aber durchaus: Du kannst Dir also problemlos am Abend vorher einen Green Smoothie für die Arbeit vorbereiten. Sinnvoll ist auch, Zutaten aus ökologischem Anbau zu verwenden, da Du in diesem Fall unbehandeltes Gemüse und Obst erhältst. Bei der Zubereitung der Green Smoothies solltest Du übrigens, ähnlich wie auch beim Kochen, Schritt für Schritt vorgehen, damit Dein Smoothie nicht einfach ein grüner Brei wird: Als erstes kommt das grüne Blattgemüse in den Mixer und wird püriert, anschließend knackigeres Obst, weiches Obst wie Bananen fügst Du zum Schluss hinzu. Doch welche Zutaten eignen sich eigentlich für grüne Smoothies?

Gemüse für grüne Smoothies

- Blattsalate wie Rucola, Kopf-, Feld-, Endivien-, Eichblatt- oder Eisbergsalat, Chicorée
- Schnittlauch, Porree, Bärlauch und Ackerlauch sind kräftiger im Geschmack und eignen sich gut für lauwarme Smoothie-Suppen (niemals über 42°C!)
- Kräuter und Wildsalate wie Basilikum, Petersilie, Spitzwegerich, Sauerampfer, Wiesenklee, Löwenzahn, Kresse und Brennnessel
- Gemüsesorten wie Spinat (Du kannst auch Tiefkühlspinat verwenden), Mangold, Grünkohl, Gurken und Avocados

Du kannst diese Gemüsesorten mit allen Obstsorten kombinieren, die Dir in den Sinn kommen – für den Einstieg empfiehlt sich zunächst ein Mischverhältnis von 30 zu 70, also 30 % grünes Gemüse und 70 % Obst. Schön süß sind Bananen und Mangos, Orangensaft sorgt für zusätzliche Frische. Insgesamt gilt die 60-40-Regel, also sechs Teile Obst auf vier Teile Gemüse. Besonders hartgesottene Green Smoothies-Fans mischen aber auch halb und halb – wie so oft ist das Geschmackssache. Übrigens: Wer abnehmen möchte, sollte nicht vergessen, dass Green Smoothies nicht als Durstlöscher, sondern als Mahlzeit gedacht sind.

Extreme Green Smoothing

Für Diätwillige bis -wütige bieten Green Smoothies ein weites Feld: Du kannst beispielsweise einzelne Mahlzeiten mit einem Green Smoothie ersetzen oder täglich Green Smoothies genießen. Oder wie wäre es vielleicht mit einer Green Smoothie Challenge? Während eines bestimmten Zeitraums (drei bis zu 20 Tage) ernährst Du Dich ausschließlich von Green Smoothies und rohen Gemüsesticks. Das ist allerdings, wir geben es zu, nur etwas für echte Fans der grünen Getränke…

Bist Du jetzt auf den Smoothie gekommen? Dann schnapp Dir Deinen Standmixer und schau einfach mal, was der Supermarkt um die Ecke an spannendem grünen Gemüse zu bieten hat, und kreiere Deine ganz eigenen Green Smoothies nach Lust, Laune und Geschmack. Für den Einstieg haben wir Dir ein paar einfache Rezepte zum Nachmachen zusammengestellt.

Green Smoothies – Rezepte für Einsteiger

Lightgreen Smoothie

1 halbe Avocado, 1 reife Banane, 200 ml Sojamilch

Alles gut durchpürieren und genießen – ein süßer Powerdrink für alle, die sich noch nicht so richtig trauen…

Basic Green Smoothie

1 Handvoll Spinat, 1 reife Banane, ¼ l Wasser

Spinat gut durchpürieren, anschließend Banane und Wasser zugeben und nochmals kurz durchmixen.

Tropical Green Smoothie

2 Handvoll Spinat oder Rucolasalat, 1 reife Mango, 1 reife Banane, 200 ml Orangensaft, 200 ml Wasser, 1 Spritzer Öl

Blattgemüse gründlich pürieren, anschließend Mango und Banane gestückelt zugeben und mit Orangensaft, Wasser und Öl ca. 1 Minute durchmixen.

Pimp my Smoothie

Mit diesen kleinen Extras verleihst Du Deinen Green Smoothies das gewisse Etwas…

Leinsamen: Sie fallen im Smoothie gar nicht auf, kurbeln Deine Verdauung aber an. Blähbauch ade!

Ingwer: Stärkt Dein Immunsystem und ist gerade im Winter eine perfekte Ergänzung für Deine Green Smoothies – besonders, wenn sie Zitrusfrüchte, Mango oder Ananas enthalten! Doch Vorsicht: Ein kleines Stück (etwa münzgroß) der scharfen Wurzel reicht aus.

Leinöl oder Kokosöl: Fett ist schlecht? Von wegen! Ein Spritzer hochwertiges Öl sorgt dafür, dass Dein Körper die Vitamine in den Green Smoothies besonders effizient aufnehmen kann.

Haferflocken: Besonders zum Frühstück liefern sie Dir in Deinem grünen Smoothie die Extraportion hochwertige Energie, die Du brauchst, um gut durch den Tag zu kommen. Außerdem enthalten Haferflocken Eisen – wichtig für alle, die schnell müde werden.

Was denkst Du?

Galerien

Lies auch

Teste dich