Ausprobiert!

Die beliebtesten Saftkuren im Redaktionstest

Die beliebtesten Saftkuren im Redaktionstest

Sich mehrere Tage ausschließlich von Obst- und Gemüsesäften zu ernähren, ist ein regelrechter Trend. Entsprechend groß ist das Angebot an fertigen Saftkuren, was die Entscheidung für die richtige Kur nicht gerade einfach macht. Deshalb haben wir uns selbst der Challenge Saftkur gestellt und fünf der beliebtesten Saftkuren einem Test unterzogen.

Komplett auf feste Nahrung verzichten und nur Flüssiges zu sich nehmen? Das gleicht für viele einem Horrorszenario. Verlockend klingt allerdings, was so eine Saftkur bewirken kann, wenn man die Kur konsequent durchhält: Der Körper wird entschlackt, man soll sich leichter und insgesamt fitter fühlen.

Natürlich kann man eine Saftkur zu Hause mit einem Entsafter selbst machen. Eine verwüstete Küche und einen großen Zeitaufwand sollte man dann aber in Kauf nehmen können. Sehr viel angenehmer ist es, sich die bunten Säfte aus frischem Obst und Gemüse direkt nach Hause oder ins Büro liefern zu lassen, sodass man sich voll und ganz aufs Durchhalten konzentrieren kann. Aber welche Kur passt am besten zu dir und deinem Geschmack? In unserer Redaktion haben wir folgende Saftkuren für jeweils 3 Tage getestet, um unsere Erfahrung mit dir zu teilen:

Während jeder Saftkur nimmst du mehrere Säfte über den Tag verteilt zu dir.

Im Test: Kale and Me

Redakteurin Anne hat die Kale&Me 3-Tage-Saftkur getestet:

Geschmack: Die Säfte haben mir tatsächlich alle richtig gut geschmeckt. Selbst die eher Gemüse-lastigen Säfte hatten immer etwas Süßliches oder Säuerliches in sich, sodass auch die wirklich genießbar waren. Besonders froh war ich dann dennoch über die Mandel-Dattel-Milch am Abend, sonst wäre es wahrscheinlich doch zu viel Süß-Säuerliches gewesen.

Wohlbefinden: Dadurch, dass ich alle zwei Stunden einen leckeren Saft getrunken habe, hatte ich eigentlich nie wirklichen Hunger. Trotzdem wurde es von Saft zu Saft zunehmend schwerer, mich nicht in Tagträumen von Pizza oder ähnlichen Tabu-Gerichten zu verlieren. Dafür, dass ich nur Flüssiges zu mir genommen habe, war ich dennoch relativ fit und konnte sogar Sport machen.

Fazit: Auch, wenn es mir einiges an Disziplin abverlangt hat, bin ich froh durchgehalten zu haben. Mein Bauch war flach und ich habe mich richtig frisch und irgendwie gereinigt gefühlt. Besonders die verschiedenen und leckeren Geschmäcker der Säfte haben mir das Durchhalten überhaupt erst ermöglicht.

Die Kur: Kale&Me 3-Tage-Saftkur (18x320ml), Preis exkl. Versand 79 Euro, erhältlich auf kaleandme.de*.

Im Test: Frank Juice

Redakteurin Nina hat die Frank Juice Cleanse Starter 3-Tage-Kur getestet:

Geschmack: Saft Nr.1 und 2 waren mir zu süß und Fruchtsaft-lastig, für Anfänger aber bestimmt gut geeignet. Leider war ich enttäuscht vom Saft Nr.6: Ich hatte zum Abschluss am Abend eine schön süßlich-vanillige Cashew-Milch erwartet, leider enthält dieser Drink aber sehr viel Zitronensaft. Nach fünf säuerlichen Säften wäre mir eine milde Nussmilch viel lieber gewesen. Der grüne Saft Nr. 3 war mein Favorit.

Wohlbefinden: Durch die große Saftmenge pro Tag, kam bei mir an den ersten zwei Tagen kein Hunger auf, man war schon viel mit Trinken beschäftigt (ich trinke zusätzlich aber auch nochmal mindestens 2 Liter Wasser). Der Abend am dritten Tag war dann doch hart: sehr hangry und eine riesige Lust auf Herzhaftes (vor allem auf Brot!), allerdings kein Bedürfnis nach Süßigkeiten.

Fazit: Eine längere Saftkur hätte zwar keinen Spaß gemacht, die 3 Tage waren aber genau richtig, um meine Geschmacksknospen zu resetten. Es ist ein wahnsinnig schönes Gefühl, sich so sehr auf etwas so Simples wie eine trockene Scheibe Brot zu freuen.

Die Kur: Frank Juice Cleanse Starter 3-Tage-Kur (18x500ml), Preis exkl. Versand 99 Euro auf thefrankjuice.com*.

Im Test: RAWLUTION

Redakteurin Jessy hat die RAWLUTION Supercleanse Reset 3-Tage-Kur getestet:

Geschmack: Geschmacklich waren alle Säfte sehr lecker, hauptsächlich schön fruchtig und erfrischend. Mein absoluter Favorit: Berry Babe, der dank Erdbeeren, Himbeeren und Kirschen fast wie selbstgemachte Limonade geschmeckt hat.

Wohlbefinden: Ich habe mich während der 3-Tages-Kur zum Großteil richtig gut gefühlt. Keine Kopfschmerzen, kein Hunger, keine Übelkeit. Einzig die Verdauung hat ein bisschen verrückt gespielt. Am dritten Tag war ich zudem sehr schlapp und müde, Folge des Koffeinentzugs und meines recht unruhigen Schlafes.

Fazit: Insgesamt hielt ich die drei Tage Detox-Kur sehr gut durch und ich würde sie jederzeit noch einmal wiederholen. Mein Bauch ist nach der Kur deutlich flacher, weniger aufgebläht und ich habe 2,5 Kilogramm an Gewicht verloren.

Die Kur: RAWLUTION Supercleanse Reset 3-Tage-Kur (24x250ml), Preis exkl. Versand 55 Euro auf rawlution.com.

Im Test: Pressbar

Redakteurin Anna hat die Pressbar 3 Tage Saftkur Total getestet:

Geschmack: Die Geschmachsrichtungen waren recht unterschiedlich, jedoch war es mir persönlich zu viel Zitrone, sodass ich den sauren Nebengeschmack am dritten Tag nicht mehr so gut ertragen konnte. Ich hätte mir doch mehr Abwechslung und Kontraste gewünscht.

Wohlbefinden: Der erste Tag war am schlimmsten. Ich konnte mich recht schwer auf die Arbeit konzentrieren, da mein Hungergefühl nicht schwinden wollte. Jedoch legte sich das sehr drastisch am zweiten Tag, und ich hatte ein viel präsenteres und leichteres Körpergefühl. Trotz Hunger fühlte ich mich überraschend fit und hatte keine Beschwerden.

Fazit: Ich war noch nie eine Diät-Person, weil ich Essen unheimlich liebe. Jedoch habe ich diese Herausforderung genossen, da ich meinem Körper spürbar etwas Gutes tun konnte. Es fühlte sich so an, als hätte ich einen Reset-Button gedrückt. Nach der Kur sieht man seine normalen Essensportionen mit ganz anderen Augen und überdenkt, ob die großen Portionen wirklich notwendig sind. Ich würde es definitiv empfehlen.

Die Kur: Pressbar 3 Tage Saftkur Total (18x250ml), Preis exkl. Versand 69 Euro auf Amazon*.

Im Test: Cardea Detox

Redakteurin Alannah hat die  Cardea Detox Juicy Treatment 3-Tage-Kur getestet:

Geschmack: Mich konnten vor allem die Fruchtsäfte überzeugen. Die Gemüsesäfte waren nicht so „schlimm“ wie befürchtet, zählen allerdings auch nicht zu meinen Favoriten. Neben Obst und Gemüsesäften gab es jeden Abend auch noch eine Nussmilch. Auch, wenn nicht alles gleich gut geschmeckt hat, hat die Varietät geholfen, die Kur besser durchzustehen.

Wohlbefinden: Hunger war die drei Tage tatsächlich nicht das Problem. Die Säfte haben mich gut durch den Tag geführt. Natürlich kam immer mal wieder ein gewisser Appetit. Gerade am dritten Tag sehnte ich mich danach, wieder etwas richtig zu kauen. Ich hatte alle drei Tage leichte Kopfschmerzen und ein Schwindelgefühl. Von Tag zu Tag merkte ich auch, wie mein Schlaf immer unruhiger wurde. Vor allem die Säfte auf Rote Beete- und Apfel-Basis haben meinem Magen ganz schön zu schaffen gemacht. Das hat natürlich auch dafür gesorgt, dass ich mich immer schwächer gefühlt habe. Immerhin: Mein Bauch ist deutlich flacher geworden.

Fazit: Grundsätzlich ist es mir Dank der großen Vielfalt an Säften gelungen, die Kur drei Tage durchzustehen, obwohl ich wirklich schrecklich undiszipliniert bin, was Ernährung angeht. Ich habe mich fitter gefühlt, als vorher angenommen, aber dennoch deutlich schwächer, als normalerweise. Trotzdem würde ich eine erneute Saftkur machen, nur mit magenschonenderen Säften, da mir die Kur in der Form schon ziemlich zugesetzt hat.

 

Die Kur: Cardea Detox Juicy Treatment 3-Tage-Kur (15x500ml, 3x250ml), Preis exkl. Versand 159 Euro auf cardea-detox.com.

Geschmäcker sind bekanntlich verschieden, deshalb solltest du bei der Wahl der Saftkur auf jeden Fall auf die genauen Zutaten und das Verhältnis von Obst und Gemüse achten. Unser Redaktionstest hat auf jeden Fall ergeben: Auch, wenn es teilweise hart ist, Durchhalten lohnt sich! 

Bildquelle:

Unsplash/ Mark Zamora; Getty Images/efetova; desired

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