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Große Gesundheitsgefahr

Stiftung Warentest enthüllt: Frische Nudeln teilweise mit Keimen belastet

Wenn es schnell gehen soll, ist frische Pasta aus dem Kühlregal einfach super praktisch. Aber ist sie auch gesund? Stiftung Warentest hat nun 19 verschiedene Tortelloni unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Drei Produkte fallen komplett durch.

Kurz ins heiße Wasser legen, Soße dazu machen, Parmesan drüber und fertig ist das perfekte Mahl! Frische Pasta aus dem Kühlregal ist ein beliebtes und schnell zubereitetes Essen und auch bei uns oft die erste Wahl in der Mittagspause. Doch wie gut sind die verschiedenen Pasta-Marken aus dem Supermarkt eigentlich? Können Kunden alle Sorten unbedenklich essen? Oder bergen einige Convenience-Produkte eine Gefahr für die Gesundheit?

Stiftung Warentest gibt nun Antworten auf diese Fragen und testete 19 Pasta-Produkte in Bezug auf Inhaltsstoffe, Geschmack, Geruch und Mundgefühl. Insgesamt wurden neun Produkte mit einer Ricotta-Spinat-Füllung, sechs Nudeln mit Fleischfüllung und dreimal Tortelloni mit einer Käse-Füllung von Aldi Nord, Aldi Süd, Edeka, Lidl sowie aus der Bio-Waren-Abteilung von Rewe untersucht. Drei Produkte davon tragen sogar ein Biosiegel. Preislich liegen die Produkte, die unter anderem von Hilcona, Stein­haus und Giovanni Rana hergestellt wurden, bei 30 Cent bis 1,30 Euro pro 100 Gramm.

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Stiftung Warentest: Diese Supermarkt-Tortellonis schneiden gut ab

Bei dem Test konnten 13 Pasta-Produkte die Kriterien von Stiftung Warentest erfüllen und erhielten die Note „gut“. Die beiden Testsieger, ein Discounter-Produkt und eine bekannte Marke, bekamen sogar die Note „sehr gut“ beim Geschmack, Geruch und Mundgefühl. Allerdings gab es auch schlechte Noten. Die Tester fanden bei den Ricotta-Spinat-Tortelloni eines Discounters sogar heraus, dass diese stark mit Chlorat belastet sind. Laut Bundesinstitut für Risikobewertung gilt es bei einmaliger Aufnahme als unkritisch, doch vor allem bei jüngeren und erkrankten Menschen kann es zu Problemen führen.

3 Tortelloni-Produkte bekommen Note „mangelhaft“

Chlorat kann die Jodaufnahme hemmen, was vor allem für Personen mit Schilddrüsenerkrankungen zum Problem werden kann. Denn ohne Jod, was der Körper nicht selbst herstellen kann, wird der Stoffwechsel nicht richtig angeregt. Zudem bleibt das Körper- und Organwachstum aus, das kann für Nachfolgeschäden bei Kindern und Jugendlichen sorgen. Zwei weitere Pasta-Produkte enthielten beim Test sogar Enterobakterien. Dabei handelt es sich um Darmkeime von Menschen und Tieren. „Beide Produkte kommen von Anbietern, die stark die italienische Tradition in ihrer Herstellung unter­streichen. Die Keimfunde zeigen: Sie sollten im Produktions­prozess besser auf Hygiene achten“, so Stiftung Warentest.

Testsieger von Stiftung Warentest im Überblick

Verlierer von Stiftung Warentest

  • „Rana Tortelloni Ricotta & Spinaci“ von Giovanni (Keime)
  • „Tortellone Ricotta-Spinat“ von Tressini (Keime)
  • „Italiamo Premium Pasta Tortelloni Ricotta Spinat“ von Lidl (Chlorat)

Letztlich zählt beim Kauf aber natürlich auch immer der Geschmack. Gerade in den Produkten aus dem Kühlregal verbergen sich meist Aromazusätze. Stiftung Warentest fand diese vor allem in den Tortelloni von Lidl, Giovanni Rana und Hilcona. Viele Anbieter zeigten aber auch, dass es ohne Aromen geht.

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Bildquelle: istock / chrisbm
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