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Wegen Corona

Insolvenz beantragt: Deutschlands größte Friseurkette könnte bald viele Filialen schließen

Insolvenz beantragt: Deutschlands größte Friseurkette könnte bald viele Filialen schließen

Friseure hatten es während der Corona-Krise nicht leicht. Auch Deutschlands größte Friseur-Kette musste stark unter den Schließungen leiden. Deshalb beantragte das Familienunternehmen Klier zunächst ein Insolvenz-Schutzschirmverfahren, um eine tatsächliche Zahlungsunfähigkeit zu umgehen. Nun wurde allerdings offiziell Insolvenz angemeldet. Wie geht es nun für Kunden und Mitarbeiter weiter?

Insgesamt gehören zum Wolfsburger Friseur-Unternehmen Klier rund 1.400 Filialen, in denen 9.680 Mitarbeiter arbeiten. Die Friseur-Marken Klier, Essanelle, Super Cut, Styleboxx und Hair Express sind Teil davon. Damit ist Klier Deutschlands größte Friseur-Kette. Die Filialen verteilen sich bundesweit. Vor allem in Einkaufszentren oder Bahnhöfen, aber auch auf dem Land sind viele Niederlassungen der Kette zu finden.

Müssen 450 Filialen schließen? Klier dementiert Spekulationen

Das Insolvenz-Schutzschirmverfahren sollte helfen, Klier vor der Insolvenz zu schützen. Es wird quasi als Maßnahme, um eine endgültige Pleite und Zahlungsunfähigkeit zu verhindern, eingesetzt. Die Geschäfte laufen also wie gewohnt weiter, lediglich im Management tut sich einiges: Ein Insolvenzverwalter übernimmt die Geschäfte und leitet eine Sanierung ein.

Schon zu Beginn des Schutzschirmverfahrens kündigten die Klier-Geschäftsführer an, das Filialnetz zu überprüfen und den selbst eingeschlagenen Sparkurs weiter zu verschärfen. Mit dem nun eröffnetem Insolvenzverfahren werden Schließungen immer wahrscheinlicher. Wie viele der insgesamt 9.200 Jobs auf der Kippe stehen, ist aber noch unklar. Noch vor Eröffnung des offiziellen Verfahrens meldete die Bild bereits, Klier würde ihren Informationen zufolge 450 Filialen schließen. Das wären rund ein Drittel der Filialen. 15 bis 20 Prozent der Jobs würden dann wegfallen. Klier selbst erklärte auf Anfrage von t-online, dabei handle es sich nur um Spekulationen, an denen das Unternehmen sich nicht öffentlich beteiligen würde. Aktuellen wären noch zu viele Gespräche und Verhandlungen offen, um finale Zahlen zu nennen.

Neben den Friseur-Betrieben betreibt die Kette mit der Klier Hair World außerdem noch einen Onlineshop, bei dem Kunden Friseurbedarf, sowie Pflege- und Stylingprodukte bekommen. Dieser war vor allem während des ersten Lockdowns eine wichtige Einnahmequelle, da zu dieser Zeit 100 Prozent der Einnahmen im physischen Geschäft weggebrochen seien, wie die Klier-Geschäftsführer der WirtschaftsWoche erklärten.

Die schlimmsten Kunden, die Friseure ertragen mussten

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istock/valentinrussanov

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