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Wegen Corona

Mit 1.400 Betrieben: Deutschlands größte Friseur-Kette kurz vor der Insolvenz

Mit 1.400 Betrieben: Deutschlands größte Friseur-Kette kurz vor der Insolvenz

Friseure hatten es während der Corona-Krise nicht leicht. Auch Deutschlands größte Friseur-Kette musste stark unter den Schließungen leiden. Deshalb beantragte das Familienunternehmen Klier nun das Insolvenz-Schutzschirmverfahren, um eine tatsächliche Zahlungsunfähigkeit zu umgehen. Das Unternehmen betreibt nicht nur die Klier-Friseure, auch Essanelle, Super Cut und weitere Ketten gehören zum Betrieb. Wir erklären, wie es für Kunden jetzt weitergeht.

Insgesamt gehören zum Wolfsburger Friseur-Unternehmen Klier rund 1.400 Filialen, in denen 9.680 Mitarbeiter arbeiten. Die Friseur-Marken Klier, Essanelle, Super Cut, Styleboxx und Hair Express sind Teil davon. Damit ist Klier Deutschlands größte Friseur-Kette. Die Filialen verteilen sich bundesweit. Vor allem in Einkaufszentren oder Bahnhöfen, aber auch auf dem Land sind viele Niederlassungen der Kette zu finden.

Bisher keine Schließungen angekündigt

Mitarbeiter und Kunden können erst einmal aufatmen. Denn auch, wenn die Corona-Krise die Friseur-Kette stark getroffen hat, ist aktuell nicht von Schließungen die Rede. Ein Insolvenz-Schutzschirmverfahren wird quasi als Maßnahme, um eine endgültige Pleite und Zahlungsunfähigkeit zu verhindern, eingesetzt. Die Geschäfte laufen also wie gewohnt weiter, lediglich im Management tut sich einiges: Ein Insolvenzverwalter übernimmt die Geschäfte und leitet eine Sanierung ein.

Allerdings kündigen die Klier-Geschäftsführer an, das Filialnetz zu überprüfen und den selbst eingeschlagenen Sparkurs weiter zu verschärfen. Möglich ist es also, dass dauerhaft unprofitable Filialen in Zukunft schließen müssen. Die Manager des Familienunternehmens, Michael und Robert Klier, geben sich allerdings optimistisch. Sie seien „überzeugt von einer profitablen Zukunft der Klier Hair Group“, erklären sie gegenüber der WirtschaftsWoche.

Neben den Friseur-Betrieben betreibt die Kette mit der Klier Hair World außerdem noch einen Onlineshop, bei dem Kunden Friseurbedarf, sowie Pflege- und Stylingprodukte bekommen. Dieser war vor allem während des Lockdowns eine wichtige Einnahmequelle, da zu dieser Zeit 100 Prozent der Einnahmen im physischen Geschäft weggebrochen seien, wie die Geschäftsführer der WirtschaftsWoche erklärten.

Die schlimmsten Kunden, die Friseure ertragen mussten

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istock/valentinrussanov

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