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Pärchen-Falle

Symbiotische Beziehung: 3 Anzeichen für ein Abhängigkeits­verhältnis

Symbiotische Beziehung: 3 Anzeichen für ein Abhängigkeits­verhältnis

Den Begriff der Symbiose werden die meisten noch aus dem Bio-Unterricht kennen: Bezeichnet wird damit zum Beispiel das Zusammenleben zweier unterschiedlicher Tierarten, die voneinander profitieren. Dieses Muster findet man jedoch auch in Liebesbeziehungen, wo es schnell toxisch werden kann. Wir zeigen dir, woran du eine symbiotische Beziehung erkennst, wer besonders anfällig ist und wie du sie verhindern kannst.

Wenn in der Wildnis zwei Tiere in einer symbiotischen Beziehung leben, machen sie das aus einem Grund: Beide haben durch die Symbiose einen oder mehrere Vorteile. In einem solchen Verhältnis können Tiere sein, die völlig unterschiedlich sind, wie etwa Madenhacker-Vögel und Nilpferde. In Liebesbeziehungen kann das ganz ähnlich sein, denn von außen ist das Abhängigkeitsverhältnis nicht zwingend erkennbar. Es mag zwar eine romantische Vorstellung sein, dass in einer Beziehung beide nicht ohne den anderen können, beherrscht dieses Gefühl aber irgendwann das Zusammenleben, wird es toxisch. Die folgenden drei Anzeichen sind Warnsignale für eine symbiotische Beziehung.

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#1 Du kannst nichts ohne Partner unternehmen

In der ersten Verliebtsheitsphase ist es ganz normal, nur noch Zeit mit dem Partner verbringen zu wollen. Für eine langfristige Beziehung ist diese Intensität aber nicht förderlich, denn beide werden mit der Zeit verlernen, Dinge alleine oder mit den eigenen Freunden zu unternehmen. Auf Dauer können Freunde zudem so sehr vernachlässigt werden, dass sie im Laufe der Zeit verloren gehen. Menschen, die in einer engen symbiotischen Beziehung leben, fällt dies meist nicht auf, weil ihr Partner sie tatsächlich erfüllt. Das Problem ist aber, dass Betroffene es so auch verlernen, Zeit ohne den Partner zu genießen. Solltest du bei Einladungen von Freunden stets absagen und Ausreden finden, wenn dein Partner dich nicht begleiten kann, ist das ein erstes Alarmzeichen.

#2 Du weißt nicht mehr, wer du ohne Partner bist

Wer nur noch gemeinsame Freunde und gemeinsame Interessen hat, wird lange den Eindruck haben, die perfekte Beziehung zu führen. Das Problem dabei ist aber, dass ihr nur noch als funktionierende Einheit auftretet. Eure individuellen Bedürfnisse sind zu einem untrennbaren „Wir“ verschmolzen – so sehr, dass es nicht mehr romantisch ist, sondern ihr beide eure eigenen Interessen und Meinungen nicht mehr identifizieren könnt. Über längere Zeit kann dies zu einem Gefühl des Identitätsverlusts führen, was besonders problematisch wird, sobald es in der Beziehung kriselt, oder sie in die Brüche geht.

#3 Dein Partner steht für dich immer an erster Stelle

Eine symbiotische Beziehung zeichnet sich auch dadurch aus, dass beide viel für den anderen machen. In einem gewissen Maß ist das für eine Beziehung durchaus förderlich. Problematisch wird es aber, wenn beide dafür die eigenen Bedürfnisse, Freunde und Familie vernachlässigen, oder Dinge tun, die den eigenen Prinzipien widersprechen. Wer das Gefühl hat, sich verstellen zu müssen, um dem Partner zu gefallen, oder sich lange nicht mehr um sich selbst gekümmert hat, sollte unbedingt etwas ändern.

Persönlichkeiten, die besonders anfällig sind

Interessant ist, dass eine Liebesbeziehung für die meisten nicht die erste symbiotische Beziehung in ihrem Leben ist. Psychologin und Autorin Dr. Fran Walfish erklärt in ihrem Ratgeber „The Self Aware Parent“, dass besonders diejenigen zu einem Abhängigkeitsverhältnis in einer Liebesbeziehung neigen, die ein solches auch in ihrer Familie erlebt haben. Kinder, die zum Beispiel zu stark von ihrer Mutter umsorgt und nicht zu Selbständigkeit erzogen werden, neigen auch später im Leben dazu, sich zu sehr auf den Partner zu stützen.

So vermeidest du eine symbiotische Beziehung

Damit eine symbiotische Beziehung nicht toxisch wird, gilt es, bei den ersten Warnsignalen auf jeden Fall das Gespräch mit dem Partner zu suchen. Erst wenn ihr beide erkennt, dass eure Abhängigkeit zueinander euch mehr schadet als nutzt, könnt ihr Dinge langsam ändern. Folgende Schritte können helfen:

  • Nehmt euch beide mindestens einmal im Monat vor, etwas ohne den Partner zu unternehmen – alleine oder mit Freunden. Seid hier strikt: Es zählt nicht, wenn du dich erst mit Freundinnen triffst und dein Partner später dazu stößt. Ziel soll nicht sein, dass du die ganze Zeit nur darauf wartest, bis dein Partner kommt und dich „rettet“.
  • Versuche nicht die Gedanken deines Partners zu lesen und ihm alle Wünsche automatisch zu erfüllen. Kommuniziert stattdessen das, was ihr wollt, ausdrücklich.
  • Notiere täglich in wenigen Stichpunkten, welche Dinge dich gerade beschäftigen oder glücklich machen. Versuche dabei deinen Partner außen vor zu lassen. Dabei kann ein „6 Minuten-Tagebuch“ ein sehr hilfreiches Tool sein.

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Bildquelle:

Getty Images/Hirurg

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