Poetry Slam
Miriam Bektasi am 27.06.2017

Flirten und Dating – unter diesem Motto stand der Poetry-Slam-Abend in privater Wohnzimmer-Atmosphäre in der Cordobar Berlin. Organisiert wurde das Event von der Dating-App Candidate. Was wir dort alles erlebt haben und was einer der beliebtesten Poetry-Slammer Deutschlands, Sebastian 23, dort über Liebe, erste Dates und Liebeskummer zu sagen hatte, erfährst du hier. Wir haben ihn uns nämlich nach seinem Auftritt gleich geschnappt und interviewt.

Die Kennenlern-App Candidate erobert momentan Deutschland im Sturm – und macht Tinder ernsthafte Konkurrenz. Das Besondere an ihr: Mit einem kreativen Fragen- und Antwortspiel kannst du spielerisch und ganz ungezwungen Singles und Kontaktfreudige in deiner Nähe kennenlernen. Ganz ohne oberflächliches Hin und Her wischen und Fleischbeschau. Dafür aber mit ganz viel Tiefgang. Wenn du möchtest, kannst du die App nämlich so einstellen, dass dein Profilbild, ganz im Stil der Flirtshow Herzblatt, erst nach dem Quiz für den anderen Nutzer sichtbar wird.

Sebastian 23 stellte zusammen mit Michael Plank die Candidate-App vor.

Geladen waren unter anderem prominente Gäste wie Ex-Bachelor Leonard Freier oder Fashion-Bloggerin Masha Sedgwick, die ihren Freund im Schlepptau hatte. Abgerundet wurde der Abend, der ganz im Zeichen des Flirtens stand, durch unterhaltsame Poetry-Slam-Einlagen von Sebastian 23. Mal lustig, mal ernst trug er Geschichten, Gedichte und Dialoge aus seinem aktuellen Bühnenprogramm „Hinfallen ist wie Anlehnen, nur später“ vor.

Sebastian 23 ist einer der erfolgreichsten Slam-Poeten Deutschlands.

Sebastian 23 über Dating, Flirten und Poetry Slam

Im Anschluss an das Event sprachen wir mit Sebastian 23 über die Herausforderung des Glücklichseins und warum Dates die Chance haben müssen, auch mal scheitern zu dürfen.

Danke Sebastian, dass Du Dir Zeit für uns nimmst. Sag mal, wie bist Du eigentlich zum Slammen gekommen?

Ich habe schon als Kind angefangen, Texte zu schreiben. Irgendwann hat ein Freund zu mir gesagt: „Geh doch einfach mal zu einem Poetry Slam, da kann man einfach irgendwas erzählen.“ Ich war eigentlich ein sehr großer Lampenfieber-Patient und ziemlich schüchtern, aber irgendwie habe ich mich trotzdem getraut. Beim ersten Mal lief mein Auftritt ziemlich schlecht. Ich habe aber trotzdem einfach weitergemacht – und zum Glück wurde es besser.

Dein aktuelles Bühnenprogramm dreht sich unter anderem um die Themen Liebe und Kennenlernen – was für ein Flirttyp bist Du eigentlich?

Ich würde sagen, dass ich kein offensiver Flirttyp bin. Wenn ich eine attraktive Frau sehe, klettere ich erst mal unters Sofa und weine zwei Stunden vor Schreck. Nein, Quatsch. Ich bin jemand, der viel über Sprache funktioniert, ich unterhalte mich gerne. Ich versuche natürlich auch meinen Humor auszuspielen. Nein, es ist eigentlich ganz anders: Ich habe meinen Humor nicht unter Kontrolle, er bricht immer heraus. Er tut was will, ist immer Passagier bei jedem Date.

Dann hast Du bestimmt einige Flirttipps für uns?

Als Erstes, dem Anlass entsprechend: Holt euch die Candidate-App, wenn ihr Männer treffen wollt, die nicht nur an eurem Aussehen interessiert sind, sondern euch auch kennenlernen und sich mit euch unterhalten wollen. Ich finde es eigentlich am Wichtigsten, dass man miteinander redet und dabei offen ist. Dass man sich dabei selbst treu bleibt und dem anderen gut zuhört und nicht versucht die ganze Zeit auszustrahlen, wie cool man ist. Ich glaube, das ist der Schlüssel zum Erfolg. Dass man herausfindet, wer der Andere ist und nicht am Ende des Abends rausläuft und sagt: Ich weiß nicht genau, wie das Date gelaufen ist, aber ich war super. Dates müssen die Chance haben, zu scheitern. Wenn es nicht klappt, dann klappt es nicht – aber dann war es nicht der, die oder das Richtige.

Woraus ziehst Du mehr Inspiration: aus Liebe oder Liebeskummer?

Es gibt viele sehr schöne Gedichte, die aus Liebeskummer geschrieben wurden. Und genau das spornt mich dazu an, schöne und glückliche Texte darüber zu schreiben. Das Problem ist aber, dass das niemand hören will. Niemand will hören, wie glücklich man ist. Wenn du nur noch darüber sprichst, wie toll dein Leben läuft und wie du seit Jahren in einer glücklichen Beziehung bist, sagen alle so: „Ehm, geh bitte weg.“ Das macht es umso spannender, das Ganze so zu verpacken, dass die Leute das cool finden. Das ist dann die Herausforderung. Ich mag Herausforderungen – und ich nehme die Herausforderung des Glücklichseins an!

Herzlichen Dank für das Interview, Sebastian.

Bildquellen: Candidate App


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