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Mikrobiologin klärt auf: Können Lebensmittel Coronaviren übertragen?

Mikrobiologin klärt auf: Können Lebensmittel Coronaviren übertragen?

Überkommt dich zurzeit beim Einkaufen ein mulmiges Gefühl, weil du nicht weißt, wie hoch das Risiko ist, sich im Supermarkt mit dem Coronavirus anzustecken? Auch wir haben uns gefragt: Wie hoch ist die Gefahr einer Ansteckung durch das Obst und Gemüse, den Griff des Einkaufswagens oder die Verpackungen, die wir beim Einkaufen anfassen? Und was sagt die Wissenschaft dazu?

Die meisten Menschen gehen zurzeit mit einem unguten Gefühl einkaufen. Denn der Supermarkt ist  für viele von uns aktuell einer der wenigen Orte, an denen wir wirklich mit anderen Menschen – und deren Viren – in Kontakt kommen können. Beim Griff ins Regal oder ins Obst- und Gemüsesortiment fühlen wir uns unsicher. Denn man fragt sich natürlich: Hat das wohl jemand vor mir angefasst, der das Virus in sich trägt? Sind auf diesem Apfel, diesem Jogurtbecher oder dem Griff des Einkaufswagens vielleicht noch Coronaviren vorhanden?

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Studie: Das Virus überlebt bis zu 72 Stunden auf Oberflächen

Erste Studien aus den USA behaupten: Die Viren sollen bis zu 24 Stunden auf Papier und sogar bis zu 72 Stunden auf Edelstahl- und Kunststoffoberflächen überleben. Eine ganz schön lange Zeit! Jedoch muss man dabei beachten: Diese Ergebnisse sind unter Laborbedingungen entstanden. Ob sie sich auf das echte Leben übertragen lassen, ist fraglich. Virologe Christian Drosten zweifelt im NDR-Podcast zum Coronavirus an der Übertragbarkeit der Studie auf die Realität: „Wenn wir uns zum Beispiel in die Hand husten – da klebt Virus an der Hand. Wenn wir dann auf eine Türklinke fassen, ist das Flüssigkeitsvolumen, dieser Flüssigkeitsfilm, der dann auf der Türklinke kleben bleibt, fast nicht mehr zu messen. Der trocknet vielleicht viel schneller als dieses Tröpfchen, das man da im Labor auf die Oberfläche bringt.“

Mikrobiologin: Keine Viren auf Lebensmitteln gefunden

Auch die Bonner Mikrobiologin Ricarda Schmithausen forscht zur Überlebensrate von Coronaviren auf verschiedenen Oberflächen. Die Wissenschaftlerin und ihr Team besuchen Covid-19-Infizierte zu Hause und entnehmen dort Proben aus der Luft, von Oberflächen und eben auch von Lebensmitteln. Ihre bisherigen Analysen zeigen: Eine hohe Wahrscheinlichkeit, sich durch Berührung von Oberflächen mit dem Virus zu infizieren, besteht scheinbar nicht.

„Wir haben frische Lebensmittel getestet – eine aufgeschnittene Kiwi, Orange, alles das, was auf dem Tisch stand und wo auch die infizierten Personen drum herum saßen. Und da waren die Lebensmittel alle unbedenklich“, erzählt Schmithausen bei SternTV. Bei Risikogruppen könnte man darüber nachdenken, die Vorsichtsmaßnahmen trotzdem zu erhöhen und hauptsächlich auf abgepackte Lebensmittel zurückzugreifen oder solche, die man vor dem Verzehr erhitzt.

Wenn du Supermärkte aktuell trotzdem am liebsten meiden möchtest: Bei einigen Bringdiensten gibt es noch die Möglichekit, den Wocheneinkauf vorzubestellen:

Trotzdem: Auch beim Einkaufen Vorsicht walten lassen!

Dieser Empfehlung stimmt auch das Bundesinstitut für Risikobewertung zu:
„Obwohl eine Übertragung des Virus über kontaminierte Lebensmittel oder importierte Produkte unwahrscheinlich ist, sollten beim Umgang mit diesen die allgemeinen Regeln der Hygiene des Alltags wie regelmäßiges Händewaschen und die Hygieneregeln bei der Zubereitung von Lebensmitteln beachtet werden. Da die Viren hitzeempfindlich sind, kann das Infektionsrisiko durch das Erhitzen von Lebensmitteln zusätzlich weiter verringert werden.“

Wir müssen also scheinbar keine Panik vor dem Supermarktbesuch haben. Wichtig ist, wie in jeder Situation dieser Tage, auf eine gute Hygiene zu achten. Wasche dir die Hände vor und direkt nach dem Supermarktbesuch, fasse nur Ware an, die du auch wirklich kaufen möchtest und fasse dir nicht mit den Händen ins Gesicht. Als zusätzlichen Schutz (vor allem für andere) kannst du auch einen Mundschutz und Handschuhe tragen.

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Bildquelle:

Getty Images/PRImageFactory

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