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Nach Corona-Maßnahmen: Experten warnen vor großer Grippewelle im Winter

Grund zur Sorge?

Nach Corona-Maßnahmen: Experten warnen vor großer Grippewelle im Winter

In dieser Grippesaison gab es so wenige Fälle des Influenzavirus' wie noch nie. In Deutschland wurden nur 519 Infektionen im Labor nachgewiesen. Das verdanken wir zum großen Teil den Corona-Maßnahmen. Während das ansteckendere Sars-Cov2-Virus es trotz AHA-Maßnahmen noch schafft, Infektionen auszulösen, sind diese gegen die Grippe scheinbar besonders wirksam. Expert*innen aus den USA warnen nun, dass uns das in der nächsten Grippesaison zum Verhängnis werden könnte. Dann könnte es so viele Infektionen geben wie schon lange nicht mehr.

Auch in den USA war die Grippesaison dieses Jahr besonders schwach. Gerade einmal 2.000 Fälle wurden dokumentiert, in einer typischen Grippesaison ist die Summe zehnmal so hoch. Und das sind nur die Fälle, die den Behörden gemeldet werden. Hochrechnungen zufolge erkranken jedes Jahr neun bis 45 Millionen Menschen in den USA an Influenza. Dass Maskenpflicht, Abstandsregeln und Hygienemaßnahmen in diesem Jahr zu so wenigen Infektionen geführt haben, klingt erst mal nach einer positiven Nachricht. Doch einige US-Wissenschaftler*innen, darunter der Mikrobiologe Andy Pekosz von der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health, warnen nun. Sie befürchten, dass die kommende Grippesaison umso härter wird.

Weniger Menschen gegen Grippe immun

„In diesem Jahr wurde nicht wie üblich ein bedeutender Teil der Bevölkerung mit Grippe infiziert und wurde so immun“, erklärte Pekosz gegenüber NBC, „das könnte bedeuten, dass die Anfälligkeit der Bevölkerung für Grippe zunehmen wird.“ Denselben Effekt könnte es auch in Deutschland geben, schließlich fiel auch hier die Grippesaison nahezu aus.

Sowie es auch von Sars-Cov-2 mittlerweile mehrere Mutationen gibt, sind auch von der Grippe gleich mehrere Stämme im Umlauf. Wer sich infiziert hat, ist also eine Weile gegen den Stamm, der ihn erwischte, und ähnliche Mutationen immun, kann sich aber mittunter noch einmal mit einem sehr unterschiedlichen Stamm infizieren. Allerdings ist die Grippe weniger infektiös als Corona. Auch ohne einschränkende Maßnahmen steckt ein Infizierter hier meist nur eine weitere Person an, bei Corona sind es drei bis vier. Deshalb ist hier auch eine größere Grundimmunität in der Bevölkerung wichtig, als bei der Influenza.

Auf die aktuelle Grippesaison hatten die Corona-Maßnahmen einen positiven Einfluss. Im Video siehst du, was sich nach einem Jahr Corona noch verändert hat: 

Wirken Impfstoffe bald besser gegen Influenza?

Aufgrund der vielen verschiedenen Grippestämme wirken auch Impfungen gegen das Influenzavirus nicht ganz zuverlässig. In der kommenden Saison könnte der Schutz jedoch höher sein. Denn es wurden nicht nur deutlich weniger Infektionen im Labor nachgewiesen, es wurden dabei auch wesentlich weniger Stämme entdeckt als sonst. Damit dürfte es möglich sein, einen besonders passenden Impfstoff zu entwickeln. Allerding ist unklar, ob die wenigen Stämme nicht auch dadurch bedingt sind, dass nur wenige Proben im Labor untersucht wurden.

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