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Schmeckt faulig: Wird Wasser in der angebrochenen Flasche schlecht?

Ernährungsmythos

Schmeckt faulig: Wird Wasser in der angebrochenen Flasche schlecht?

Wasser kann gar nicht schlecht werden! Diese Annahme haben wohl viele. Dass sie nicht so ganz stimmen kann, wird allein klar, wenn wir bedenken, dass wir etwa Regenwasser nicht bedenkenlos trinken können. Es kann mit Bakterien und anderen Keimen verunreinigt sein. Doch wie sieht es mit Wasser aus, das extra für den Verzehr aufbereitet wurde. Kann es nach dem Anbrechen der Flasche schlecht werden? Und macht es hier einen Unterschied, ob ich aus einer Plastik- oder Glasflasche trinke?

Wasser, das schon länger in der angebrochenen Flasche vor sich hinvegetiert, schmeckt oft fad, manchmal sogar richtig unangenehm säuerlich. Die Kohlensäure entweicht und der PH-Wert sinkt. Doch bedeutet das gleich, dass das Wasser schlecht ist? Nicht unbedingt.

Nicht jedes angebrochene Wasser wird schlecht

Schmeckt Wasser fad oder säuerlich, ist daran meist der veränderte PH-Wert schuld. Denn während die Kohlensäure, die das Wasser prickelnd macht, entweicht, verwandelt sich gleichzeitig ein Teil der Flüssigkeit durch den zugeströmten Sauerstoff in Kohlensäure. Das ist gesundheitlich unbedenklich und sorgt lediglich für ein seltsames Geschmackserlebnis. Dass Wasser „schlecht“ wird, ist eher selten. Doch natürlich kann es passieren, dass es mit Bakterien und anderen Erregern verunreinigt wird – insbesondere dann, wenn du direkt aus der Flasche und nicht aus einem Glas trinkst. Gesundheitsschädlich kann das in erster Linie werden, wenn du dir die Flasche mit weiteren Menschen teilst. Die Erreger können sich am Rand vermehren und auch ins Wasser gelangen, dementsprechend wird die Gefahr, sich anzustecken größer, je länger die Flasche steht.

Sicherer ist es also immer, wenn du aus einem eigenen Glas trinkst, doch auch das solltest du nicht zu lange offen stehen lassen:

Macht es einen Unterschied, ob ich aus einer Plastik- oder einer Glasflasche trinke?

Viele Menschen haben vor allem bei Wasser aus PET-Flaschen ein ungutes Gefühl. Denn diese stehen im Verdacht, hormonell wirksame Substanzen und andere Schadstoffe ins Wasser abzugeben. Um das eindeutig nachzuweisen, braucht es noch weitere Forschung. Allerdings gibt es einige Chemikalien, die bei langer Lagerung tatsächlich ins Wasser abgegeben werden können. Eine davon ist Acetaldehyd. Schmeckt das Wasser chemisch, ist das meist auf das Austreten dieses Stoffes zurückzuführen. Das passiert jedoch in so geringen Mengen, dass es nicht als gesundheitsgefährdend eingestuft wird. Auch der säuerlich fade Geschmack, der durch die PH-Wert-Veränderung entsteht, kann in PET-Flaschen schneller entstehen, da das Material durchlässiger ist.

So lagerst du angebrochene Flaschen richtig

Um möglichst lange aus einer angebrochenen Wasserflasche trinken zu können, lagerst du sie am besten im Kühlschrank und achtest darauf, dass der Deckel gut zugedreht ist. Wenn du oder andere Menschen direkt aus der Flasche trinken, solltest du sie trotzdem in wenigen Tagen aufbrauchen. Bei PET-Flaschen ist es besonders wichtig, sie nicht in der offenen Sonne zu lagern, denn die UV-Strahlung kann das Austreten von chemischen Stoffen noch verstärken. Plastikflaschen, die im Sommer längere Zeit offen im Auto gelegen haben, solltest du deshalb besser entsorgen. In der Hitze verbreiten sich nicht nur Bakterien und andere Erreger besser, auch der unangenehme chemische Geschmack durch Acetaldehyd kann verstärkt werden.

Was hat es mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum auf der Wasserflasche auf sich?

Wer sich seine Wasserflasche einmal genauer angeschaut hat, wird festgestellt haben, dass darauf ein Mindesthaltbarkeitsdatum vermerkt ist. Kann Wasser also auch schlecht werden, wenn es noch gar nicht geöffnet wurde? Bei der Datumsangabe handelt es sich erst mal nur um eine gesetzliche Vorgabe aus der Mineral- und Tafelwasserverordnung. Demnach soll Wasser in Glasflaschen nach der Abfüllung mindestens zwei Jahre haltbar sein, Wasser in PET-Flaschen mindestens ein Jahr. Hier ist das Wort „Mindest-“ entscheidend. Hersteller sichern sich damit rechtlich ab. Sollte das Wasser nach Ablauf dieses Datums – aus welchen Gründen auch immer – verdorben sein, können sie dafür nicht mehr haftbar gemacht werden. Laut der Informationszentrale Deutsches Mineralwasser kann das Wasser jedoch auch nach Ablauf dieses Datums aus hygienischer Sicht noch bedenkenlos getrunken werden.

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